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Sponsorenvertreter, Unterstützer, Verantwortliche und Mitwirkende des Bayreuther Osterfestivals (v. l.): HWK-Hauptgeschäftsführer Horst Eggers, Reinhold Lehnert von der Motor-Nützel-Gruppe, Finanzstaatssekretär Hartmut Koschyk, die nordkoreanischen Musiker Kim Ho-Yun und Jong Song Nam, Intendant Ulrich Schubert, Jang Kwang Hyok sowie Klaus Seemann von der VR-Bank.
Bayreuth – Das Bayreuther Osterfestival steht vor der wahrscheinlich schwierigsten Spielzeit seit seinem Bestehen. Grund dafür ist die Schließung des Markgräflichen Opernhauses auf unbestimmte Zeit durch die Bayerische Schlösserverwaltung. „Wir müssen zum ersten Mal eine Saison ohne großes Sinfonieorchester bestreiten“, sagte Intendant Professor Ulrich Schubert am Mittwoch. Dennoch sei es gelungen, ein vielfältiges und anspruchsvolles musikalisches Programm mit den verschiedenstes Ensembles auf die Beine zu stellen und dabei auch ungewöhnliche Spielstätten anzubieten.
Einer der Grundpfeiler des Osterfestivals ist der Gedanke der Völkerverständigung. Er findet auch heuer wieder seinen Ausdruck in der gemeinsamen Mitwirkung von jungen Musikern aus Süd- und Nordkorea. Das Osterfestival sei damit die einzige Kultureinrichtung Deutschlands, die einen derartigen internationalen Kulturaustausch ermöglicht und gleichzeitig als Brückenbauer zwischen dem geteilten Nord- und Südkorea fungiert, sagte der stellvertretende Vorstandsvositzende der Orchesterakademie und parlamentarische Finanzstaatssekretär Hartmut Koschyk. Durch seine maßgebliche Vermittlung und das Einschalten des Auswärtigen Amts, des Goethe-Instituts und der Nordkoreanischen Botschaft war die Mitwirkung der beiden Blechbläser Jong Song Nam und Jang Kwang Hyok sowie des Cellisten und Dirigenten Kim Ho-Yun überhaupt erst möglich geworden.
Zweiter Grundpfeiler des Festivals ist der Gedanke der Humanität. Das Bayreuther Osterfestival kommt seit seiner Gründung ohne staatliche Zuschüsse aus und hatte mit Gastspielreihen in der nördlichen Oberpfalz, Jena, Leipzig und Bielefeld bereits weit über eine halbe Million Euro in die eigene Kultur- und Sozialstiftung überführt, die komplett für wohltätige Zwecke gespendet wurde. So werden in Zusammenarbeit mit den örtlichen Kinderkliniken Projekte zu Gunsten krebskranker und anderweitig schwerstkranker Kinder gefördert. Konkret, so erläuterte Professor Thomas Rupprecht von der Kinderklinik in Bayreuth, werden ein Pilotprojekt zur besseren Therapie krebskranker Kinder und ein weiteres Pilotprojekt zur Verbesserung der Lungenentwicklung bei Kleinstkindern gefördert.
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