22 Okt
Pflegeberufe sollen attraktiver werden
MdB Koschyk beim 20-jährigen Bestehen der Berufsfachschule für Altenpflege in Bayreuth

BRK-Kreisgeschäftsführer Peter Herzing, Klinikumsgeschäftsführer Roland Ranftl, Martina Schulz von der Regierung von Oberfranken, Moderator Andreas Rietschel, MdB Hartmut Koschyk, Landrat Hermann Hübner und der frühere Landrat und BRK-Kreisvorsitzende Klaus-Günter Dietel (von links).
Mit einer Festveranstaltung und einem Tag der offenen Tür ist am Donnerstag das 20-jährige Bestehen der Berufsfachschule für Altenpflege des Bayerischen Roten Kreuzes in Bayreuth gefeiert worden. Bei einer Podiumsdiskussion zum Auftakt waren sich dabei sämtliche Teilnehmer aus Politik, Verwaltung und Praxis einig, dass die Bedeutung der Pflege vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung immer wichtiger werde. Oberstes Ziel sollte es deshalb sein, die Attraktivität von Pflegeberufen zu verbessern.
Dies sei im neuen Koalitionsvertrag unter anderem dadurch vorgesehen, indem die beiden bisher getrennten Berufsgesetze zur Krankenpflege auf der einen Seite und zur Altenpflege auf der anderen zusammengeführt werden sollen, kündigte der parlamentarische CSU-Landesgruppengeschäftsführer Hartmut Koschyk an. „Wir hoffen dadurch, das Berufsbild attraktiver gestalten zu können“, sagte der Abgeordnete. Kritisch sah Koschyk dagegen den Vorschlag, den Pflegenotstand mit Hilfskräften aus dem Ausland zu lindern. Bei attraktiven Bedingungen müsste es sehr wohl möglich sein, den notwendigen Bedarf mit Kräften zu decken, die derzeit auf Arbeitssuche sind. „Wir werden künftig jeden brauchen, der bereit ist, sich entsprechend zu qualifizieren.“ Zur Zukunft der Pflegeversicherung kündigte Koschyk langfristig eine „demographiefeste Lösung“ an. Diese könnte unter anderem darin bestehen, dass zur derzeitigen Umlagefinanzierung auch kapitalgedeckte Elemente kommen. Einen sofortigen Umstieg von der Umlagefinanzierung auf die Kapitaldeckung schloss Koschyk dagegen aus. weiterlesen
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