Geschrieben von Thomas Konhäuser am 20. Nov 2011
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19 Nov

Deutsch-Koreanisches Forum leistet bedeutenden Beitrag zur gemeinsamen Freundschaft zwischen der Republik Korea und der Bundesrepublik Deutschland


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In dieser Woche fand in Berlin das X. Deutsch-Koreanische Forum statt. Zwei Tage lang diskutierten deutsche und koreanische Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft im Paul-Löbe-Haus im Deutschen Bundestag über wichtige Fragen der deutsch-koreanischen Beziehungen und erarbeiteten Empfehlung an die Regierungen beider Länder. Die beiden Sitzungstage im Deutschen Bundestag wurden vom Vize-Minister für Politische Angelegenheiten im Außenministerium der Republik Korea, Herrn Kim Jae Shin und Frau Staatsministerin im Auswärtigen Amt, Frau Cornelia Pieper MdB, eröffnet.

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Das Deutsch-Koreanische Forum wurde im Jahr 2002 im Beisein des damaligen Bundespräsidenten Johannes Rau und des südkoreanischen Ministerpräsidenten Lee Han-dong in Seoul gegründet und tagt seitdem jährlich abwechselnd in Deutschland und Korea. Erster deutscher Ko-Vorsitzender des Forums war der langjährige Herausgeber der „Zeit“, Dr. Theo Sommer. Auf seine Bitte hin habe ich im Jahr 2006 den deutschen Ko-Vorsitz übernommen. Die bisherigen Veranstaltungsorte in Deutschland waren Berlin im Jahr 2003, Hamburg im Jahr 2005, München im Jahr 2007 und Dresden im Jahr 2009. In diesem Jahr fand das X. Deutsch Koreanische Forum in der Bundeshauptstadt Berlin statt. Ausgerichtet wurde das X. Deutsch-Koreanische Forum in Deutschland in enger Zusammenarbeit mit dem Auswärtigem Amt vom Verein „Deutsch-Koreanisches-Forum e.V.“, dessen Vorsitzender ich bin. weiterlesen


Geschrieben von Thomas Konhäuser am 19. Nov 2011
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19 Nov

Festliches Abendessen beschließt X. Deutsch-Koreanisches Forum 2011 in Berlin


Auf Einladung der KfW-Bankengruppe beendete das X. Deutsch-Koreanische Forum 2011 seine Zusammenkunft in Berlin. Der Vorstandsvorsitzender der KfW-Bankengruppe, Dr. Ulrich Schröder, begrüßte die Gäste in seinem Haus und stellt die Bedeutung der deutsch-koreanischen Beziehungen heraus.

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In seiner Abschlussrede zum X. Deutsch-Koreanischen Forum 2011 machte der koreanische Ko-Vorsitzende Dr. Kim Hakjoon noch einmal deutlich, dass die Ergebnisse des diesjährigen Forums ein weiterer großer Schritt der gemeinsamen Freundschaft zwischen der Republik Korea und der Bundesrepublik Deutschland sein können. Im Anschluss an seine Dankesworte lud er die Teilnehmer des Forums zum XI. Deutsch-Koreanischen Forum im Jahr 2012 in die Republik Koera ein.

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Auch der deutsche Ko-Vorsitzende und Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister der Finanzen, Hartmut Koschyk MdB, zog eine positive Bilanz des X. Deutsch-Koreanischen Forums in Berlin. Er dankte allen Mitwirkenden – vor und hinter den Kulissen – und versicherte, die Empfehlungen des X- Deutsch-Koreanischen Forums werden nicht nur in Berlin großen Anklang finden. An den Gastgeber des festlichen Abendessen, den koreanischen Ko-Vorsitzenden und den Präsidenten der Korea-Foundation überreicht Staatssekretär Koschyk zum Abschied Geschenke und beendete das X. Detusch-Koreanische Forum 2011 in Berlin.

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Die Empfehlungen an die Staats- und Regierungschefs beider Länder werden nach Übermittlung an diese auf unseren Internetseiten veröffentlicht.


Geschrieben von Patrick Lindthaler am 19. Nov 2011
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18 Nov

Bundespräsident Christian Wulff empfing die Teilnehmer des X. Deutsch-Koranischen Forums in Schloss Bellevue


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Nach Abschluss der zweitägigen Beratungen im Paul-Löbe-Haus des Deutschen Bundestages empfing Bundespräsident Christian Wulff die Teilnehmer des X. Deutsch-Koranischen Forums in Schloss Bellevue.

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Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister der Finanzen, Hartmut Koschyk MdB, dankte Anlässlich des Empfanges übergabe der deutsche Ko-Vorsitzende Hartmut Koschyk MdB die Empfehlungen des X. Deutsch-Koreanischen Forums 2011.

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Geschrieben von Patrick Lindthaler am 18. Nov 2011
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18 Nov

X. Deutsch-Koreanisches Forum 2011 in Berlin hat den ersten Sitzungstag erfolgreich und mit guten Ergebnissen beendet


Nach fast 10 Stunden intensiven Beratungen endete der 1. Tag des X. Deutsch-Koreanischen Forums 2011 in Berlin. Nach einem Besuch der Reichstagskuppel des Deutschen Bundestages klang der 1. Beratungstag bei einer öffentlichen Podiumsdiskussion an der Freien Universität Berlin aus. Einen Bericht zur Podiumsdiskussion finden Sie in Kürze auf diesen Seiten.

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Geschrieben von Patrick Lindthaler am 18. Nov 2011
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18 Nov

Arbeitsgruppe “Kultur” erarbeitet Grundlagen für Empfehlungen an die Regierungschefs beider Länder


Im Bereich Kultur wurde die Arbeitsgruppe 3 des X. Deutsch-Koreanischen Forums 2011 in Berlin von Yoo Yoon Jong (Editor, Arts & Entertainment Desk, The Dong-A-Ilbo Daily) und Michael Paulus (Direktor, DAAD Informationszentrum, Seoul) geleitet.

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In den zweistündigen Beratungen wurden viele Ansätze und Möglichkeiten der Kooperationen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Republik Korea diskutiert. Für die Schlussberatungen und die Ausarbeitung der Empfehlungen wurden unterschiedliche Grundlagen beraten.

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Deutschland und Korea können seit dem späten 19. Jahrhundert auf einen intensiven kulturellen Austausch und eine damit verbundene Kooperation zurückblicken. Künstler und kulturelle Funktionen haben in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle als “menschliche Brücken” bzw. Mittler und Multiplikatoren gespielt. Kultureller Austausch hat Auswirkungen auf individueller Ebene und prägt Biographien. Kultureller Austausch hat aber kumulativ auch einen substanziellen Impakt auf der bilateralen Ebene.

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Die erarbeiteten Grundlagen dienen dann der Vollversammlung des Deutsch-Koreanischen Forums als Grundlage für die Erarbeitung der Empfehlungen an die Regierungschef beider Länder.


Geschrieben von Patrick Lindthaler am 18. Nov 2011
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18 Nov

Arbeitsgruppe “Wirtschaft” erarbeitet Grundlagen für Empfehlungen an die Regierungschefs beider Länder


Auf Grund der Ereignisse in Japan und die Entscheidungen der Bundesregierung zur Energiewende, hat die Arbeitsgruppe Wirtschaft ihr Augenmerk der Beratungen auf das Thema Energie gelegt.

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In Deutschland ist im März die so genannte „Energiewende“ eingeleitet worden, welche die Eckdaten für ein Umschwenken von „traditionellen“ Energiequellen hin zu Formen der regenerativen Energien festgelegt hat. Deutschland nimmt hierbei weltweit eine Vorreiterrolle ein, wobei die Umsetzung und die daraus resultierenden Folgen für die Wirtschaft noch mehr als ungewiss sind. In Deutschland wird zur Zeit besonders stark in regenerative Energien investiert, da viele den Steuervorteil, welchen der Staat bietet ausnutzen. So lassen sich bei einem durchschnittlichen Steuersatz von 40%, ca. 20% von der Steuer absetzen. Zusätzlich wird regenerative Energie in Deutschland stark subventioniert. Das Geld hierfür wird aus den hohen Steuern für „traditionelle“ Energieformen (Erdöl, Gas, etc.) bezogen.

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In Korea hingegen ist die Situation eine annähernd gegensätzliche. Hier wird weiter auf Atomenergie gesetzt, da es eine günstige Form der Energiegewinnung ist und die Gefahr einer Reaktorkatastrophe, durch den Neubau von 14 Reaktoranlagen im nahegelegenen China ohnehin gegeben ist. Aber auch in Korea spielt der Klimaschutz eine Rolle. So gehört Korea zu dem ganz kleinen Kreis von Staaten, die bereits einen Emissionshandel eingeführt haben. Anders als Deutschland hat Korea aber noch ein immenses Potential die Energiepreise zu erhöhen bzw. den Energieverbrauch pro Kopf stark zu senken. So hat Korea 40% niedrigere Energiepreise als z.B. Japan und folglich einen deutlich höheren pro Kopf Verbrauch. Einen niedrigeren Verbrauch würde man auf der einen Seite durch technische Innovation (z.B. Wärmedämmung bei Häusern), auf der anderen Seite vor allem durch ein umdenken der Koreanischen Bevölkerung erreichen. Anders als in Deutschland spielen Energieeinsparungsmöglichkeiten in Korea eher eine untergeordnete Rolle. Dies zeigt sich auch, dass es keinen Wettbewerb in diesem Bereich gibt.

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Zusammenfassend sehen beide Länder ein Potential der Zusammenarbeit in dem Bereich „intelligente Netze“, welche in der Lage sein müssen den Energieverbrauch vorauszusagen und die prognostizierte Energiemenge entsprechend zur Verfügung zu stellen, ohne dass es zu Engpässen in den Spitzen kommt. Außerdem ist die weitere Forschung in der Energiespeicherung für beide Länder unerlässlich, aber aus völlig unterschiedlichen Gründen. Während Deutschland aufgrund ihrer regenerativen Energiequellen und deren Ausbau die Möglichkeiten der Energiespeicherung benötigt (Es muss auch Energie zur Verfügung stehen, wenn die Sonne nicht scheint), ist für Korea, als autarker Energieversorger die Energiespeicherung wichtig, um die Schwankungen beim Energieverbrauch durch gespeicherte Energiereserven auszugleichen. Auch hier bietet sich die verstärkte Zusammenarbeit also an.


Geschrieben von Patrick Lindthaler am 18. Nov 2011
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18 Nov

Arbeitsgruppe “Politik” erarbeitet Grundlagen für Empfehlungen an die Regierungschefs beider Länder


Unter der Überschrift „Zukunft und Perspektiven der deutsch-koreanischen Beziehungen im Kontext der jeweiligen und globalen Integration“ erarbeiteten die Mitglieder der Arbeitsgruppe Deutsch-koreanische Kooperation im Bereich Politik Vorschläge für ein zukünftiges gemeinsames politisches Vorgehen. Den Vorsitz der Arbeitsgruppe hatte unter anderem Stefan Müller MdB (Vorsitzender der Deutsch-Koreanischen Parlamentariergruppe des Deutschen Bundestages) inne.

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Professor Lee Yong Wook (Associate Professor, Politische Wissenschaften und Internationale Beziehungen, Korea University) und Dr. Bernd Seliger (Leiter der Hanns-Seidel-Stiftung, Seoul) erörterten die Vorschläge der Arbeitsvorschläge im Detail. Wesentlich sei, dass Deutschland und Korea gemeinsam Herausforderungen annehmen und angehen, z.B. im Bereich der demographischen Herausforderungen, die beide Länder betreffen. Außerdem wurde vereinbart, dass sich beide Länder bzgl. der Rolle Chinas künftig noch enger abstimmen.

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Hinsichtlich des Verhältnisses zu Nordkorea erklärten beide Berichterstatter, dass kreative Lösungen in Zusammenarbeit mit Deutschland gewünscht seien. Ziel sei die Einbindung verantwortlicher Politiker Nordkoreas in Foren und Diskussionsrunden. Man sei sich gleichzeitig einig, dass in den Beziehungen mit Nordkorea Aggressivität inakzeptabel sei. Des Weiteren werde eine engere Zusammenarbeit insgesamt angestrebt, z.B. sicherheitspolitisch, entwicklungspolitisch und wirtschaftspolitisch (bilateral und in internationalen Gremien). Die Berichterstatter betonten, dass künftig insbesondere auch neue soziale Bewegungen in beiden Ländern verstärkt in den Fokus der Bemühungen zur Erreichung eines gesellschaftlichen Konsenses gerückt werden sollen.

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Geschrieben von Patrick Lindthaler am 18. Nov 2011
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18 Nov

Internetmagazin des Deutschen Bundestages berichtet über das X. Deutsch-Koreanische Forum 2011 in Berlin


Auf seinem Internetmagazin berichtet der Deutschen Bundestages über die Tagungen und Beratungen das X. Deutsch-Koreanische Forum 2011 in Berlin. Die Arbeitssitzungen des Forums finden im Europasaal und den Ausschusssälen des Deutschen Bundestages im Paul-Löbe-Haus statt.

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Zur Berichterstattung des Deutschen Bundestages gelangen Sie HIER.


Geschrieben von Patrick Lindthaler am 18. Nov 2011
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17 Nov

3. Arbeitssitzung des Deutsch-Koreanischen Forums diskutiert Wirtschaftskooperationen


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„Perspektiven und wirtschaftliche Zusammenarbeit im Hinblick auf Energieversorgung und -sicherheit sowie Innovationsfähigkeit“ lautete das zweite Thema, das im Rahmen des X. Deutsch-Koreanischen Forums erörtert wurde. Dr. Lee Tae Yong (Wissenschaftler, Energy Economics Institute) und Herr Holger von Hebel (Vorstandsvorsitzender, Bosch Solar Energy AG) berichteten zum Thema und skizzierten aktuelle Entwicklungen.

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Dr. Lee stellte gleich zu Beginn seines Statements fest, dass Energie ein Schlüsselfaktor für die Sicherheit eines Landes sei, ein große Rolle bei diplomatischen Beziehungen spiele und insgesamt einen großen Einfluss auf die Entwicklung der Erde habe. Bei schrumpfenden Energiereserven und steigendem, weltweitem Energiebedarf sei das Thema Energie auch eine Frage der Sicherheitspolitik. Beispielhaft führte Herr Dr. Lee einen Konflikt zwischen Japan und China an, bei dem es um eine Inselkette gehe, die beide Länder beanspruchten. Zuletzt mündete dieser Konflikt in die Festnahme chinesischer Seeleute durch japanische Sicherheitskräfte, was durch China mit einem Exportstop von sogenannten Seltenen Erden beantwortet wurde. Außerdem führte Herr Dr. Lee die Reisen chinesischer Spitzenpolitiker in Afrika für die Erschließung von Energieressourcen an.

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Gemäß den Ausführungen von Dr. Lee versorge sich Korea lediglich in Höhe von 3% seines Energiebedarfes selbst mit Energie. 30% des Handelsvolumens beliefen sich auf die Energieversorgung des Landes. Für Deutschland hielt Dr. Lee fest, dass sich der Anteil an Primärenergieträgern von 75% in der Nachkriegszeit auf 55% im Jahr 1990 reduzierte und weiter sinke. Dies sei auf das in Korea bekannte Energiekonzept der deutschen Bundesregierung zurückzuführen, nachdem Deutschland einerseits die Erneuerbaren Energien auf bis zu 80% im Jahre 2050 ausbauen will und andererseits im Rahmen der Energieeffizienzbemühungen Energie einspart, z.B. mit dem Niedrigenergiehaus. Korea als auch Deutschland hätten ähnliche Voraussetzungen bzgl. der Ausstattung mit Energieressourcen. Beide Länder würden auch sonst viele Parallelen aufweisen. Dr. Lee hielt fest, dass Deutschland Strategien und Technologien habe, die in Verbindung mit koreanischem IT-Know-how zu erfolgreichen Lösungen führen könnte, z.B. im Bereich der Smart-Grids, der intelligenten Netze. Durch gemeinsame Projekte könnten beide Länder zusammen vorangehen. Da Deutschland auch über erhebliches Technologie-Know-how im Steinkohleverstromungs- und –verflüssigungsbereich habe und dem Energieträger Steinkohle für eine längere Übergangszeit künftig wieder eine steigende Attraktivität zugeschrieben werde, hofft Korea auch in diesem Bereich auf eine Zusammenarbeit beider Staaten.
Des weiteren berichtet Herr Dr. Lee, dass Korea nun einen neuen Weg auch und insbesondere technologisch gehe. Korea bewegt sich weg vom Nachahmungsmodell hin zu mehr selbstgetriebener Innovation, insbesondere im IT-Bereich. Jedoch stehe vor diesem Hintergrund auch Korea vor großen (gesellschaftlichen) Herausforderungen, so würden Produkt- und Technologielebenszyklen immer kürzer und Fachkräfte knapp, denn die großen Unternehmen des Landes saugen Experten wie ein trockener Schwamm auf.

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Herr von Hebel erörterte in seinem Vortrag die aktuelle energiepolitische Entwicklung in Deutschland und skizzierte zudem die momentane Situation im Bereich der Erneuerbaren Energien.

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Gleich zu Beginn konstatiert er, dass eine verlässliche und bezahlbare Energieversorgung aus Erneuerbaren Energien sich nicht ausschließe. Im Folgenden stellte er die Steigerung des Anteils erneuerbarer Energien über 30% in 2030 bis auf über 80% in 2050 (Strom knapp 100%). Mittelfristig konkurrierten die Erneuerbaren Energien aber noch mit den herkömmlichen Energien. Nachhaltigkeit und akzeptable Kosten müssen erreicht werden. Die in diesem Zusammenhang wichtige Netzparität bei Haushaltsstrom könne aber in 2013 erreicht werden.

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Die Dynamik der Technologieentwicklung im Bereich der Erneuerbaren Energien sei groß. Dies wirke sich gemäß Herrn von Hebel final auch positiv auf die Gestehungskosten aus. Jedoch gäbe es noch einen großen Forschungs- und Entwicklungsbedarf für (stationäre) Energiespeicher. So könnten Netze entlastet und Energie aus Erneuerbaren Energien sinnvoll gespeichert – und damit besser verfügbar gemacht – werden. Energiespeichersysteme könnten Chancen für beide Länder bedeuten. Voraussetzung dafür sei das Internet der Dinge in Verbindung mit intelligenter Sensorik, um so das Internet der Energie schaffen zu können. Zukünftig werde es nach Herrn von Hebel im Energiebereich keine allgemeinen Lösungen sondern eine große Technologievielfalt geben.

Im Fazit stellt Herr von Hebel fest, dass für eine erfolgreiche Umsetzung einer neuen Energiegesellschaft – auf Basis Erneuerbarer Energien – ein gesellschaftlicher Konsenz und ambitionierte politische Vorgaben wesentlich sind.


Geschrieben von Thomas Konhäuser am 17. Nov 2011
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