Allgemein International
Gedenkfeier zum 70. Jahrestag der Deportation der Rumäniendeutschen in die ehemalige Sowjetunion
8. März 2015
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Denkmal „in Memoriam“ vor dem Adam-Müller-Guttenbrunn-Haus

In Temeswar findet heute Festsaal des Adam-Müller-Guttenbrunn-Hauses die Gedenkfeier zum 70. Jahrestag der Deportation der Rumäniendeutschen in die ehemalige Sowjetunion statt. Im Anschluss wird das Denkmal „in Memoriam“ vor dem Adam-Müller-Guttenbrunn-Haus eingeweiht.

Anwesend ist auch der Beauftragte der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Hartmut Koschyk MdB. In seinem Grußwort erklärte Bundesbeauftragter Koschyk, dass es für das friedliche Zusammenleben der Völker Europas notwendig sei, auch über die dunklen Seiten der Geschichte zu sprechen. „Das mit dem Nationalsozialismus verbundene unvorstellbare Unrecht und Leid ist untrennbar mit der deutschen Geschichte verbunden. Wir Deutsche werden dieses Unrecht und dieses Leid niemals vergessen und bleiben uns der fortdauernden Verantwortung bewusst! Es ist aber auch eine Frage der Menschlichkeit, dass das Leid und Unrecht, das Millionen Deutsche durch Vertreibung und Deportation erlitten haben, anerkannt und gewürdigt wird“, so Bundesbeauftragter Koschyk.

Das Denkmal „In Memoriam“ verbinde für uns Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Damit verknüpft sei ein eindeutiger Auftrag an Politik und Gesellschaft. „Die Ächtung von Vertreibung und Deportation sowie der Schutz von Minderheiten haben sich nicht durch Zeitablauf erledigt. Sie sind uns gerade heute und in Zukunft Verpflichtung und Auftrag. Wir alle müssen wachsam sein, dass Vertreibungen und Deportationen als politisches Instrument geächtet und als Menschenrechtsverletzung angeprangert werden – zu jeder Zeit und an jedem Ort. Das ist eine wichtige Botschaft für nachkommende Generationen! Gerade in Anbetracht der aktuellen Geschehnisse in der Ukraine, einem unmittelbaren Nachbarland der Europäischen Union, der vielen Krisenherde in der Welt und der europäischen Geschichte des letzten Jahrhunderts darf der Frieden, der in Europa herrscht, nicht als etwas Selbstverständliches gesehen werden. Wir wollen aus diesem Bewusstsein neue Impulse für die Gestaltung unserer gemeinsamen europäischen Zukunft gewinnen“, so Bundesbeauftragter Koschyk.

Zum Grußwort von Bundesbeauftragten Koschyk gelangen Sie hier.

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