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Rotary-Club Fränkische Schweiz Wiesenttal feiert Humboldt-Geburstag mit Vortragsveranstaltung
17. September 2026
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Carsten Kissinger begeisterte mit seinem Vortrag das Publikum im Saal in Heiligenstadt sowie die per Zoom zugeschalteten Zuhörer

Genau am Tag des 257. Geburtstag Alexander von Humboldts lud der Rotary-Club Fränkische Schweiz – Wiesenttal zu einem Vortrag über „Alexander von Humboldt und die Fränkische Schweiz“ nach Heiligenstadt ein.

Hierzu konnte Clubpräsident Jürgen Fiedler den Vorsitzenden des Alexander von Humboldt-Kulturforums Franken e.V., Hartmut Koschyk, sowie den Landeshistoriker Carsten Kissinger begrüßen, der sehr engagiert für das Humboldt-Kulturforum verschiedene Publikationen veröffentlicht hat und sich mit Humboldts Aufenthalten in der Fränkischen Schweiz eingehend beschäftigt hat.

Präsident Fiedler freut sich auch, Austauschschüler aus Kolumbien und Italien willkommen zu heißen, deren Gastaufenthalt am Gymnasium Ebermannstadt der Rotary-Club Fränkische Schweiz – Wiesenttal unterstützt hat.

Hartmut Koschyk stellte die Ziele und Aufgaben des Alexander von Humboldt- Kulturforums Franken vor, das seit nahezu 20 Jahren das Wirken des Universalgelehrten von 1792 bis 1797 in Franken beleuchtet. Gemeinsam mit seinem Historikerkollegen Michael Kaczmarski habe Carsten Kissinger drei Handreichungen für oberfränkische Grund- und Förderschulen, Real- und Mittelschulen sowie für Kindertagesstätten herausgegeben, um Kinder und Jugendliche an das Leben und Wirken Alexander von Humboldts, insbesondere an seine an seine „fränkischen Jahre“, heranzuführen. Das Publikum in Heiligenstadt zeigte sich von den ausgelegten Publikationen sehr beeindruckt.

Carsten Kissinger erläuterte das geschichtliche Umfeld, in dem der junge Alexander von Humboldt 1792 nach Franken kam. Die Markgrafschaft Ansbach-Bayreuth wurde nach der Abdankung des letzten Markgrafen in das Königreich Preußen eingegliedert und Alexander von Humboldt sollte als junger Bergbau-Experte den am Boden liegenden Bergbau zu neuem Schwung verhelfen.

Auch die Publikationen des Humboldt-Kulturforums Franken stießen bei der Veranstaltung des Rotary-Clubs Fränkische Schweiz – Wiesenttal auf reges Interesse

Von seinem Dienstsitz Bayreuth aus reiste Humboldt durch die heutige Fränkische Schweiz, des Öfteren nach Ansbach, wo sein Dienstherr Karl August von Hardenberg residierte.

Humboldt hatte in bereits damals  existierenden Publikationen von der reichen Höhlenlandschaft in der Region gehört, die damals das „Muggendorfer Gebirg“ genannt wurde. Von den Höhlen war er sehr beeindruckt und untersuchte ihre geologische und botanische Beschaffenheit. Dabei erkannte er Ähnlichkeiten mit der Jura-Region in der französischen Schweiz und benannte die Region als „fränkischen Jura“. Da der junge Humboldt bereits über ein weitläufiges Netzwerk verfügte, fanden  seine Berichte über die Region und ihre Höhlen eine große Verbreitung. Auch nach seinem Fortgang aus Franken tauchten das „Muggendorfer Gebirg“ und die Höhlen der Region immer wieder in Publikationen Humboldts auf, da er ähnliche Landschaften und Höhlen auf seinen Reisen mit denen in Franken verglich.

Carsten Kissinger präsentierte zahlreiche Veröffentlichungen in englischer, französischer und spanischer Sprache, in denen Humboldt die Namen von Höhlenstandorten des “Muggendorfer Gebirgs“ gleichsam weltweit bekannt gemacht hat. Die schriftlichen Zeugnisse wertete Kissinger aber auch als Beleg dafür, dass sich Alexander von Humboldt bis zu seinem Lebensende der Landschaft, Geologie und Botanik  des „Muggendorfer Gebirgs“ eng verbunden fühlte. Er bezeichnete Alexander von Humboldt als einen frühen Freund der Fränkischen Schweiz.

Dem Vortrag Carsten Kissingers schloss sich eine intensive Diskussion an, die deutlich machte, auf welch starkes Interesse das Thema gestoßen war.

Zum Dank überreichte Club-Präsident Fiedler dem Referenten Carsten Kissinger und dem Forums-Vorsitzenden Hartmut Koschyk eine Auswahl kulinarischer Spezialitäten aus der Fränkischen Schweiz.

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Sebastian Machnitzke

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