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9. Deutsch-Koreanisches Forum in Incheon / Songdo: Wo stehen Deutschland und Korea heute?
5. November 2010
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Zusammenfassung von: Bankbevollmächtigter Robert Kliche, Bayerische Landesbank, Abteilung Nachhaltigkeitsmanagement und Zukunftsmärkte, der in Incheon /Songdo am 9. Deutsch-Koreanischen Forum teilnimmt.

„Wo stehen Deutschland und Korea heute?“ war die erste Frage, die auf dem Programm des Deutsch-Koreanischen Forums erörtert wurde. Hierzu gaben Herr Kim Hak Joon (Berater Dong-A Ilbo) für Korea und Herr Dr. Theo Sommer (Editor-at-Large, DIE ZEIT) für Deutschland einen Überblick.

Neben der sich seit Jahren gut entwickelnden koreanischen Wirtschaft und dem erst kürzlich unterzeichneten Freihandelsabkommen zwischen Korea und der Europäischen Union, ging Herr Kim Hak Joon insbesondere auch auf die außen- und innenpolitische Lage seines Landes ein. So spielen insbesondere die Wahlen in 2012 in China, Rußland, den USA und Korea selbst eine wesentliche Rolle für die weitere Entwicklung Koreas. Aktuell wird die Innenpolitik Koreas vom Thema „Wohlstand“ bestimmt. Damit unmittelbar verbunden ist die Gefahr einer populistischen Debatte, die die bevorstehende Wahl beeinflussen kann. Daneben sind die Entwicklungen in Nordkorea entscheidend für den Ausgang der Präsidentschaftswahlen Südkoreas. Diese Entwicklungen in Nordkorea sind jedoch eher schwer vorhersehbar und werden u.a. durch die Machtübergabe von Kim Yong-Il auf Kim Yong-Un sowie die Rolle Chinas bestimmt.

Herr Dr. Sommer stellt die aktuelle Situation in Deutschland anhand von drei Schwerpunkten dar: Wirtschaft, innenpolitischer Zustand, Rolle Deutschlands in der Welt sowie in der EU. Dabei skizziert er eine erfreuliche Entwicklung der wirtschaftlichen Lage, gibt aber auch die nicht durchweg erfreuliche Entwicklung des innpolitischen Zustands – insbesondere die Entfremdung zwischen deutscher Bevölkerung und Politik – zu bedenken (Stichwort Stuttgart 21 etc.). Die Rolle Deutschlands in der Welt bezeichnet Herr Dr. Sommer als zuverlässig und berechenbar. Auch wenn Deutschland in der Weltpolitik keine tiefen Fußspuren hinterlässt, so kann doch der kürzlich erlangte Sitz Deutschlands im UN-Sicherheitsrat sowie die Erfolge auf europäischer Ebene, insbesondere der auf den Weg gebracht Krisenmechanismus für in Schieflage geratene Staaten des Euro-Raumes, hervorgehoben werden.

Im Anschluss an die Vorträge diskutierten die Teilnehmer des Forums die aktuelle Situation, insbesondere wurden sich auftuenden Fragen zu Nordkorea sowie die Rolle Chinas in diesem Zusammenhang aus verschiedenen Blickwickwinkeln betrachtet. Eine Antwort auf die Frage, ob Unterstützungsleistungen – z.B. im Rahmen von Lebensmittellieferungen – für Nordkorea dem Regime in Pjöngjang eher dienlich sind oder nicht, blieb offen.

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