Allgemein Für Deutschland
Ausbau der Kooperation mittelständischer Wirtschaftsunternehmen Deutschlands und Kolumbiens im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung
30. April 2013
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Wirtschaften müsse heute so gestaltet werden, dass es auf ökologische Erfordernisse Rücksicht nimmt, schonend mit den Ressourcen umgeht und bilaterale Kooperationen nachhaltig angelegt sind. Dr. Christian Ruck, stv. Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, sieht Kolumbien auf dem Weg zu einer guten Entwicklung im Sinne nachhaltigen Wirtschaftens. Die dynamische Entwicklung der Volkswirtschaft Kolumbiens sei eng mit dem Erfolg des Friedensdialoges verknüpft. Nachholbedarf habe Kolumbien im Bereich seiner Infrastruktur und der nachhaltigen Förderung seines Rohstoffreichtums. Im Bereich von Forschung und Entwicklung sowie im Bereich der beruflichen Bildung ergeben sich vielfältige Ansätze für eine intensivere Zusammenarbeit in Deutschland, so Ruck. Gerade auch im touristischen Bereich sieht der CSU-Entwicklungsexperte ein starkes Entwicklungspotenzial für mittelständische Unternehmer.

Auf dem Podium disktuierten (von links):Cornelius Thor (DEG- Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH, Köln), Prof. Dr. Torsten Eymann, Direktor des Betriebswirtschaftlichen Forschungszentrums für Fragen der mittelständischen Wirtschaft e.V. an der Universität Bayreuth (BF/M), Rosario Córdoba, Präsidentin der Wettbewerbskommission (Consejo Privado de Competitividad), Dr. Christian Ruck (Mitglied des Deutschen Bundestages, stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion im Bereich Umwelt- und Entwicklungspolitik) und Prof. Dr. David Stadelmann (Universität Bayreuth).

Ruck begrüßte das Freihandelsabkommen zwischen der EU und Kolumbien sowie Peru. Daraus ergeben sich auch Entfaltungsmöglichkeiten für den deutschen Mittelstand in Kolumbien. Auch der Pazifik-Pakt zwischen Kolumbien und weiteren Nachbarstaaten der Region werden dem Mittelstand zugute kommen. Die geostrategische Lage Kolumbiens zwischen den Welten des Atlantik und des Pazifik könne das Land zu einer Handelsdrehscheibe Lateinamerikas entwickeln.

Rosario Córdoba, Präsidentin der Wettbewerbskommission Kolumbiens, machte deutlich,
dass Kolumbien bei der Entwicklung seiner Wirtschaft auf das deutsche Mittelstandsmodell setzt. Die Regierung setze sehr auf die nachhaltige Entwicklung der regionalen Wirtschaft. Dazu wurden politische Kompetenzen von der Zentralregierung auf die regionalen Körperschaften verlagert. Die Regionen sollen eigenständig die aus ihrer Sicht förderungswürdigen Wirtschaftssektoren entwickeln. Dabei sollen besonders mittelständische Wirtschaftsstrukturen gestärkt werden. Zur Steigerung der Produktivität der kleinen und mittleren Unternehmen wolle die kolumbianische Regierung deren Innovationsfähigkeiten durch Forschung und Entwicklung sowie deren Finanzierungsmöglichkeiten durch Förderbanken stärken. Auch der Aus- und Fortbildung im beruflichen Bereich räume die kolumbianische Regierung hohe Priorität ein.

Prof. Dr. David Stadelmann von der Universität Bayreuth konstatierte der kolumbianischen Volkswirtschaft eine dynamische Entwicklung in den letzten Jahren mit einem erheblichen Wachstumspotenzial, wodurch sich auch die Exportchancen für die deutsche mittelständische Wirtschaft verbessert hätten. Die ökonomischen Rahmenbedingungen in Kolumbien seien besser entwickelt als in anderen Staaten Lateinamerikas. Dies gelte auch für Fragen der Rechtssicherheit.

Cornelius Thor von der Deutschen Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG), ein KfW-Tochterunternehmen, bestätigte ebenfalls der kolumbianischen Wirtschaft erhebliches Entwicklungspotenzial. Dies liege vor allem in der Rohstoffförderung, der gewerblichen Wirtschaft und der Konsumgüterindustrie. Die politische und rechtsstaatliche Stabilität in Kolumbien habe sich hervorragend entwickelt. Der Pazifik-Pakt werde die Entwicklungsmöglichkeit für die mittelständische Wirtschaft weiter verbessern. Verbesserungsnotwendigkeit sieht Thor im Bereich einer sicheren und preislich attraktiven Energieversorgung. Daher unterstütze die DEG auch Investitionen im Energiesektor in Kolumbien. Wenn deutsche Unternehmen bei Investionen in Kolumbien auch Ausbildungskapazitäten im Bereich der beruflichen Bildung schaffen, könne dies ebenfalls durch die DEG gefördert werden.

In der von Prof. Dr. Torsten Eymann, dem Direktor des Betriebswirtschaftlichen Forschungszentrums für Fragen der mittelständischen Wirtschaft an der Universität Bayreuth geleiteten Diskussion wurden auch Kooperationsmöglichkeiten gerade für oberfränkische Unternehmen mit der kolumbianischen Wirtschaft aufgezeigt.

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