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Bayerische Kultur und Lebensart: Koschyk und Fahrenschon stellten in München Sonderbriefmarke „200 Jahre Oktoberfest“ vor
8. September 2010
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Zusammen mit dem bayerischen Finanzminister Georg Fahrenschon hat der Parlamentarische Staatssekretär Hartmut Koschyk am Mittwoch in München die neue Sonderbriefmarke „200 Jahre Oktoberfest“ vorgestellt. Die von dem Berliner Graphiker Michael Kunter entworfene Marke zeigt mehrere Figuren in bayerischer Tracht auf einem traditionellen Karussell. Das Postwertzeichen soll an die Hochzeit des Kronprinzen Ludwig, des späteren Königs Ludwig I., mit Prinzessin Therese von Sachsen-Hildburghausen am 12. Oktober 1810 erinnern. Dieses Datum gilt als Geburtsstunde des heute weltweit bekannten Münchner Oktoberfestes.

Oktoberfest-Marke jpg. (32)Die neue Sonderbriefmarke „200 Jahre Oktoberfest“
stellten der Parlamentarische Staatssekretär Hartmut Koschyk (links)
und der bayerische Finanzminister Georg Fahrenschon
in München der Öffentlichkeit vor.

Oktoberfest-Marke jpg. (200)

Schon damals wurden die Feierlichkeiten als „Volksfest“ bezeichnet, die allerdings nicht wie heute ganze zwei Wochen, sondern nur wenige Tage bis zum 17. Oktober 1810 dauerten. Den Abschluss der Hochzeit bildete damals ein Pferderennen auf einer Wiese vor den Toren Münchens, die zu Ehren der Braut „Theresens-Wiese“ getauft wurde. Durch den Beschluss, das publikumswirksame Pferderennen im folgenden Jahr zur gleichen Zeit zu wiederholen, war die Tradition der „Oktober-Feste“ entstanden. Heute gilt das Fest der Landeshauptstadt München als größtes Volksfest der Welt.

Oktoberfest-Marke jpg. (83)

„Das Oktoberfest steht für bayerische Kultur und Lebensart, seine Bedeutung reicht aber weit über Bayern und Deutschland hinaus“, sagte Staatssekretär Koschyk bei der Präsentation der Marke. Im Sinne von Laptop und Lederhose schließen sich auch beim Oktoberfest High-Tech-Fahrgeschäfte und nostalgische Karussells nicht aus, was entscheidend zum großen internationalen Erfolg der Wiesn beitrage. Trotz all dem Kommerz sei das Münchner Oktoberfest noch immer etwas ganz besonderes, so Finanzminister Fahrenschon. Er sprach von der ungebrochenen Faszination der Wiesn, die sich in der Farbenpracht der neuen Sondermarke widerspiegle.

Oktoberfest-Marke jpg. (90)

Deshalb sei diese Marke auch weit mehr als ein Postbeförderungszeichen, so der Münchner Wiesn-Stadtrat Helmut Schmidt. Die Briefmarke setze ein Zeichen für die Ewigkeit und spiegle den „Zauber der Wiesn“ hervorragend wider. Das fand auch Richard Süßmeier, ehemaliger Sprecher der Wiesn-Wirte. Er freute sich über die dominierenden Farben weiß und blau und erkannte in den dargestellten Figuren unter anderem das Münchner Kindl, eine Wiesn-Bedienung, einen Blasmusiker und den Münchner Oberbürgermeister wieder.

Sonderbriefmarke 200 Jahre Oktoberfest

Die Tatsache, dass ausgerechnet ein Berliner Graphiker die Oktoberfest-Sondermarke entworfen hatte, nahmen alle Beteiligten mit Humor. Auch das bekannte Stimmungslied „In München steht ein Hofbräuhaus“ stamme aus der Feder eines Berliner Komponisten, gab Staatssekretär Koschyk zu bedenken. Darüber hinaus hatte der Graphiker Michael Kunter auch die überaus erfolgreiche Sonderbriefmarke zum 125. Geburtstag von Karl Valentin entworfen.

Oktoberfest-Marke jpg. (122)

Die Sonderbriefmarke „200 Jahre Oktoberfest“ hat einen Wert von 55 Cent und ist in einer Auflage von 7,1 Millionen Stück erschienen.

Weitere Bilder von der Briefmarkenvorstellung finden Sie HIER.

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