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BdV-Jahresempfang in der Katholischen Akademie mit Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel
10. April 2014
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BdV-Präsidentin Erika Steinbach MdB, der frühere Bundestags- und Europaabgeordnete (Bündnis 90/Die Grünen) Milan Horáček, Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel MdB, der Präsident der Bundesversammlung der Sudetendeutschen Landsmannschaft Reinfried Vogler und Bundesbeauftragter Hartmut Koschyk MdB

In Berlin fand in der Katholischen Akademie der traditionelle Jahresempfang des Bundes der Vertriebenen (BdV) statt. Im Beisein von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel wurde der Historiker und Journalist, Professor Dr. Guido Knopp, mit der Ehrenplakette des Bundes der Vertriebenen ausgezeichnet. Durch seine Dokumentationen fand ein Millionenpublikum den Zugang zur jüngsten Deutschen Geschichte. Beim BdV-Jahresempfang war auch der Beauftragte der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Hartmut Koschyk MdB, zugegen.

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BdV-Präsidentin Erika Steinbach MdB, der Bundesvorsitzende des Verbandes der Siebenbürger Sachsen in Deutschland und BdV-Vizepräsident Dr. Bernd Fabritius MdB,  Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel MdB,  der Bundesvorsitzende der Landsmannschaft Schlesien, Stephan Rauhut, Bundesbeauftragter Hartmut Koschyk MdB und der Vorsitzende des BdV- Landesverbandes Niedersachsen und BdV-Präsidiumsmitglied  Oliver Dix

Die Präsidentin des Bunde der Vertriebenen, Erika Steinbach MdB, verwies darauf, dass Vertriebene, Aussiedler und Spätaussiedler Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg nachhaltig geprägt haben. Trotz zahlloser Widrigkeiten konnten die Heimatvertriebenen in allen Lebensbereichen Fuß fassen. Ob in der Wirtschaft, Wissenschaft, Politik, Kirche, in der Kultur oder beim Sport: die Heimatvertriebenen prägten den Aufbau Deutschlands und gestalteten Politik mit. Der BdV wolle mit seinem Leitwort 2014 „Deutschland geht nicht ohne uns“ ein Fenster öffnen und den Blick auf den kreativen Beitrag der Vertriebenen und ihrer Nachkommen zur Entwicklung Deutschlands lenken. „Denn wer genau hinsieht erkennt: Deutschland geht nicht ohne uns!“, so BdV-Präsidentin Steinbach.

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Bundeskanzlerin Angela Merkel erklärte, sie wolle sich für eine rasche Fertigstellung des Dokumentationszentrums für Flucht, Vertreibung und Versöhnung einsetzen. Das Zentrum sei ein wichtiger Ort, um Geschichts- und Verantwortungsbewusstsein für die Zukunft zu schärfen. Das Jahresmotto des Bundesverbandes der Vertriebenen (BdV) „Deutschland geht nicht ohne uns“ rege zum Nachdenken über die eigene Identität, über unsere Geschichte und auch über unsere heutige Realität an. Flucht und Vertreibung seien Teil unserer Geschichte. In Deutschland leben Millionen Menschen, die entweder selbst flüchten mussten, vertrieben wurden oder Angehörige jener sind, die dieses Schicksal erlitten haben. Herkunft und Geschichte der Familie, aber auch das Erlebte und die oftmals leidvollen Erfahrungen hinterlasse immer Spuren. „Wir alle wissen: Verdrängen hilft da überhaupt nicht“ so die Bundeskanzlerin.

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Der Bundesvorsitzende der Ost- und Mitteldeutsche Vereinigung der CDU/CSU und BdV-Vizepräsident Helmut Sauer MdB a.D., Bundesbeauftragter Hartmut Koschyk MdB und der Bundesvorsitzende der Landsmannschaft Schlesien, Stephan Rauhut

In der ehemaligen DDR sei das Vertreibungsschicksal jahrzehntelang tabu gewesen. „Erst nach dem Fall der Mauer vor 25 Jahren konnten die Vertriebenen auch im Osten unseres Landes und damit in ganz Deutschland endlich offen und öffentlich über ihre schrecklichen Erfahrungen sprechen.“ Daher sei Erinnerung auch in der Öffentlichkeit angemessen Raum zu geben. „Dies bedeutet, Erlebtes zu benennen, ohne es gegeneinander aufzurechnen. Denn an das Leid des einen zu erinnern, heißt keineswegs, das Leid des anderen zu vergessen. Dabei wissen wir ganz genau, dass das Leid, das Deutschland mit dem Zweiten Weltkrieg und dem Holocaust über Millionen Menschen gebracht hat, zum Ende des Krieges letztlich auf uns Deutsche zurückschlug. Wir verwechseln Ursache und Wirkung nicht. Gedenken im Geiste der Versöhnung nimmt beides in den Blick“, stellte Bundekanzlerin Merkel klar.

Preisträger

In Ihre Begründung zur Auszeichnung von Professor Dr. Guido Knopp mit der Ehrenplakette des Bundes der Vertriebenen erklärte BdV-Präsidentin Erika Steinbach, dass insbesondere seine Filmreihe über Flucht und Vertreibung der Deutschen auf eine enorme Resonanz stieß: über 6 Millionen Zuschauer nahmen Anteil am Leid der Vertriebenen. In seinen Dokumentationen fesseln die Berichte der Überlebenden des Untergangs der Gustloff ebenso wie die traumatischen Erzählungen vergewaltigter Frauen. Professor Dr. Knopp schuf mit seinen Filmen Empathie für das Schicksal der Vertriebenen in einem nie gekannten Ausmaß, so BdV-Präsidentin Erika Steinbach.

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MinDir. Dr. Michael Wettengel (Abteilungsleiter im Bundeskanzleramt), Bundesbeauftragter Hartmut Koschyk MdB, der Vorsitzende der Gruppe der Vertriebenen, Flüchtlinge und Aussiedler der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Klaus Brähmig MdB, der Präsident der Stiftung Deutsche Kultur im östlichen Europa – OKR, Klaus Weigelt und Hartmut Gassner (früherer Vertriebenenabteilungsleiter im BMI)

Gruppe 2

Der Bundesvorsitzende des Verbandes der Siebenbürger Sachsen in Deutschland und BdV-Vizepräsident Dr. Bernd Fabritius MdB,  Bundesbeauftragter Hartmut Koschyk MdB und der Vorsitzende des BdV- Landesverbandes Niedersachsen und BdV-Präsidiumsmitglied  Oliver Dix 

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Gemeinsam mit Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière MdB

Steinbach

Zum Redebeitrag von Bundekanzlerin Dr. Angela Merkel gelangen Sie hier.

Zum Redebeitrag von BdV-Präsidentin Erika Steinbach gelangen Sie hier.

Zur Erklärung von BdV-Präsidentin Erika Steinbach anlässlich der Verleihung der BdV-Ehrenplakette an den Historiker und Journalisten Professor Dr. Guido Knopp gelangen Sie hier.

Eine Pressemitteilung von Bundesbeauftragten Koschyk im Vorfeld zum BdV-Jahresempfang finden Sie hier.

Weitere Fotos vom BdV-Jahresempfang finden Sie hier.

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