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Botschafterin für die Region / Landtagswahl: Gudrun Brendel-Fischer geht für die Bayreuther CSU ins Rennen um das Direktmandat
3. November 2012
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Die bisherige Kulmbacher Landtagsabgeordnete Gudrun Brendel-Fischer wird bei den Landtagswahlen 2013 für die CSU als Direktkandidatin für den neuen Stimmkreis Bayreuth antreten. Die 53-jährige Seminarleiterin für die Fachlehrerausbildung in Oberfranken, die seit 2007 dem Bayerischen Landtag angehört, setzte sich bei der Delegiertenversammlung am Samstag mit 57 zu 39 Stimmen gegen Bayreuths 2. Bürgermeister Thomas Ebersberger (55) durch.


Der Vorsitzender des CSU-Kreisverbandes Bayreuth Land und Parlamentarische Staatssekretär Hartmut Koschyk, die CSU-Direktkandidatin für den neuen Stimmkreis Bayreuth Gudrun Brendel-Fischer, Bezirkstagskandidat Dr. Stefan Specht und der Vorsitzende des Kreisverbandes Bayreuth-Stadt und frühere Oberbürgermeister Michael Hohl (von links).


Ebersberger war vom CSU-Kreisverband Bayreuth-Stadt, Brendel-Fischer vom CSU-Kreisverband Bayreuth-Land nominiert worden. Zu den Fürsprechern Ebersbergers gehörten der bisherige Landtagsabgeordnete Walter Nadler (66), der nach 19 Jahren im Landtag aus Altersgründen bei der Wahl 2013 nicht mehr antritt, und der frühere Bayreuther Oberbürgermeister Michael Hohl. Für Brendel-Fischer hatte der Parlamentarische Finanzstaatssekretär und Vorsitzende des Kreisverbandes Bayreuth-Land Hartmut Koschyk das Wort ergriffen.
„Wir können nicht ständig mehr Frauen fordern und dann einer bewährten, engagierten Frau verwehren, in dem Stimmkreis zu kandidieren, in dem sie lebt“, sagte Koschyk. Brendel-Fischer habe sich außerdem gegen die Mehrheit ihrer Fraktion gegen die Stimmkreisreduzierung in Oberfranken entschieden zur Wehr gesetzt und bei der entscheidenden Abstimmung dagegen ausgesprochen. Koschyk erinnerte auch daran, dass Brendel-Fischer bei den zurückliegenden Landtagswahlen zum ersten Mal das Direktmandat des Stimmkreises Kulmbach für die CSU erringen konnte. Damit habe sie bewiesen, dass sie Wahlen gewinnen kann, so Koschyk, der Brendel-Fischer große Kompetenz und ein hohes Engagement bescheinigte.


Ihr Ziel sei es, Botschafterin für ganz Oberfranken zu sein, sagte Brendel-Fischer in ihrer Antrittsrede. Ihr Einsatz für die Genussregion gehöre genauso dazu, wie immer wieder auf die Stärken der Region und die überschaubaren Strukturen hinzuweisen. Eine Region könne nur dann stark sein, wenn sich die Menschen verbünden und für ihre Heimat tätig werden, sagte die Abgeordnete und nannte als erfolgreiches Beispiel die Technologieallianz der oberfränkischen Hochschulen und Universitäten. Im Wahlkreis gehe es ihr vor allem darum, die vorhandenen Behördenarbeitsplätze in der Stadt Bayreuth zu sichern und weitere Kooperationen der Kommunen im Landkreis anzustoßen. „Die Zeit des Kirchturmdenkens muss endgültig der Vergangenheit angehören“, sagte Brendel-Fischer und warb unter anderem für ein neues Radwegenetz, das künftig Oberfranken und die Oberpfalz verbinden soll.


Gudrun Brendel Fischer ist verheiratet und hat zwei erwachsene Töchter. 1998 war sie erstmals als Listenkandidatin bei der Landtagswahl angetreten, Anfang 2007 rückte sie für Henry Schramm nach, der damals zum Kulmbacher Oberbürgermeister gewählt wurde. Bei den Landtagswahlen 2008 erreichte sie das Direktmandat für den Wahlkreis Kulmbach. Seitdem ist sie Mitglied im Ausschuss für Arbeit und Soziales, Mitglied im Ausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten sowie Vorsitzende der Arbeitsgruppe Frauen der CSU-Landtagsfraktion. Brendel-Fischer war in den 1980er Jahren außerdem Bundesvorsitzende der Landjugend, sie gehörte viele Jahre dem Gemeinderat von Heinersreuth an und ist Mitglied des Bayreuther Kreistages. Gudrun Brendel-Fischer ist unter anderem Bezirksvorsitzende der Frauen-Union Oberfranken und Vorsitzende des Bezirksverbandes für Gartenbau und Landespflege.


Zum Direktkandidaten für den oberfränkischen Bezirkstag wählten die Delegierten mit 87 von 96 möglichen Stimmen den Bayreuther Rechtsanwalt Dr. Stefan Specht. Der 51-Jährige ist CSU-Fraktionsvorsitzender im Bayreuther Stadtrat und soll im Bezirkstag von Oberfranken die Nachfolge von Altoberbürgermeister Dr. Michael Hohl antreten. Hohl, der dem Bezirkstag seit 2003 angehört, hatte zuvor erklärt, dass er bei den Wahlen im kommenden Jahr aus persönlichen Gründen nicht mehr antreten möchte um sich wieder stärker seinem Beruf als Rechtsanwalt zu widmen.

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