Allgemein Für Deutschland
Bundesbeauftragter Koschyk besucht das Haus der Deutschen aus Russland in Stuttgart
11. August 2014
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Bundesbeauftragter Hartmut Koschyk MdB gemeinsam mit Bundesgeschäftsführer Ernst Strohmaier und denBundesvorstandsmitgliedern Johann Thießen, Leontine Wacker, Bundesvorsitzenden Waldemar Eisenbraun und Alexander Rupp

Im Vorfeld der Feier zum 64. Jahrestag der Unterzeichnung der Charta der deutschen Heimatvertriebenen besuchte der Beauftragte der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Hartmut Koschyk MdB, das Haus der Deutschen aus Russland in Stuttgart, in dem auch die Bundesgeschäftsstelle der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland angesiedelt ist.

An der breiten Gesprächsrunde beteiligten sich die Bundesvorstandsmitglieder Waldemar Eisenbraun, Leontine Wacker, Johann Thießen und Alexander Rupp, Bundesgeschäftsführer Ernst Strohmaier sowie Mitarbeiter der Redaktion und der Bundesgeschäftsstelle der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland. Als lokale Vertreter der Politik nahmen der Stuttgarter CDU-Kreisvorsitzende, Bundestagsabgeordnete Dr. Stefan Kaufmann und der stellvertretende Vorsitzende der CDU-Kreisgruppe Stuttgart, Karl-Christian Hausmann, am Gespräch teil.

Nach einem Rundgang durch das Haus der Deutschen aus Russland, wo zurzeit eine Ausstellung mit Bildern des russlanddeutschen Malers Viktor Stricker präsentiert wird, wurde das Gespräch im Konferenzraum der Bundesgeschäftsstelle fortgesetzt. Im Laufe der Gesprächsrunde würdigte der Aussiedlerbeauftragte die vorbildlichen Integrationsleistungen der Deutschen aus Russland. Er betonte, dass die Volksgruppe zu Zeiten des Stalinismus ohne eigenes Verschulden kollektiv verurteilt und jahrzehntelang diskriminiert worden sei. Mit den aktuellen Änderungen des Bundesvertriebenengesetzes hoffe die Bundesregierung, verbesserte Rahmenbedingungen für die Aufnahme von deutschstämmigen Landsleuten aus den GUS-Ländern geschaffen zu haben. Dies sei ein weiteres Zeichen der Solidarität Deutschlands mit den im postsowjetischen Raum lebenden Deutschen.

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Bundesbeauftragter Hartmut Koschyk MdB und Bundesvorsitzender Waldemar Eisenbraun beim Gang durch die Ausstellung

Bei der Eingliederung der Aussiedler in die bundesdeutsche Gesellschaft komme der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland auch künftig eine tragende Rolle zu. Hartmut Koschyk betonte, dass die Landsmannschaft der Deutschen aus Russland sowohl von ihm als neuem Bundesbeauftragten für Aussiedlerfragen als auch von der Bundesregierung weiterhin als erster Ansprechpartner in allen Angelegenheiten, die Deutsche aus Russland betreffen, angesehen werde.

Als vorrangige Aufgabe für die unmittelbare Zukunft bezeichnete der Aussiedlerbeauftragte die verstärkte Einbeziehung der Deutschen aus Russland in die Maßnahmen der Kultur- und Wissenschaftsförderung nach § 96 des Bundesvertriebenen- und Flüchtlingsgesetzes. Dabei lobte er das Kulturengagement der Deutschen aus Russland.

Weiterhin freute sich Hartmut Koschyk über die zunehmende Präsenz von Deutschen aus Russland in politischen Gremien auf unterschiedlichen Ebenen, besonders aber über den Einzug des ersten Politikers russlanddeutscher Herkunft, Heinrich Zertik, in den Deutschen Bundestag. „Das zeigt, wie erfolgreich und vielseitig die Integration der Deutschen aus Russland verläuft“, so der Bundesbeauftragte.

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Ehrengäste, Mitglieder des Bundesvorstandes der Landsmannschaft und Mitarbeiter der Bundesgeschäftsstelle beim Besuch des Aussiedlerbeauftragten Hartmut Koschyk MdB

Der Bundesvorsitzende der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland, Waldemar Eisenbraun, bedankte sich für die Unterstützung des Bundesbeauftragten und erläuterte aktuelle Anliegen der Deutschen aus Russland. Ebenso wie Bundesgeschäftsführer Ernst Strohmaier betonte er den hohen Anteil ehrenamtlichen Engagements an der gesamten Arbeit des Verbandes. Diese könne sich aber nur dann auf hohem Niveau weiterentwickeln, wenn zusätzliche Fördermittel zur Verfügung gestellt würden. Dies sei vor allem nötig, um wichtige Vorhaben in den Bereichen der Kultur- und Jugendförderung zu verwirklichen. Für den Erhalt und die Pflege der russlanddeutschen Kulturgeschichte müsse eine professionelle hauptamtliche Arbeit ermöglicht werden. Dies gelte für die museale Förderung ebenfalls.

Bundesbeauftragter Koschyk schlug vor, sich bereits im Oktober 2014 mit Vertretern der Landsmannschaft und den zuständigen Fachreferaten des Bundesinnenministeriums zur Abstimmung weiterer Maßnahmen zusammenzusetzen. Abschließend brachte der Bundesvorsitzende der Landsmannschaft, Waldemar Eisenbraun, erneut seine Wertschätzung für die wohlwollende und solidarische Zusammenarbeit mit dem Bundesbeauftragten für Aussiedlerfragen zum Ausdruck.

Zum Artikel auf der Internet-Seite der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland gelangen Sie hier.

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