Allgemein Für Deutschland
Bundesbeauftragter Koschyk: Deutsch-rumänische Kulturzusammenarbeit vorbildlich!
20. Februar 2014
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Bundesbeauftragter Koschyk gemeinsam mit dem Bundesvorsitzenden der Landsmannschaft der Banater Schwaben Peter-Dietmar Leber, der Kulturreferentin für Südosteuropa am Donauschwäbischen Zentralmuseum in Ulm, Dr. Swantje Volkmann, dem Botschafter von Rumänien in der Bundesrepublik Deutschland, Dr. Lazăr Comănescu und dem Bundesvorsitzenden der Landsmannschaft der Deutschen aus Ungarn, Klaus J. Loderer

Unter dem Titel „Das Banat – bunte Vielfalt zwischen Donau und Karpaten“ fand in der Botschaft von Rumänien in Berlin ein Thementag zum Banat statt. Während der Veranstaltung wurde die Ausstellung „Das Banat. Eine Reise nach Europa“ gezeigt, die von Frau Dr. Swantje Volkmann, Kulturreferentin für Südosteuropa am Donauschwäbischen Zentralmuseum in Ulm, konzipiert wurde. Während des Themenabends wurden auch die Ergebnisse einer deutsch-rumänischen Jugendbegegnung vorgestellt, die unter dem Motto „Das Banat – bunte Vielfalt zwischen Donau und Karpaten” stand. Vom 17. bis zum 19. Februar trafen sich Schüler aus Temeswar und Reschitz im Banat mit deutschen Jugendlichen in Potsdam und tauschten sich über das Beziehungsgeflecht von Heimat und Identität aus. Betreut und konzipiert wurden Thementag und Jugendbegegnung von Corina Ostafi, Stipendiatin des Programms der Bundeszentrale für politische Bildung „Europa gestalten – politische Bildung in Aktion“ in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Kulturforum östliches Europa.

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Bundesbeauftragter Koschyk gemeinsam mit dem deutschen Botschafter in Rumänien, Hans Lauk

Bei dieser Veranstaltung war auch der Beauftragte der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Hartmut Koschyk MdB, zugegen. Koschyk hatte sich im Vorfeld der Veranstaltung mit dem deutschen Botschafter in Rumänien, Hans Lauk, getroffen, um sich über die aktuelle politische Lage in Rumänien, insbesondere über die Situation der deutschen Minderheit zu informieren.

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Bundesbeauftragter Koschyk gemeinsam mit dem Vorstandsvorsitzenden und dem Direktor des Deutschen Kulturforums östliches Europa, Minisisterialdirigent i.R Winfried Smaczny und Dr. Harald Roth

In ihren Grußworten hoben der Botschafter von Rumänien in der Bundesrepublik Deutschland, Dr. Lazăr Comănescu, und der Direktor des Deutschen Kulturforums östliches Europa, Dr. Harald Roth, die politische, wirtschaftliche und kulturelle Bedeutung der Banater Schwaben hervor, die nach ihrer Ansiedlung Ende des 17. Jahrhunderts insbesondere stark zur wirtschaftlichen Entwicklung der Region beigetragen hätten. Rumänien könne sich glücklich schätzen, da man eine kulturelle und ethnische Vielfalt wie im Banat nur selten antreffe, so Botschafter Dr. Comănescu.

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Der aus Temeswar stammende Redakteur der Deutschen Welle, Ernst Meinhardt

Der aus Temeswar stammende Redakteur der Deutschen Welle, Ernst Meinhardt, referierte über die wechselvolle Geschichte des Banats und stellte die verschiedenen Regionen des Banats mit ihren Städten und Baudenkmälern von großer historischer Bedeutung vor. Auch verwies er auf die bislang wenig erforschte französische Besiedlung des Banats und dass die mundartliche Verwandtschaft zwischen den Banater Schwaben und Lothringen bis heute dokumentiert sei. Die Banater Schwaben stammen aus verschiedenen Teilen Süddeutschlands und aus Lothringen. Sie wurden von der Österreichischen Hofkammer seit Ende des 17. Jahrhunderts in der nach den Türkenkriegen teilweise entvölkerten und verwüsteten Pannonischen Tiefebene entlang der Militärgrenze angesiedelt. Die Mehrheit der Siedler kam aus Franken, Bayern, Österreich, Elsass, Lothringen, Luxemburg, Baden und der Rheinpfalz. Auch kleinere Gruppen aus Mitteldeutschland und dem Sauerland sind nachweisbar. Nur ein kleiner Teil stammte aus schwäbischen Regionen im Bereich des ehemaligen Vorderösterreich. Die Abwanderungen zum Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts und in den Krisenjahren der 1930er Jahre, die Teilnahme an Kampfhandlungen im Zweiten Weltkrieg, Flucht, Verschleppung und Vertreibung sowie die Auswanderungswellen in der kommunistischen Zeit haben die Banater Schwaben in Rumänien zu einer verschwindend geringen Minderheit schrumpfen lassen.

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Im Anschluss stellten die deutschen und rumänischen Jugendlichen aus dem Banat die Ergebnisse des Workshops “Das Banat – bunte Vielfalt zwischen Donau und Karpaten” vor. Dabei veranschaulichten die Jugendlichen anhand von stimmungsvollen Fotografien, die sie im Banat aufgenommen haben, die kulturelle Verwurzelung der deutschen Minderheit im Banat.

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Im Gespräch mit Dr. Robert Born, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Geisteswissenschaftlichen Zentrum Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas an der Universität Leipzig, erläutert Prof. Dr. Rodica Vârtaciu anhand ausgewählter Beispiele die Barockarchitektur in verschiedenen Orten des Banats

Ein bis heute sichtbarer Ausdruck der künstlerischen Gestaltung der Banater Schwaben in der Region war der österreichisch geprägte Barock. Die kulturelle und künstlerische Übernahme dieser Formenwelt wurde in dem Buch „Barock im Banat“ von Prof. Dr. Rodica Vârtaciu erstmals umfassend in ihren vielfältigen Ausdrucksformen und Auswirkungen dargestellt. Der aufwändig bebilderte Band stellt die Leistungen der Epoche in ihrer ganzen Bandbreite dar und verdeutlicht, wie verschiedene Einflüsse barocke Formen eigenständiger, regionalspezifischer Ausprägung hervorbrachten. Im Gespräch mit Dr. Robert Born, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Geisteswissenschaftlichen Zentrum Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas an der Universität Leipzig, erläutert Prof. Dr. Rodica Vârtaciu anhand ausgewählter Beispiele die Barockarchitektur in verschiedenen Orten des Banats und bettete sie in den historischen Zusammenhang ein.

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Bundesbeauftragter Koschyk: „Deutschland und Rumänien verbinden langjährige gute Beziehungen. Sie finden ihre Grundlage im Freundschaftsvertrag von 1992. Zwischen beiden Ländern besteht ein reger Kulturaustausch. Der Freundschaftsvertrag ist auch die völkerrechtliche Grundlage für die Förderung der deutschen Minderheit in Rumänien. Unsere beiden Staaten haben sich darin zur Unterstützung der deutschen Minderheit verpflichtet. Diese Förderung wird auch in Zukunft ein fester Bestandteil der bilateralen Beziehungen zwischen Deutschland und Rumänien sein. Die Donau verbindet nicht nur unsere beiden Länder, sondern führt uns auch in der intensiven Donaukooperation zusammen. Ein wichtiges Bindeglied stellen dabei auch die Banater Schwaben dar. Sie sind Brückenbauer zwischen unseren beiden Ländern in einem Europa der Vielfalt. Ich danke Frau Corina Ostafi, die in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Kulturforum östliches Europa diesen Themenabend und den Jugendaustausch vorbereitet hat sowie Frau Dr. Swantje Volkmann, die uns durch ihre Ausstellung „Das Banat. Eine Reise nach Europa“ gemeinsam diese Brückenfunktion der Banater Schwaben vor Augen führten“.

DSC_0210Koschyk wertete es als Symbol der guten der Beziehungen, dass an der Veranstaltung in der rumänischen Botschaft auch der Bundesvorsitzende der Landsmannschaft der Banater Schwaben Peter-Dietmar Leber, und der Landsmannschaft der Deutschen aus Ungarn, Klaus J. Loderer teilnahmen.

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Zum Internetauftritt der Landsmannschaft der Banater Schwaben gelangen Sie hier.

Zum Internetauftritt der Landsmannschaft der Deutschen aus Ungarn gelangen Sie hier.

Zum Internetauftritt des Deutschen Kulturforums östliches Europa gelangen Sie hier.

Weitere Fotoimpressionen finden Sie hier.

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There is 1 comment

  • Dr. Hüsch sagt:

    Eine offensichtlich interessante Tagung mit vielen historischen Nachweisen und erfreulichen Perspektiven für die deutsch-rumänische Zusammenarbeit.

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