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Bundesbeauftragter Koschyk gratuliert dem im Banat geborenen Stefan W. Hell zum Nobelpreis für Chemie!
8. Oktober 2014
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Stefan W. Hell, der das „Nikolaus Lenau Gymnasium“ in Temeswar besuchte und Altstipendiat der Konrad-Adenauer-Stiftung ist, hat gemeinsam mit den US-amerikanischen Wissenschaftlern Eric Betzig (Ashburn) und William Moerner (Stanford) den diesjährigen Nobelpreis für Chemie erhalten. Er wird für die Entwicklung von neuen fluoreszenzmikroskopischen Methoden ausgezeichnet. Stefan W. Hell ist ein großer Durchbruch in der Lichtmikroskopie gelungen, der neue wegweisende Erkenntnisse in der biologischen und medizinischen Forschung ermöglicht. Hierzu gratuliert ihm der Beauftragte der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Hartmut Koschyk MdB.

Stefan W. Hell wurde 1962 im Banat/Rumänien geboren und wuchs in Sanktanna auf. Vom Herbst 1977 bis Frühjahr 1978 besuchte er das „Nikolaus Lenau Gymnasium“ in Temeswar.
Bundesbeauftragter Koschyk: „Nach dem Nobelpreis für Literatur an Herta Müller ist Stefan W. Hell bereits der zweite ehemalige Schüler des „Nikolaus Lenau Gymnasiums“, der mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wurde, was die hohe Qualität der deutschsprachigen Schule in Temeswar, aber auch des gesamten deutschsprachigen Schulwesens in Rumänien belegt.

Stefan W.-Hell HP

Nach dem Nobelpreis für Literatur an Herta Müller ist Stefan W. Hell bereits der zweite ehemalige Schüler des „Nikolaus Lenau Gymnasiums“, der mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wurde

Im „Nikolaus Lenau“-Lyzeum werden rund 1300 Schüler in den Klassen 1-12 unterrichtet. Neben den Lyzealklassen in den Fachrichtungen Mathematik-Informatik, Naturwissenschaften und Fremdsprachen, die zum rumänischen Bakkalaureat führen, existiert an der Schule auch die sogenannten Spezialabteilung, die von der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) Köln betreut wird. Die Schüler, die die Spezialabteilung besuchen, können neben dem rumänischen Bakkalaureat auch das deutsche Abitur erwerben. Die Lenauschule blickt auf eine über 140-jährige Tradition zurück: unter wechselnder Bezeichnung gibt es im Hauptgebäude der Schule auf der Gheorghe-Lazar-Straße seit dem Jahr 1879 ein deutschsprachige Oberrealschule bzw. Gymnasium. Seit dem zweiten Weltkrieg ist die Lenauschule die größte und bedeutendste deutschsprachige Bildungseinrichtung des Banats und gleichzeitig ein kulturelles Zentrum der Banater Deutschen. Weltweit gibt es keine Schule, die gleich zwei Nobelpreisträger hervorgebracht hat! Dies belegt neben der hohen Qualität dieser Schule einmal mehr die Nachhaltigkeit der finanziellen Unterstützung der Bundesrepublik für unsere deutschsprachigen Schulen im Ausland, die insbesondere der Deutschen Minderheit in den jeweiligen Ländern zugutekommt!“ Koschyk wörtlich: „Stefan W. Hell belegt, welch erfolgreichen Weg deutsche Aussiedler aus Mittel-, Ost- und Südosteuropa sowie der ehemaligen Sowjetunion in der Bundesrepublik Deutschland zurückgelegt und unser Land ganz wesentlich bereichert haben.“

Im April 1978 siedelte die Familie Hell in die Bundesrepublik Deutschland aus. Stefan W. Hell studierte von 1981 bis 1987 Physik in Heidelberg und wurde 1990 im Fach Physik promoviert. Von 1984 bis 1987 war er Stipendiat der Studienförderung der Konrad-Adenauer-Stiftung, von 1987 bis 1990 Stipendiat der Promotionsförderung. Das Thema seiner Dissertation war: „Abbildung transparenter Mikrostrukturen im konfokalen Mikroskop“. Er ist heute Direktor am Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie in Göttingen und leitet die Abteilung „Hochauflösende Optische Mikroskopie“ am Deutschen Krebsforschungszentrum.

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