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Chancen für oberfränkische Wirtschaft durch neue Werkstoffe / Einweihung: Neue Materialien werden größer
9. Mai 2014
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Mit einem Kostenaufwand von 2,8 Millionen Euro hat das Gebäude der Neuen Materialien in Bayreuth in den vergangenen eineinhalb Jahren einen umfangreichen Erweiterungsbau bekommen. Bei der Eröffnung am Freitag nannte der bayerische Wirtschaftsstaatssekretär Franz Josef Pschierer die Erweiterung einen „Hotspot für die Werkstoffkompetenz in Oberfranken“. „Neue Materialien sind heute der Innovationstreiber schlechthin“, sagte Pschierer und weiter: „Mit den Neuen Materialien ist Oberfranken ein Innovationsstandort ersten Ranges.“

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In dem neu entstandenen, 1500 Quadratmeter großen Technikzentrum werden Materialien, Komponenten und Prozesse für den Hochtemperaturbereich entwickelt. Im Mittelpunkt stehen Keramiken und Verbundwerkstoffe, die in der Energie- und Wärmetechnik eingesetzt werden. Forschungsschwerpunkt ist dabei die Verbesserung der Energieeffizienz von industriellen Wärmeprozessen. Weiterhin werden funktionelle Polymere entwickelt – von der Grundlagenforschung bis hin zu konkreten Anwendungen in der Industrie. Beispiele hierfür sind antimikrobielle oder wasserabweisende Kunststoffe.

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Mit der Baumaßnahme sowie einigen flankierenden Investitionen in die Modernisierung und Erweiterung der Maschinen und Anlagen werde die Wettbewerbsfähigkeit Oberfrankens unmittelbar gestärkt, so der Staatssekretär. Neue Werkstoffe seien unabdingbare Voraussetzung für viele Produkt- und Systeminnovationen.

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„Mit Fortschritten bei dieser Schlüsseltechnologie bleibt Bayern bei Zukunftsthemen wie Elektromobilität, Energiewende oder Kohlendioxid-Reduktion weiter führend“, erklärte Pschierer. Das Bayerische Wirtschaftsministerium habe sich von Anfang an stark engagiert, um der Neuen Materialien Bayreuth GmbH in Bayreuth bestmögliche Startbedingungen zu gewährleisten. Dank der Anschubfinanzierung des Freistaates von bisher 38 Millionen Euro ist die Neue Materialien Bayreuth zu einer wissenschaftlich und wirtschaftlich außerordentlich erfolgreichen Forschungseinrichtung aufgestiegen.

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Insgesamt entstehen auf dem auch als Technologiehügel bezeichnetem Gelände nahe der südlichen Bayreuther Stadtgrenze im Stadtteil Wolfsbach rund 1500 Quadratmeter neue Technikums- und Büroflächen. „Diese Flächen brauchen wir auch dringend, um die vielen Zukunftsthemen der Werkstofftechnik aufzugreifen“, sagte Volker Altstädt, Geschäftsführer Neue Materialien Bayreuth GmbH. „Wir platzen mittlerweile aus allen Nähten“, so Altstädt mit Blick auf die 160 Beschäftigten.

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Entspannung kündige sich allerdings mit einem weiteren Neubau in unmittelbarer Nachbarschaft an, wo bis zum kommenden Jahr das Fraunhofer-Zentrum für Hochtemperaturleichtbau entstehen wird. „Die Geschichte der Neuen Materialien in Bayreuth ist zur Erfolgsgeschichte geworden, die mit dem Neubau fortgeschrieben wird“, so Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe. Von einem weiteren Schritt in eine gesicherte Zukunft für die Stadt und die Region in eine gesicherte Zukunft sprach Stefan Kollböck, von der Immobilienverwaltungsgesellschaft Neue Materialien.

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Die Neue Materialien Bayreuth GmbH erarbeitet Lösungen im Industriemaßstab, die von den Unternehmen auf ihren Produktionsbetrieb übertragen werden können. Die enge Anbindung der Neuen Materialien an die Universität Bayreuth ermöglicht zugleich den viel beschworenen Technologietransfer und den intensiven Austausch von Informationen. Innovative Neuunternehmer profitieren zudem vom Gründerzentrum, das die Neue Materialien Bayreuth betreibt. Sie ist Bestandteil des Kompetenzzentrums Neue Materialien Nordbayern, zu dem auch die Neue Materialien in Fürth gehört.

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