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Chinesische Bischof Aloysius Jin Luxian im Alter von 96 Jahren gestorben
29. April 2013
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Zum Tod des chinesischen Bischofs Aloysius Jin Luxian erklärt Finanzstaatssekretär Hartmut Koschyk MdB:

Finanzstaatssekretär Koschyk gemeinsam mit Bischof Aloysius Jin Luxian

„Mit großer Trauer habe ich vom Tod von Bischof Aloysius Jin Luxian erfahren. Im Jahr 2010 habe ich ihn während meines Besuches in der Volksrepublik China in Shanghai getroffen. Er war eine Symbolfigur christlicher Glaubensstärke in China und hat viel zum Wachstum vor allem der offiziellen christlichen Gemeinschaft in Shanghai beigetragen. Unter Bischof Aloysius Jin ist Shanghai zur blühendsten Diözese Chinas geworden. Sein Hauptanliegen waren die Evangelisierung sowie die Versöhnung zwischen Vatikan und Chinesischer Regierung. Der Bischof war auch ein großer Freund Deutschlands. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte ihn 2006 bei ihrer ersten Chinareise getroffen. Bischof Jin hatte in den 40er Jahren in Köln und Innsbruck fließend Deutsch gelernt. Bis 1982 war Bischof Aloysius Jin Luxian wegen seines Glaubens 27 Jahre im Gefängnis gesessen, weil er nicht an seiner Loyalität zum Papst rütteln wollte. Später trat er dann in die chinesische Staatskirche „Katholische Patriotische Vereinigung“ ein und wurde 1988 Bischof von Shanghai. Bis zuletzt war er Ehrenpräsident der Staatskirche. Gleichzeitig war er jedoch auch mit dem Segen des Vatikans geweiht. Er spendete 2005 Joseph Xing Wenzhi die Bischofsweihe zum Weihbischof in Shanghai, der sowohl von Papst Benedikt XVI. wie auch der chinesischen Regierung anerkannt wurde. Sein segensreiches Wirken wird nicht nur für die Christen in der VR China unvergessen bleiben.“

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