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Das rechte Maß finden: Abtprimas Notker Wolf beim Bayreuther Fastenessen
29. März 2014
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„Geteilte Freude ist doppelte Freude.“ Genau darum gehe es beim Fasten, sagte der Abtprimas der benediktinischen Konföderation Notker Wolf beim 6. Bayreuther Fastenessen im Festsaal des Studentenwerks Oberfranken, dem früheren Kolpinghaus.

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In diesem Jahr konnte Hartmut Koschyk MdB nach der Sammlung bei den Besucherinnen und Besuchern 2.500 Euro übergeben. In diesem Jahr fließt das Geld an das „International Catholic Hospital in Rajin des Benediktinerordens“.

Die Veranstaltungsreihe wurde 2009 von Bayreuther Bundestagsabgeordneten und jetzigem Bundesbeauftragten für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten Hartmut Koschyk ins Leben gerufen. Ziel ist es, dass Christen über Konfessionsgrenzen zusammenkommen, einen Glaubensimpuls erfahren und gleichzeitig etwa Gutes tun.

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Etwas Gutes bedeutete diesmal, dass die Teilnehmer zusammen 2.500 Euro für eine Fastenspeise spendeten, die vom Restaurant Eremitage zubereitet wurde. Der Erlös kommt dem „International Catholic Hospital“ des Benediktinerordens im Nordkoreanischen Rajin zu Gute. Das Krankenhaus mit seinen 190 Betten ist auf Initiative des Benediktinerordens entstanden und wird als Volkskrankenhaus geführt. Behandelt werden jährlich etwa 6.000 Patienten stationär und 21.000 Patienten ambulant. Mit fast 90 Ärzten ist das „International Catholic Hospital“ das größte Krankenhaus in der Region. Gerade wird mit Hilfe der deutschen Benediktiner ein neues Gebäude für ambulante Behandlungen gebaut.

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Hartmut Koschyk dankte Notker Wolf, als dem höchsten Repräsentanten der Benediktiner weltweit, für seine Bemühungen, benediktinisches Wirken an den schwierigsten Orten der Erde umzusetzen. Koschyk erinnerte auch daran, dass der Abtprimas bereits vor zehn Jahren in Bayreuth gewesen sei, um damals im Rahmen eines Benefizkonzertes für das Projekt zu werben.

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Zuvor sprach er aber über das Fasten und machte seinen Zuhörern klar, dass es nicht darum gehe, dass man nicht mehr essen darf oder sich nicht mehr am Leben erfreuen soll. Es gehe vielmehr darum, Fasten als wichtiges Zeichen zu sehen, dass so oder ähnlich auch in anderen Weltreligionen wie dem Islam, dem Judentum oder dem Buddhismus zu finden sei.

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Musikalisch umrahmt wurde das 6. Bayreuther Fastenessen durch den Konzertchor „musica-vocalis Bayreuth e. V.“ unter der Leitung von Anna Baturina-Ringlein.

Fasten könne auch als Nebeneffekt des Christentums angesehen werden, wenn sich etwa auch Menschen aus gesundheitlichen oder modischen daran beteiligen, auch dann wenn sie gar nicht sonderlich religiös sind. Ein Fehler sei das nicht unbedingt, denn das Fasten sollte man nach den Worten des Abtprimas ohnehin nicht immer ganz so ernst nehmen. Es müsse vielmehr darum gehen, das rechte Maß zu finden.

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von links: Pater Dominik Sobolewski (Dekan im kath. Dekanat Auerbach-Pegnitz), Hartmut Koschyk MdB, Notker Wolf (Abtprimas der benediktinischen Konföderation), Dr. Josef Zerndl (Domkapitular und Regionaldekan) und Hans Peetz (ev. Dekan im Dekanat Bayreuth).

Das eigentliche Fasten nach der christlichen Grundidee sei freilich etwas ganz anderes, nämlich das Geben, das Teilen und damit der Einsatz für notleidende Menschen. Das sei der Unterschied zu Vegetariern oder Veganern, die oft ideologisch argumentierten. „Solche Abstinenzler glauben manchmal, anderen Menschen etwas aufzwingen zu können“, sagte Notker Wolf und erinnerte an den Vorschlag eines „Veggie-Days“. Solche Ideologien benötige das Christentum nicht. Im christlichen Sinn gehe es vielmehr um das Miteinanderteilen, um Gemeinsamkeit und um das Helfen.

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Den würdigen Rahmen erfuhr das Fastenessen durch den Auftritt des Konzertchores Musica-Vocalis Bayreuth unter der Leitung von Anna Baturina-Ringlein.

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In diesem Jahr stiftete das Fastenessen Hans Jöckel und seine Mannschaft von der „Schlossgaststätte Eremitage Bayreuth“. Zubereitet wurden für den geborenen Schwaben Notker Wolf Käsespätzle mit Röstzwiebeln. Damit auch der fränkische Gaumen nicht zu kurz kam, gab es noch „Ziebalaskes“ mit Buchauer Holzofenbrot.

Neben dem Restaurant Eremitage sorgten die Buchauer Holzofenbäckerei, die Brauerei Gebrüder Maisel sowie die Firmen Reha-Team Bayreuth und Textilreinigung Wild für das Zustandekommen der Fastenspende.

Fastenessen Wolf (13) von links: Hartmut Koschyk MdB, Paula Eckert (Buchauer Holzofenbäckerei), Josef Tost (Leiter des Studentenwerks Oberfranken und Vorsitzender des Konzertchores „musica-vocalis Bayreuth e. V.“), Notker Wolf (Abtprimas der benediktinischen Konföderation) und Andreas Eckert (Buchauer Holzofenbäckerei).

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