Allgemein
Deutsch-Koreanisches Forum in regem Austausch mit Regierung und Parlament der Republik Korea
17. November 2021
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Mit Vertretern des koreanische Wiedervereinigungsministeriums und internationalen Experten im Austausch über Reisen nach und Kontakte mit Nordkorea 

Nach dem sehr erfolgreichen 19. Deutsch-Koreanischen Forum und dem 9. Deutsch-Koreanischen Juniorforum haben der der deutsche Ko-Vorsitzende Hartmut Koschyk und das geschäftsführende Vorstandsmitglied des deutschen Trägervereins Deutsch-Koreanisches Forum e.V., Thomas Konhäuser mit Unterstützung der Hanns-Seidel-Stiftung in Korea umfangreiche Gespräche mit Vertretern der koreanischen Regierung und des koreanischen Parlaments, aber auch der Zivilgesellschaft geführt.

Der SLUT UP KOREA – Gedenkstein unmittelbar an der innerkoreanischen Grenze

Unter anderem besuchten Koschyk und Konhäuser gemeinsam mit dem Leiter des Verbindungsbüros der Hanns-Seidel-Stiftung in Seoul, Dr. Bernhard Seliger, das direkt an der innerkoreanischen Grenze gelegene SLUT UP KOREA-Denkmal im Wiedervereinigungsdorf Paju.

Hartmut Koschyk, Dr. Bernhard Seliger, Thomas Konhäuser mit Prof. Son Gi Woong am Denkmal SLUT UP Korea an der innerkoreanischen Grenze, das mit Unterstützung der Hanns-Seidel-Stiftung errichtet wurde

Dort ergab sich mit dem Initiator des Denkmals und koreanischen Wiedervereinigungsexperten Prof. Son Gi Woong ein ausführlicher Meinungsaustausch über den aktuellen Stand der innerkoreanischen Beziehungen. Ein weiterer Besuch des neu gestalteten Aussichtspunkts Aegibong Peace Ecopark mit einem direkten Blick nach Nordkorea und das dortige umfangreiche Informationsangebot beeindruckte die deutschen Gäste sehr.

Hartmut Koschyk, Bruder Benedikt Hülsam OSB, Dr. Bernhard Seliger und Thomas Konhäuser vor einer Statue des Hl. Franz von Assisi in der deutschsprachigen Gemeinde in Seoul

In Seoul statteten Koschyk und Konhäuser auch der deutschsprachigen Katholischen Gemeinde anlässlich des Sonntagsgottesdienstes einen Besuch ab und diskutierten mit Seelsorger Bruder Benedikt Hülsam OSB und den deutschen sowie koreanischen Gemeindemitgliedern aktuelle Fragen der deutschen Auslandsseelsorge.

Vor der Koreanischen Nationalversammlung in Seoul

In der Koreanischen Nationalversammlung, dem Parlament Südkoreas, trafen Koschyk und Konhäuser gemeinsam mit Dr. Bernhard Seliger und dem Projektleiter der Hanns-Seidel-Stiftung in Korea, Young-soo Kim, mit Vertretern der Regierungs- und Oppositionsparteien zu einem Meinungsaustausch über die Fortentwicklung des Deutsch-Koreanischen Forums, des Juniorforums sowie des Netzwerks „Junge Generation Deutschland-Korea“ zusammen.

Mit dem Vorsitzenden der Koreanischen Deutschen Parlamentariergruppe in der Koreanischen Nationalversammlung Lee Sang-Min

Den Auftakt der Begegnungen bildete der langjährige Vorsitzende der Koreanisch-Deutschen Parlamentariergruppe in der Nationalversammlung Lee Sang-Min, der regelmäßig am Deutsch-Koreanischen Forum teilnimmt und die diesjährigen deutschen Teilnehmer des Juniorforums bei deren Einführungsseminar in der Nationalversammlung empfangen hatte. Vorsitzender Lee Sang-Min freute sich sehr, dass in den Empfehlungen des diesjährigen Deutsch-Koreanischen Forums an die Regierungen beider Länder auch der Ausbau des Netzwerkes „Junge Generation Deutschland-Korea“ durch die Regierungen beider Länder befürwortet wurde und sagte zu, sich gegenüber der südkoreanischen Regierung für eine adäquate Förderung des Jugend-Netzwerkes wie durch die deutsche Bundesregierung einzusetzen.

Mit dem früheren Vorsitzenden der Koreanisch-Deutschen Parlamentariergruppe Kwon Young-Se

Aus der Parlamentariergruppe trafen die deutschen Vertreter auch den ehemaligen Vorsitzenden Kwon Young-se, der nach  der deutschen Einheit als damaliger koreanischer Staatsanwalt einen Forschungsaufenthalt im Bundesjustizministerium in Bonn bezüglich der juristischen Aufarbeitung der SED-Diktatur absolvierte und der auch südkoreanischer Botschafter in der VR China war.

Mit dem außenpolitischen Experten in der Nationalversammlung Cho Tae-Yong
Mit dem außenpolitischen Experten in der Nationalversammlung Park Jin
Mit dem ehemaligen Vize-Oberbürgermeister von Seoul und jetzigen Parlamentsabgeordneten Jin Sung-Joon

Weitere Gesprächspartner in der Koreanischen Nationalversammlung waren die außenpolitischen Experten Taeyong Cho und Jin Park sowie der langjährige Vizeoberbürgermeister von Seoul Jin Sung Joon, der derzeit Parlamentsabgeordneter ist und bereits mehrfach am Deutsch-Koreanischen Forum teilgenommen hat.

Mit dem Präsidenten der Deutsch-Koreanischen Außenhandelskammer Dr. Martin Henkelmann

Ein wichtiger Meinungs- und Informationsaustausch fand mit dem Präsidenten der Deutsch-Koreanischen Handelskammer Dr. Martin Henkelmann statt. Dabei ging es um stärkere wirtschaftspolitische Akzente beim 20. Deutsch-Koreanischen Forum und 10. Deutsch-Koreanischen Juniorforum, die im nächsten Jahr in Deutschland stattfinden werden. Dabei soll der Schwerpunkt auf Start Up – Unternehmen im Bereich der digitalen Gesundheitsvorsorge und den industriellen Mittelstand gelegt werden. Auch mit dem Deutschen Botschafter in Seoul Michael Reiffenstuel trafen Koschyk und Konhäuser nochmals zusammen, um die weitere Entwicklung des Deutsch-Koreanischen Forums, des Juniorforums sowie des Netzwerks „Junge Generation Deutschland-Korea“ zu erörtern.

Vize-Minister für Wiedervereinigung Choi Young-Joon

Zum Abschluss Ihres Aufenthalts in Seoul trafen die Vertreter des Deutsch-Koreanischen Forums auch mit dem Vizeminister für Wiedervereinigung Young Joon Choi zusammen, wobei es um die Arbeit der aus dem Deutsch-Koreanischen-Forum e.V. heraus gegründete Stiftungsinitiative „ein korea – vertrauen.versöhnen.verbinden“ und deren Tätigkeit im humanitären Bereich ging. Vor einem Gesprächskreis aus Vertretern des südkoreanischen Wiedervereinigungsministerium und internationalen Experten für die Lage auf der koreanischen Halbinsel berichteten Koschyk und Dr. Bernhard Seliger über ihre Erfahrungen bei Besuchen in und bei den Kontakten mit Nordkorea.

Koschyk und Konhäuser besuchten schließlich noch eine Konferenz, welche die Hanns-Seidel-Stiftung Korea gemeinsam mit ihrem südkoreanischen Partner, dem Institut for Peace Affairs im südkoreanischen Amt für die fünf Nordprovinzen durchführte. Dabei ging es um die gemeinsamen Erfahrungen von Deutschen und Koreanern bei Flucht, Vertreibung, Integration in der neuen Heimat und dem Schicksal der außerhalb Deutschlands und Koreas lebenden jeweiligen Minderheiten in der ehemaligen Sowjetunion.

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