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Deutsche Minderheit in Polen und der Marschall der Woiwodschaft Oppeln /Opole ehren den Beauftragten der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten Hartmut Koschyk
30. Oktober 2017
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Die Deutsche Minderheit in Polen und der Marschall der Woiwodschaft Oppeln /Opole ehrten den Beauftragten der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten Hartmut Koschyk

Der Besuch des 22. Schlesienseminars „Unter uns? Kulturelle Vielfalt in Europa“ vom – 27. Oktober 2017 in Schloss Groß Stein / Kamień Śląski war der letzte offizielle Besuch von Bundesbeauftragtem Koschyk während seiner Amtszeit bei der deutschen Minderheit in Polen.

Koschyk sprach dort zum Thema „Sicherung der ethnischen und religiösen Vielfalt Europas in Gegenwart und Zukunft“
Zum Redebeitrag von Bundesbeauftragten Koschyk gelangen Sie hier

Weiter nahm er an einer Diskussion zum Thema „Vielfältigkeit – Bereicherung oder Bedrohung für das heutige Europa?“ teil.

Gemeinsam mit dem Vizemarschall der Wojewodschaft Oppeln/Opole Roman Kolek, der Bundesbeauftragten Koschyk die Verdienst-Medaille der Wojewodschaft Oppeln/Opole überreichte

Koschyks Anwesenheit nutzte die deutsche Minderheit in Polen um Ihn mit einer besonderen Geste zu ehren. Der Vorsitzende der deutschen sozial-kulturellen Gesellschaften in Polen, Herr Bernard Gaida, bedankte sich bei Koschyk für dessen Engagement und den tatkräftigen Einsatz zu Gunsten der deutschen Minderheit in Polen. Er würdigte Koschyk weiter für dessen beträchtlichen Dienst zum Erhalt des deutschen Kulturgutes in Polen und seinen Beitrag zur Stärkung der Brückenfunktion zwischen der Republik Polen und der Bundesrepublik Deutschland.

Den Brief als PDF-Datei zum Download finden Sie hier.

Koschyk will trotz „politischer Rente“ nicht wirklich in den Ruhestand. „Ich habe noch einige Ämter inne, denen ich mich nun widmen will und dabei werde ich gewiss auch immer wieder die Heimat meiner Eltern besuchen”, sagt Hartmut Koschyk.

Gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Sozial-Kulturellen Gesellschaft der Deutschen im Oppelner Schlesien, Rafał Bartek und Paul Gottscholl, Künstler der handgeschnitzten Darstellung der Heiligen St. Anna

Koschyk erhielt eine handgeschnitzte Darstellung der Heiligen St. Anna des Künstlers Paul Gottscholl aus Krascheow / Krasiejów. Herr Gottscholl ist Mitglied der deutschen Minderheit und Mitglied im Verein der Volkskünstler. Er spezialisiert sich in sakralen Skulpturen, die Figur der Heiligen St. Anna die er für Herrn Koschyk angefertigt hat, ist das 9. Exemplar. „Sie bekommt einen speziellen Platz bei mir zuhause, und zwar neben der Heiligen Hedwig, die ich bereits im Besitz habe, sodass mich beide an mein weiteres Engagement für Schlesien erinnern” sagte Koschyk in seinen Dankworten.

Der Vorsitzende des Verbandes der deutschen sozial-kulturellen Gesellschaften in Polen, Bernard Gaida, überreicht die handgeschnitzte Darstellung der Heiligen St. Anna

Die Figur der Heiligen St. Anna aus Lindenholz auf dem Annaberg ist Ziel der zahlreichen Wallfahrten auf den St. Annaberg, dem wichtigsten katholischen Wallfahrtsort Oberschlesiens. Der Sankt Annaberg ist ein wahrhaft historischer Ort mit einer großen Bedeutung nicht nur für die Oberschlesier, nicht nur für Polen und Deutsche, sondern für die ganze europäische Christenheit. Der Sankt Annaberg verdankt diese Stellung ungezählten gläubigen Menschen, die über Jahrhunderte pilgernd zu diesem Heiligtum zogen und ziehen, sowie dem Franziskanerordern, der seit dem 17. Jahrhundert fast ununterbrochen diese Wallfahrt betreut.

Hartmut Koschyk hatte in diesem Jahr erneut an der traditionellen Minderheitenwallfahrt auf den Sankt Annaberg teilgenommen, sowie diesen berühmten Wallfahrtsort während seiner Amtszeit mehrfach besucht.

Auch der Oppelner Diözesanbischof Dr. hab. Andrzej Czaja würdigte Koschyk im Rahmen dieses Schlesienseminars.

Zum Dankbrief von Bischof Czaja als PDF-Datei gelangen Sie hier.

Gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Sozial-Kulturellen Gesellschaft der Deutschen im Oppelner Schlesien, Rafał Bartek und dem Vizemarschall der Wojewodschaft Oppeln/Opole Roman Kolek, der Bundesbeauftragten Koschyk die Verdienst-Medaille der Wojewodschaft Oppeln/Opole überreichte

Auf Antrag des Abgeordneten der Deutschen Minderheit Ryszard Galla und des Chefs der Oppelner SKGD Rafał Bartek, hat der Oppelner Marschall Andrzej Buła Hartmut Koschyk mit dem „Orden für die Verdienste für die Woiwodschaft Oppeln” ausgezeichnet. In der Laudation betonte Roman Kolek, Vizemarschall der Woiwodschaft: „Es ist eine außergewöhnliche Person, ein hervorragender Politiker und eine Persönlichkeit großen Formats. Seine Verdienste für die deutsch-polnische Zusammenarbeit und die europäische Einheit sind nicht zu unterschätzen. Durch all die Jahre seiner Tätigkeit lag ihm die Situation der deutschen Minderheit in Polen immer besonders am Herzen. Unter anderem dank seiner Bemühungen entstand das Haus der Deutsch-Polnischen Zusammenarbeit.

Hartmut Koschyk bestätigte in seiner Dankesrede, dass die Region immer einen wichtigen Platz in seinem Herzen haben wird: „Die Verbindungen der Teile meiner Familie die in Oberschlesien blieben und nach Franken kamen waren immer lebendig, es war für mich immer prägend, wenn die Familienangehörige aus Oberschlesien uns in Oberfranken besucht haben. Mir selbst war ein Besuch erst nach den großen politischen Änderungen möglich.” Koschyk erinnerte weiter nicht nur an seinen ersten Besuch in Polen, sondern auch an seine ersten Begegnungen mit Persönlichkeiten, die die polnische Geschichte prägten, unter anderem Jan Krzysztof Bielecki und Bischof Alfons Nossol. Er sprach auch über seine ersten Kontakte mit Vertretern der deutschen Minderheit in Polen.

Der langjährige Diözesanbischof von Oppeln, Erzbischof Prof. Dr. Alfons Nossol nahm an der Verleihung der Verdienstmedaille der Woiwodschaft Oppeln / Opole in Groß Stein / Kamień Śląski sowie am gesamten Schlesien-Seminar teil.

Seit der ersten Begegnung mit Erzbischof Prof. Dr. Nossol im Oktober 1989 verbindet Koschyk mit der Kirchenpersönlichkeit eine gewachsene und heute enge Freundschaft.

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Alexander von Humboldt- Kulturforum

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