Allgemein Für Deutschland
Die Deutschen in Russland dürfen nicht zu Geiseln der großen Politik werden
10. April 2014
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v.l.: Dr. Alexander Schumacher (Referatsleiter BMI), Bundesbeauftragter Hartmut Koschyk MdB, Olga Martens (Vorsitzende des Internationalen Verbandes der deutschen Kultur), Heinrich Martens (Präsident der Föderalen National-Kulturellen Autonomie der Russlanddeutschen)  und Herr Heinrich Zertik MdB

„Unsere Zusammenarbeit wird unter der großen Politik nicht leiden. Wir versuchen, sie zügig und ohne Einbrüche weiterzuführen. Die Bundesregierung steht wie die Vorgängerregierungen zu ihrer historisch-moralischen Verantwortung, die Russland-deutschen zu unterstützen und durch Gewährung von vielfältigen Hilfen eine bessere Lebens- und Zukunftsperspektive zu ermöglichen. Wir bemühen uns, unsere Hilfen so zu gestalten, dass die Russlanddeutschen unter Bewahrung und Weiterentwicklung der deutschen kulturellen Identität zum einen in der Lage sind, eine positive Rolle in ihrer Zivilgesellschaft zu spielen. Zum anderen sollen sie als Brücke der Verständigung und Zusammenarbeit zwischen unseren Ländern wirken können,“ – erklärte der Beauftragte der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Hartmut Koschyk MdB, zu Beginn des Gesprächs mit dem Präsidenten der Föderalen National-Kulturellen Autonomie der Russlanddeutschen, Heinrich Martens, am 8. April 2014 in Berlin.

In dem Gespräch wurden grundsätzliche Fragen des Förderprogramms der deutschen Bundesregierung erörtert – insbesondere die Intensivierung der bereits seit Jahren laufenden Maßnahmen in den Bereichen Sprachförderung, Ausbildung von jungen Nachwuchskräften sowie Steigerung der Attraktivität der Begegnungsstätten für die Jugendlichen und weitere Verbesserung der Effizienz des deutschen Programms durch gezielte Zusammenarbeit mit bundesdeutschen Einrichtungen und Institutionen.

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v.l.: Dr. Alexander Schumacher (Referatsleiter BMI), Alexander Rupp (Mitglied im Bundesvorstand Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e.V.), Waldemar Eisenbraun (Bundesvorsitzender der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e.V.), Walter Gauks (Bundesvorsitzender der Jugendorganisation der Landsmannschaft), Olga Martens (Vorsitzende des Internationalen Verbandes der deutschen Kultur), Heinrich Martens (Präsident der Föderalen National-Kulturellen Autonomie der Russlanddeutschen), Bundesbeauftragter Hartmut Koschyk MdB und Heinrich Zertik MdB

Zu den von Heinrich Martens vorgetragenen Initiativen bezüglich der bisher nicht erfolgten Rehabilitierung und der damit verbundenen Frage nach Möglichkeiten der Unterstützung durch die Bundesregierung erklärte Herr Koschyk, es sei vor allem Angelegenheit der Deutschen in Russland und ihrer Selbstorganisation, ein tragfähiges, realistisches Konzept in möglichst breiter Diskussion mit allen gesellschaftlichen Kräften der Deutschen in Russland zu erarbeiten und dieses Konzept der russischen Regierung zu unterbreiten. Wenn die russische Regierung hierzu gegenüber der deutschen Bundesregierung Gesprächsbereitschaft signalisiert, werden wir dies gerne aufgreifen. „Sie leben in Russland und deswegen müssen sie zunächst mit der russischen Regierung ihre Anliegen besprechen. Wir werden ihnen dabei in Kooperation mit der russischen Regierung stets zur Seite stehen,“ pflichtete der ebenfalls anwesende Heinrich Zertik MdB, selbst ein Kasachstandeutscher, Hartmut Koschyk bei.

Abschließend wurde das Thema Weiterentwicklung der Partnerschaften zwischen den zentralen Dachorganisationen – der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland in der Bundesrepublik Deutschland und der Selbstorganisation der Deutschen in Russland – mit dem Bundesvorsitzenden der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland, Waldemar Eisenbraun, und weiteren Vorstandsmitgliedern der Landsmannschaft diskutiert. „In den Partnerschaften sehe ich ein großes Potential, die Lebensperspektive der deutschen Minderheit in Russland weiter zu verbessern. Die Russlanddeutschen sollen zu einem bedeutenden Faktor in den deutsch-russischen Beziehungen werden“, erklärte Koschyk am Ende des Gesprächs.

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