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Eröffnung der Sonderausstellung zu deutschen Kolonien im Gouvernement Sankt Petersburg im Museum für russlanddeutsche Kulturgeschichte
14. November 2014
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Im Museum für russlanddeutsche Kulturgeschichte in Detmold wird heute die Sonderausstellung „Deutsche Kolonien im Gouvernement Sankt Petersburg (1765-2015): Geschichte und Kultur“ eröffnet. Die Geschichte der Russlanddeutschen ist ohne die Kolonisten undenkbar. Der Weg nach Russland ging durch das Gouvernement St. Petersburg. Im Laufe der Jahre entwickelten sich die Kolonien und hatten einen beträchtlichen Einfluss auf die Wirtschaft und das Leben der russischen Hauptstadt. 1942 allerdings wurden die deutschen Siedlungen liquidiert. Mit Hilfe von Prof. Dr. Irina Čerkazjanova von der Akademie der Wissenschaft in St. Petersburg wurde es nun möglich, die Wissenslücken über die Geschichte und das Leben der Petersburger Deutschen aufzuarbeiten und der Öffentlichkeit in dieser Sonderausstellung zugänglich zu machen.

Neben Heinrich Zertik MdB, ein gebürtiger Kasachstandeutscher, ist auch der Beauftragte der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Hartmut Koschyk, zugegen, der die Schirmherrschaft über die  Sonderausstellung übernommen hat. In seinem Grußwort dankte Bundesbeauftragter Koschyk Allen, die mit Rat und Tat diese beachtliche Ausstellung ins Leben gerufen, realisiert und unterstützt haben. Bundesbeauftragter Koschyk verwies darauf, dass die Sankt-Petri-Kirche beispielhaft sowohl für die zunehmende Entrechtung der Deutschen in der Sowjetunion als auch für würde- und schamlosen Umgang kommunistischer Diktaturen mit geweihten Gotteshäusern stehe. „Seit 1992 erstrahlt die Sankt-Petri-Kirche in der Stadt, die kurz zuvor wieder in Sankt Petersburg umbenannt worden war, wieder in neuem Glanz, auch dank der finanziellen Unterstützung von deutscher Seite, darunter in erheblichem Umfang auch durch das Bundesministerium des Innern. Ich bin sehr froh darüber, dass heute dieser schöne klassizistische Bau durch die Deutsche ev.-luth. St. Annen- und St. Petrigemeinde wieder als Gotteshaus genutzt wird. An der Sankt Petrikirche ist das Deutsch-Russische Begegnungszentrum angesiedelt, dass sich nicht nur bei den deutschen, sondern bei allen Bürgern St. Petersburgs hoher Wertschätzung erfreut. Seine Projekte werden anteilig aus dem Hilfenprogramm des Bundesministeriums des Innern gefördert. Besonders begrüße ich, dass dort in der letzten Zeit ein verstärkter Akzent auf die Arbeit mit Jugendlichen gesetzt wird“, so Bundesbeauftragter Koschyk.

Zum Grußwort von Bundesbeauftragten Koschyk gelangen Sie hier.

Zur Internetseite des Museums für russlanddeutsche Kultur in Detmold gelangen Sie hier.

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