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Fernsehdokumentation des südkoreanischen Fernsehsender KBS / MdB Koschyk im Gespräch mit südkoreanischen Abgeordneten
27. März 2014
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Hartmut Koschyk MdB gemeinsam mit den Parlamentariern aus der Republik Korea  Frau Yee Shin Jin, Frau Lee Un Ju Herrn Woo Yoon Keun und Herrn Hong Il-Pyo

Der südkoreanische Fernsehsender Korean Broadcasting System (KBS) dreht gegenwärtig eine Dokumentation für die Sendung „KBS Panorama“, die sich mit dem Thema „Koalitionsregierung in Deutschland“ befassen soll. KBS ist der größte Fernsehsender in Südkorea und die wöchentlich ausgestrahlte Sendung „KBS Panorama“, die Themen zu Politik, Wissenschaft, Wirtschaft, Geschichte oder internationale Beziehungen zum Inhalt hat, erfreut sich einer sehr großen Zuschauerzahl.

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Ein Kamerateam begleitet für diese Dokumentation die vier Parlamentsabgeordneten Frau Lee Un Ju, Frau Yee Shin Jin, Herrn Hong Il-Pyo und Herrn Woo Yoon Keun auf ihrer Deutschlandreise. Die Abgeordneten führen in Deutschland gemeinsam Gespräche mit deutschen Politikern, darunter den Beauftragten der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Hartmut Koschyk. Koschyk ist deutscher Ko-Vorsitzender des bilateralen Deutsch-Koreanischen Forums, das die Regierungen Deutschlands und Koreas 2002 ins Leben gerufen haben und gilt als anerkannter Koreaexperte.

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Im Mittelpunkt des Gesprächs zwischen den koreanischen Parlamentsmitgliedern und Hartmut Koschyk MdB stand die Arbeit der Großen Koalition zwischen CDU, CSU und SPD, da es in der Republik Korea nicht vorstellbar ist, dass die beiden großen Parteien in der koreanischen Nationalversammlung, die Saenuri-Partei und die Demokratische Partei, eine Koalitionen eingehen würden.Koschyk berichtete den koreanischen Abgeordneten, dass er bei den Koalitionsverhandlungen der großen Verhandlungsrunde angehörte, die aus 75 Vertreten von CDU, CSU und SPD bestand sowie der von Bundesfinanzminister Dr. Wolfgang Schäuble geleiteten Arbeitsgruppe, die sich mit den Themen Haushalt, Finanzen und Euro befasste. Auf die Frage wie das tagtägliche politische Zusammenspiel solch großer Parteien in Deutschland möglich sei, erklärte Koschyk, dass im genannten Koalitionsvertrag die politischen Ziele, die man gemeinsam erreichen wolle, festgelegt worden seien. Bei Unstimmigkeiten während der Legislaturperiode würde der Koalitionsausschuss einen Konsens und in letzter Instanz die Parteivorsitzenden von CDU, CSU und SPD in einem „Sechs-Augen-Gespräch“ einen Kompromiss suchen.

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Große Koalition seien laut Koschyk in der Geschichte der Bundesrepublik insbesondere dann gebildet worden, wenn es besonders große Herausforderungen zu meistern galt. Auch die jetzige Große Koalition stehe vor großen Herausforderungen. Neben der Bewältigung der Folgen der Energiewende, dem Erhalt der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit Deutschlands und dem Einsatz für eine stetige Entwicklung hin zur Vollbeschäftigung in unserem Land, gelte es die demografische Situation der sozialen Sicherungssysteme zu bewältigen. Neben Fragen zur Funktionsweise der Großen Koalition in Deutschland, wurde auch auf die deutsch-koreanischen Beziehungen und auf die gegenwärtige Lage in der Ukraine, die Koschyk Anfang dieser Woche besuchte, eingegangen.

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Nach dem Gespräch mit Hartmut Koschyk MdB bot sich für die Abgeordneten aus Südkorea noch die Möglichkeit einer Führung durch das Reichstagsgebäude und einer Besichtigung des Plenarsaals.

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