Allgemein Für die Region
Fichtelgebirgsautobahn aus dem Bundesverkehrswegeplan streichen und Ausbauplanungen überdenken!
26. November 2012
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Auf Grund der erneut aufkommenden Diskussion bzgl. eines Ausbaus der B 303 in Form der sogenannten Z-Variante haben sich Landtagsabgeordnete Gudrun Brendel-Fischer, Landrat Hermann Hübner und der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister der Finanzen und Bayreuther Bundestagsabgeordnete, Hartmut Koschyk MdB, bereits in der letzten Woche an den Bundesverkehrsminister, Dr. Peter Ramsauer MdB, und den bayerischen Staatsminister der Innern, Joachim Herrmann MdL, gewandt und beide aufgefordert, die soganannte „Fichtelgebirgsautobahn“ endgültig aus dem Bundesverkehrswegeplan zu streichen und bei einer Fortschreibung diese nicht mehr aufzunehmen. Weiter haben die Politiker die Beteiligten aufgefordert, die Gedankenspiele, die B 303 durchgängig dreispurig auszubauen, zu verwerfen.

Hintergrund der Forderungen ist ein Gespräch zwischen Bayerns In-nenminister Joachim Herrmann MdL, Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich MdB, Martin Schöffel MdL, Landrat Dr. Karl Döhler, Ministerialdirigent Karl Wiebel (Oberste Baubehörde), Kurt Schnabel (Leiter Staatliches Bauamt Bayreuth) und und den drei Politikern am 12. September 2011. Dort wurden bezüglich des Ausbaus der B 303 folgende Übereinkünfte getroffen:

Es bestand Einigkeit, dass die Ortsumgehung Schirnding, die Straßen-verbindung von Schirnding bis zur A 93, der Streckenabschnitt von der A 93 bis Marktredwitz und der Streckenabschnitt von der A 93 bis Tröstau prioritär ausgebaut werden sollen, nachdem hier teilweise Baurecht vorliegt bzw. die Strecken bereits im vordringlichen Bedarf sind.

Der Streckenabschnitt der B 303 von der A 93 bis Tröstau sollte bei der 2015 geplanten Fortschreibung des Bundesverkehrswegeplanes von Bayern beim Bund als vordringlicher Bedarf angemeldet werden. Wie diesbezüglich mit dem Streckenabschnitt der B 303 von Tröstau bis zur A 9 verfahren werden soll, wurde damals diskutiert, blieb aber ausdrücklich offen. Es bestand jedoch Einigkeit, dass hier allenfalls ein bestandsorientierter Ausbau erfolgen und keinesfalls eine Neutras-sierung in die politisch-öffentliche Diskussion gebracht werden soll.

Aus diesem Grund führen Brendel-Fischer, Hübner und Koschyk ge-genüber den Ministern aus: „Wir fordern die Minister dazu auf, dass die Trassierung der sogenannten „Fichtelgebirgsautobahn“ endgültig aus dem Bundesverkehrswegeplan gestrichen wird. Auch ein durch-gängiger dreistreifiger Ausbau der B 303 zwischen Bischofsgrün und der A 9, wie es von der bayerischen Bauverwaltung angedacht ist, findet unsere Ablehnung, da dies einem autobahnähnlichen Ausbau gleichkommen würde und bei der Bevölkerung auf entschiedene Ablehnung stößt. Daher fordern wir, diesbezügliche Planungen nicht wei-ter zu verfolgen.“

Zur Berichterstattung im Nordbayerischen Kurier gelangen Sie hier.

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