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Filmvorführung „Los viajes del viento“ des kolumbianischen Filmemachers Ciro Guerra an der Universität Bayreuth
30. April 2013
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Im Rahmen des Deutsch-Kolumbianischen Forums in Berlin und Bayreuth wurde der Film „Los viajes del viento“ (Die Reisen des Windes) des kolumbianischen Filmemachers Ciro Guerra gezeigt. Der Spielfilm entstand in Koproduktion mit Razor Film und ZDF/Das kleine Fernsehspiel und in Zusammenarbeit mit ARTE. Ermöglicht wurde die Teilnahme des Regisseurs und die Filmvorführung im Rahmen des Deutsch-Kolumbianischen Forums an der Universität Bayreuth durch das Goethe-Institut.

Dr. Christian Lüffe, Ciro Guerra und Prof. Dr. Fendler bei der Filmvorführung „Los viajes del viento“ (Die Reisen des Windes)

Der stellvertretende Leiter der Kulturabteilung und Bereichsleiter Film, Fernsehen und Hörfunk des Goethe-Instituts, Dr. Christian Lüffe, erklärte die Arbeit des Goethe-Instituts in diesem Bereich. Im Anschluss stellte Frau Prof. Dr. Ute Fendler vom „Lehrstuhl für Romanische Literaturwissenschaft und Komparatistik unter besonderer Berücksichtigung Afrikas“ an der Universität Bayreuth Leben und Werk von Ciro Guerra vor. Dabei hob Prof. Dr. Fendler die großen Verdienste von Ciro Guerra hervor, die er sich um die lateinamerikanische Filmlandschaft erworben hat. Mit seiner herausragenden Regiearbeit wurde eine Plattform für den südamerikanischen Film geschaffen und seine Preise bei zahlreichen Filmfestivals weltweit sind Ansporn für junge Regisseure aus Kolumbien und ganz Südamerika .

Regisseur Ciro Guerra selbst stellte sich den zahlreichen Fragen des Publikums und erklärte dabei auch, dass der Film das Ergebnis einer vierjährigen Arbeit gewesen sei.

Ciro Guerra wurde 1981 in Rio de Oro in Kolumbien geboren und studierte Film und Fernsehen an der Nationalen Universität in Bogota. Bereits mit 20 Jahren produzierte er den Film La Sombra del Caminante (Der Schatten des Gehenden), bei dem er auch Regie führte und das Drehbuch schrieb. Der Film gewann Preise bei den Filmfestivals in San Sebastian, Toulouse, Mar del Plata, Triest, Havanna, Quito, Cartagena, Santiago und Warschau und war bei weiteren 32 Filmfestivals weltweit nominiert. Mit dem „Los viajes del viento“ betitelten Film, der von der Reise zweier Menschen und eines Akkordeons erzählt, schuf der Kolumbianer Ciro Guerra ein kinematografisches Abbild seiner Heimat, dessen Geschichte und Bildkraft auf den Festivals der Welt begeisterten. „Los viajes del viento“ (Die Reisen des Windes) erschien 2009. Der Film feierte seine Premiere beim Filmfestival Cannes 2009 in der Sektion „Un Certain Regard“. Zuschauer und Presse waren gleichermaßen begeistert von diesem visuell spektakulären, poetischen Roadmovie, für das der Regisseur Ciro Guerra in Cannes mit dem Preis der Stadt Rom ausgezeichnet wurde. Weitere Preise bekamen Film und Regisseur beim Filmfestival Bogotá (Bester Kolumbianischer Film, Beste Regie), beim Filmfestival Cartagena (Beste Regie, Bester Film, Bester kolumbianischer Film) und beim Internationalen Filmfestival in Santa Barbara (Bester spanischsprachiger Film).

Im Stile eines Roadmovies wird erzählt, wie Ignacio Carrillo, zeitlebens reisender Akkordeonspieler, nach dem Tod seiner Frau beschlossen hat, das Instrument einem alten Meister zurückzubringen und nie wieder zu spielen. Dieser Reise schließt sich Fermín Morales an, ein Jugendlicher, dessen großer Traum es ist, Musiker zu werden. Nur widerwillig gestattet der Alte es dem Jungen, ihn zu begleiten und zwei sehr ungleiche, gegensätzliche Figuren ziehen mit einem Akkordeon durch Kolumbien. Immer wieder gelangen sie zu Menschen und an Orte, bei denen das Spiel des Akkordeons sich als schicksalhaft erweisen wird.

Weiterführende Informationen finden Sie hier.

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