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Finanzstaatssekretär Koschyk: Auf bestem Weg zur Bildungsrepublik Deutschland!
6. Dezember 2013
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In dieser Woche wurden die Ergebnisse der fünften PISA-Studie veröffentlicht. PISA ist die Abkürzung für „Programme for International Student Assessment“. Die international vergleichende Schulleistungsstudie wird im Auftrag der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) erstellt. Sie erfasst die Lesekompetenz sowie die mathematische und naturwissenschaftliche Kompetenz von 15-jährigen Jugendlichen. An der PISA-Studie im Jahr 2012 haben alle 34 OECD-Länder und 30 Partner-Länder teilgenommen. In Deutschland wurden rund 5.000 Schülerinnen und Schüler befragt.

Die deutschen Schüler haben beim fünften internationalen Schulleistungstest PISA so gut abgeschnitten wie noch nie. Zum ersten Mal lagen sie in Mathematik, Naturwissenschaften und Lesen über dem Durchschnitt der insgesamt 510.000 getesteten 15- und 16-jährigen Jugendlichen in 65 Staaten.

Die Anstrengungen der Bundesregierung unter Bundeskanzlerin Merkel in der deutschen Bildungspolitik seit dem PISA-Schock vor zehn Jahren zahlen sich jetzt aus: Deutschland hat sich konsequent hochgearbeitet. Kein anderes Land hat sich seit der ersten PISA-Studie im Jahr 2000 so konsequent und kontinuierlich nach oben weiterentwickelt. In allen drei Kategorien (Mathematik, Lesen, Naturwissenschaften) haben wir uns in allen vier Folgestudien jeweils verbessert. In Mathematik und Naturwissenschaften ist Deutschland schon 2009 in die Spitzengruppe vorgedrungen, beim Lesen haben wir erstmals jetzt ein zufriedenstellendes Niveau erreicht.

Deutschland holte auch gegenüber Finnland auf. Fast zwei Schuljahre betrug der Lernvorsprung der Finnen im Jahr 2000. Finnland galt seither als schulpolitisches Musterland. Aber Deutschland hat aufgeholt. In Mathematik liegen die deutschen Schüler fast gleichauf, beim Lesen und in den Naturwissenschaften wurde der Abstand auf ein halbes Jahr verkürzt. Frankreich, Dänemark und Schweden haben wir in allen Kategorien längst überholt.

in Deutschland sind die Freistaaten Bayern und Sachsen absolute Spitze. Zwar lässt die PISA-Studie den direkten Vergleich der Bundesländer nicht mehr zu. Aber die ebenfalls 2012 durchgeführte nationale Studie des Instituts zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) offenbarte erhebliche Leistungsunterschiede zwischen den einzelnen Bundesländern. In Mathematik etwa hatten die 15-jährigen Sachsen einen Leistungsvorsprung von zwei Schuljahren gegenüber ihren Altersgenossen in Nordrhein-Westfalen, Bremen und Berlin. In den Naturwissenschaften betrug der Leistungsunterschied zwischen Bayern und Nordrhein-Westfalen immerhin noch ein ganzes Schuljahr. Es zeigt sich: Wo CSU und CDU langfristig für die Schulpolitik Verantwortung tragen, erzielen die Schüler signifikant bessere Ergebnisse als anderswo.

Nicht erst seit dem PISA-Schock wurde behauptet, dass die Bildungschancen der Kinder in Deutschland vom Elternhaus abhingen. Dieser Vorwurf ist vom Tisch. Die OECD bescheinigt uns jetzt, dass Deutschland zu den wenigen Staaten gehört, denen es gelungen ist, sowohl die Leistungen zu steigern als auch den Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Kompetenzentwicklung zu verringern. In allen drei Kategorien haben wir den Anteil der Leistungsschwächeren nachweislich verringern können.

In allen drei Kategorien ist die Gruppe der Leistungsschwächeren in Deutschland deutlich kleiner als im OECD-Durchschnitt. Großen Anteil an diesem Ergebnis hat die Förderung der Kinder aus zugewanderten Familien. Sie haben nicht zuletzt im Schwerpunktfach Mathematik stark aufgeholt und gegenüber den Gleichaltrigen ohne Migrationshintergrund nahezu aufgeschlossen. Die aktuelle PISA-Studie stellt den deutschen Schülern ein gutes Zeugnis aus und bestärkt Lehrer und Politiker, den eingeschlagenen Weg fortzusetzen. Wer das Leistungsprinzip außer Kraft setzen will, Noten und Ehrenrunden abschafft, gefährdet hingegen nicht nur ein gutes Abschneiden unserer Schüler beim nächsten PISA-Test, sondern die Zukunftschancen unseres ganzen Landes.

Im Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD für die 18. Wahlperiode des Deutschen Bundestags bilden Bildung und Forschung einen besonderen Schwerpunkt. Die vorliegende PISA-Studie belegt, dass wir auf bestem Weg hin zu einer Bildungsrepublik Deutschland sind. Eine künftige Bundesregierung unter Bundeskanzlerin Angela Merkel wird auf der Grundlage des Koalitionsvertrags die Weichen stellen, dieses Ziel Schritt für Schritt zügig zu erreichen.

Der Ausbildungspakt wird dabei einen wichtigen Beitrag zur beruflichen Ausbildung und Fachkräftesicherung leisten. CDU, CSU und SPD wollen ihn gemeinsam mit den Sozialpartnern und den Ländern zu einer „Allianz für Aus- und Weiterbildung“ weiterentwickeln. Gleichzeitig setzen wir die Förderung von exzellenter Lehre und Spitzenforschung auf hohem Niveau fort und schaffen dauerhafte Strukturen zur Profilierung und strategischen Kooperation der Hochschulen nach Auslaufen der Exzellenzinitiative. Der vorliegende Koalitionsvertrag leistet damit einen entscheidenden Beitrag für die Fortentwicklung des Wissenschafts- und Forschungsstandorts Deutschland und auch unserer Region mit ihrer hoch angesehenen Universität Bayreuth. Er sichert Wettbewerbsfähigkeit, Arbeitsplätze und die Zukunftschancen kommender Generationen.

Unsere klaren Prioritäten für Bildung und Forschung wird eine künftige Bundesregierung sogar noch verstärken. Das heißt, wir werden auch im Vergleich zu anderen Bereichen noch mehr Geld für die Bildung junger Menschen und für Forschung aufwenden. Konkret bedeutet dies beispielsweise, dass jeder junge Mensch eine Ausbildungsgarantie erhält und – wenn nötig – individuelle Hilfestellungen von der Schule bis zu einem qualifizierten Berufsabschluss. Für die Forschung bedeutet das Verlässlichkeit. Durch konstante Aufwüchse sorgen wir dafür, dass unsere exzellenten Forschungseinrichtungen weiter in der Weltspitze mithalten können und wir so unseren Wohlstand sichern. Markenzeichen einer künftigen Bundesregierung unter Bundeskanzlerin Angela Merkel bleibt: gute Bildungschancen für jeden und exzellente Forschung für alle!

Weiterführende Informationen auf der Internetseite des Bundesministeriums für Bildung und Forschung finden Sie hier.

Die PISA-Studie können Sie hier herunterladen.

Eine Zusammenfassung der PISA-Studie können Sie hier herunterladen.

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