Allgemein Für Deutschland
Finanzstaatssekretär Koschyk im Interview mit der Nürnberger Zeitung zur Krise in Griechenland
16. Mai 2012
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Bei einem Redaktionsbesuch bei der Nürnberger Zeitung ging der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister der Finanzen und Bayreuther Bundestagsabgeordnete, Hartmut Koschyk, auch auf die Krise in Griechenland ein.

Finanzstaatssekretär Koschyk betonte, dass bisher in der Eurokrise kein einziger Cent des deutschen Steuerzahlers verloren gegangen sei. Das erste Programm für Griechenland läuft über gepoolte Kredite: „Solange Athen nicht bankrott geht, verlieren wir kein Geld des Steuerzahlers.“ Auch die Sorge, künftig müssten Staaten anderen immer häufiger aus der Finanzkrise helfen, teilt Finanzstaatssekretär Koschyk nicht. Das werde nicht eintreten, sagt er. Denn der Fiskalpakt werde zu einer Stabilitätsunion führen. Außerdem sei Solidarität keine Einbahnstraße: „Unterstützung bekommen nur jene Regierungen, die entsprechende Konsolidierungsanstrengungen leisten.“ So lange sich in Athen keine Regierung bildet, dürfte das hingegen schwerfallen. Eine Katastrophe gebe es laut Finanzstaatssekretär Koschyk aber nicht. Die Folgen seien in jedem Fall beherrschbar – selbst dann, wenn sich im Parlament keine Mehrheit für den mit EU und IWF vereinbarten Sparkurs findet: „Dann wäre es am besten, Griechenland scheidet freiwillig aus der Eurozone aus“, sagt Koschyk, „billiger aber wird es dann auf keinen Fall.“

Zum Artikel in der Nürnberger Zeitung gelangen Sie hier.

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