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Finanzstaatssekretär Koschyk: „Wir beobachten eine zunehmende organisierte Kriminalität bei Zolldelikten“
12. August 2013
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In der aktuellen Ausgabe der WirtschaftsWoche (12.8.2013 / Nr.33) wird in einem Artikel ausführlich über die Zentrale Unterstützungsgruppe Zoll (ZUZ). In dem Artikel wird erklärt, dass Steuerbetrüger und Fälscher „im Windschatten von Globalisierung und offenen Grenzen segeln“. Die mafiösen Strukturen breiten sich aus, der wirtschaftliche Schaden wächst. Die Fahnder vom Zoll sehen sich mit einer steigenden Gewaltbereitschaft konfrontiert und „rüsten mit einer eigenen Eliteeinheit auf“, so die WirtschaftsWoche.

Gemeint ist damit die Zentrale Unterstützungsgruppe Zoll (ZUZ). Die ZUZ ist dem Zollkriminalamt in Köln (ZKA) unterstellt und unterstützt die Zollfahndungsämter sowie gelegentlich die Polizei. Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister der Finanzen und Bayreuther Bundestagsabgeordnete besucht regelmäßig die ZUZ-Führung und Einheiten des Zolls. Die rund 39 000 Zollbeamten, darunter 3500 Fahnder, arbeiteten in einem neuralgischen Bereich, so Finanzstaatssekretär Koschyk: „Deutschland als exportstarkes Land lebt von offenen Grenzen, gleichzeitig machen sich Verbrecher dies zunutze.“ Der Zoll müsse also „den Balanceakt“ vollführen, die Kriminellen herauszufischen, ohne Bürger und Unternehmen mit Kontrollen zu drangsalieren. Einfach die Grenzen wieder dicht machen und dort massive Zollkontrollen einführen (wie es die USA seit dem 11. September 2001 tun) verbiete überdies schon das Schengener Abkommen. Trotzdem seien „Ausgleichsmaßnahmen“ erforderlich, sagt Koschyk. Dazu zähle, dass die Bundesregierung alte Überhangstellen an den Ostgrenzen nicht weiter abbaue. Zollbeamte würden an ihren alten Standorten – „auch familienschonend“, wie Koschyk betont – neue Einsätze erhalten, um den Schmugglern vor Ort das Leben schwer zu machen. Daneben setzt die Regierung auf internationale Kooperation und elektronische Kontrollen. Deutsche Zollbeamte treffen sich regelmäßig mit ausländischen Kollegen und bauen offizielle wie persönliche Kontakte auf. Selbst mit China gebe es inzwischen gute Beziehungen, sagt Koschyk. Wo die Gespräche etwa über Produktfälschungen vor ein paar Jahren noch ruppig gewesen seien, gehe es heute konstruktiv zu – sicher auch, weil chinesische Firmen mittlerweile selbst von Plagiaten geschädigt würden.

Zum vollständigen Artikel in der WirtschaftsWoche gelangen Sie hier.

 

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