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Fränkische Braukunst in Shenyang
30. Oktober 2014
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Hält die „fränkische Fahne“ in der chinesischen Metropole Shenyang hoch: Braumeister Axel Holzheu, in Bayreuth geboren, in Neuhaus/Pegnitz aufgewachsen, Realschul-Besuch in Pegnitz, Brauerlehre bei der Kaiserbräu in Neuhaus/Pegnitz

Seit 2004 gibt es im Kempinski-Hotel der chinesischen Metropole Shenyang ein „Paulaner Brauhaus“. Insgesamt existieren in China heute 22 Braustätten der Münchner Traditionsbrauerei, die im Franchise-System nach klaren Qualitätsvorgaben des „Mutter-Hauses“, selbstverständlich gemäß Bayerischem Reinheitsgebot, echt bayerisches Bier brauen. Dafür sorgen nicht zuletzt bayerische Braumeister. In Shenyang ist seit 2009 Axel Holzheu als Braumeister tätig und braut mit einem chinesischen Assistenten pro Jahr 1000 Hektoliter Fassbier, das mit bayerischem Essen den überwiegend chinesischen Gästen serviert wird. Axel Holzheu wurde 1982 in Bayreuth geboren, wuchs in Neuhaus/Pegnitz auf, besuchte die Realschule Pegnitz und lernte bei der Kaiserbräu Neuhaus als Braugeselle und sammelte dort erste Erfahrung in der Braukunst. Nach einer beruflichen Tätigkeit in einer österreichischen Brauerei studierte Axel Holzheu an der Doemens Brauakademie in Müchen-Gräfelfing Brau- und Getränketechnologie. Das Angebot, unmittelbar danach als Braumeister nach Shenyang zu gehen, nahm er beherzt an und hat diese Entscheidung bis heute nicht bereut. Sein helles Lager, sein „Dunkles“, im Sommer sein Weißbier, aber auch die Bockbiere und das Oktoberfest-Bier kommen super an. Durch die Eröffnung eines Deutschen Generalkonsulates in Shenyang, durch deutsche und bayerische Unternehmen wie zum Beispiel ein hochmodernes BMW-Werk, kommen auch zunehmend deutsche und europäische Gäste „zum Axel ins Paulaner“. Er fühlt sich in Shenyang sehr wohl, berichtete er jetzt Hartmut Koschyk bei dessen Besuch in Shenyang. Zur Familie, die in Bernheck, Neuhaus und Bayreuth lebt, hält er regen Kontakt, vor allem auch durch Besuche hin und her. Direktflüge der Lufthansa von Frankfurt nach Pjöngjang drei Mal in der Woche machen es möglich. Am meisten vermisst er neben der Familie und der fränkischen Heimat „a echt’s fränggisches“ Brot, obwohl es in Shenyang inzwischen auch einen deutschen, aber „halt kan fränggischen“ Bäcker gibt. Der Hopfen für das in Shenyang gebraute Paulaner-Bier kommt übrigens aus Bayern, das Malz und das Wasser in guter Qualität aus China. Axel Holzheu, der fränkische Braumeister im fernöstlichen Shenyang macht seiner Heimat alle Ehre!

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