Allgemein Für Deutschland
Gedenkveranstaltung zum 60. Jahrestag des 17. Juni 1953 in Berlin
9. Juni 2013
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Auf dem Vorplatz des Detlev-Rohwedder-Hauses, dem Sitz des Bundesfinanzministeriums, findet heute eine Gedenkveranstaltung mit Kranzniederlegung des Bundeskongresses der Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen und zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur sowie der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur mit den Verfolgtenverbänden und Aufarbeitungsinitiativen  zum 60. Jahrestag des 17. Juni 1953 statt.

Anwesend ist auch der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister der Finanzen und Bayreuther Bundestagsabgeordnete, Hartmut Koschyk der ebenfalls stellvertretender Stiftungsratsvorsitzender der „Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur“ in Berlin ist. Von 1998 bis 2008 war er Mitglied des Beirates beim Bundesbeauftragten für die Unterlagen der Staatssicherheit der ehemaligen DDR. Als Sprecher der CDU/CSU-Fraktion in den Enquete-Kommissionen „Aufarbeitung von Geschichte und Folgen der SED-Diktatur in Deutschland“ des 12. Deutschen Bundestages und „Überwindung der Folgen der SED-Diktatur im Prozess der deutschen Einheit“ des 13. Deutschen Bundestages hat sich Koschyk als Experte in diesen Themenbereichen einen Namen gemacht.

In seinem Grußwort erklärte Finanzstaatssekretär Koschyk, dass es wichtig sei, die Erinnerung an die Ereignisse des 17. Juni 1953 auch 60 Jahre danach wach zu halten. „Je länger die Ereignisse zurückliegen, desto mehr drohen sie in Vergessenheit zu geraten oder zumindest in der öffentlichen Wahrnehmung an Bedeutung zu verlieren. „Ich bin sehr froh, dass seit dreizehn Jahren das Bodendenkmal täglich an den DDR-Volksaufstand erinnert. Darüber hinaus haben wir uns lange darum bemüht, die Bedeutung des Platzes an der Leipziger Straße vor unserem Haus für den DDR-Volksaufstand über das in den Boden eingelassene Kunstwerk hinaus noch klarer zu dokumentieren. Das ist zu meiner großen Freude und Genugtuung gelungen und der Platz wird künftig den würdigen Namen „Platz des Volksaufstandes von 1953“ tragen. Bei der Erinnerung an die DDR gibt es immer wieder Stimmen, die versuchen, die SED-Diktatur zu verharmlosen. Da wird zu weilen behauptet, es sei doch alles nicht so schlimm gewesen, schließlich hätte ja jeder Arbeit gehabt und der soziale Zusammenhalt sei auch viel besser gewesen als heute. Eine solche Verklärung und Verharmlosung des Unrechtsregimes der SED dürfen wir nicht zulassen. Im aktuellen Bericht der Bundesregierung zum Stand der Aufarbeitung der SED-Diktatur heißt es: ‚Einen Schlussstrich unter das begangene Unrecht kann und wird es nicht geben. Dies sind wir nicht nur den Opfern, sondern auch den Menschen, die die Friedliche Revolution erst möglich machten, und vor allem unseren Werten Freiheit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit schuldig.‘ Deshalb müssen wir immer wieder neu daran erinnern, was es wirklich bedeutete, in der DDR leben zu müssen – vor allem für diejenigen, die sich nicht dem Regime gebeugt haben, die sich nicht ihre Meinung verbieten lassen wollten. Wir dürfen nicht vergessen, was die Menschen wagen und erleiden mussten, die für Freiheit und Demokratie gekämpft haben. Viele haben diesen Kampf mit ihrem Leben bezahlt“, so Finanzstaatssekretär Koschyk.

Zum Redebeitrag von Finanzstaatssekretär Koschyk gelangen sie hier

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