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Goldkronach, Goldbergbau, Goldsaibling: Ein Fisch zu Ehren von Alexander von Humboldt / Palette der kulinarischen Humboldt-Kreationen erweitert
11. September 2019
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Meeresströme, Gebirge und sogar ein Mondkrater sind nach Alexander von Humboldt benannt. Zu seinem 250. Geburtstag am 14. September hat es nun erstmals auch ein Speisefisch geschafft, nach dem bedeutenden Universalgenie benannt zu werden: der Humboldt-Goldsaibling.
„Gold, das passt“, sind sich die Verantwortlichen vom namensgebenden Alexander-vom-Humboldt-Kulturforum Schloss Goldkronach einig. War Alexander von Humboldt doch von 1792 bis 1795 im Dreieck zwischen Arzberg, Bad Steben und Bayreuth damit beschäftigt, den damals darniederliegenden Bergbau und speziell den Goldbergbau, auf Vordermann zu bringen. Zentrum seines Wirkens war dabei das Städtchen Goldkronach, heute Zentrum des Humboldt-Gedenkens in der Region.
„Mit dem Goldsaibling wird die breite Palette unserer kulinarischen Humboldt-Kreationen wunderbar erweitert“, sagt der Vorsitzende des Humboldt-Kulturforums, der frühere Finanzstaatsseketär und langjährige Bundestagsabgeordnete Hartmut Koschyk. So gibt es mit dem Humboldt-Trunk bereits ein dunkles Exportbier von der Brauerei Hütten aus Warmensteinach, mit dem Humboldt-Laabla und dem Humboldt-Laib Bötchen und Brot von der Goldkronacher Bäckerei Karl-Heinz Beck, mit den Humboldt-Seufzerla eine Rauchwurst von der Bayreuther Metzgerei Parzen und dem Humboldt-Kaffee der Hollfelder Kaffeemanufaktur Garten-Café.

Die Ursprungsgene des Goldsaibling stammen vom Bachsaibling, der vor rund 150 Jahren über den großen Teich zu uns gekommen ist, erläutert der Teichwirt Karl-Heinz Herzing aus Büchenbach. In kalten Quellbächen und Teichen fühle sich der Bachsaibling wohl und werde auch dort zur weiteren Arterhaltung gezüchtet. Beim Ablaichen der Fische sei die Anzahl der befruchteten Eier, die die Gene eines Goldsaibling haben, sehr gering. Es könne vorkommen, dass man bei 100.000 Eiern nur zwei bis drei Eier findet, die befruchtet sind um einen Goldsaibling zu bekommen. „Somit ist es sehr mühsam und zeitaufwendig, den Goldsaibling vom Ei bis zum Speisefisch zu züchten“, so Herzing. Der Humboldt-Goldsaibling besitze eine sehr edle und feine goldgelbe Farbe, wachse wesentlich langsamer als der Bachsaibling, sei aber vom Geschmack her viel feiner und zarter.
Angeboten werden die Humboldt-Saiblinge exklusiv im Landgasthof Schwarzes Roß im Bad Bernecker Ortsteil Goldmühl. Der Ort ist insofern historisch, als dass Alexander von Humboldt am Lindenplatz in Goldmühl in unmittelbarer Nähe zum Schwarzen Roß Quartier bezogen hatte. Bis Ende September wartet der Chef, Jens Wolfrum dort mit besondere Saibling-Kreationen auf. „Der Humboldt-Saibling wird als Ganzer rein in der Pfanne in schäumender Butter gebraten, um die schöne goldgelbe Farbe zu erhalten“, erläutert Wolfrum. Dazu gibt es Blattspinat und fränkische Kartoffeln. Wolfrum: „Der Humboldt-Goldsaibling soll wirklich etwas Besonderes sein“.
Stephan Herbert Fuchs

Sie präsentierte die ersten Humboldt-Goldsaiblinge (von links): der Büchenbacher Teichwirt Karl-Heinz Herzing, der Wirt des Landgasthofes Schwarzes Roß in Goldmühl und der Vorsitzende des Alexander-von-Humboldt-Kulturforums Hartmut Koschyk.

 

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Maximilian Döres

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