Allgemein
Hartmut Koschyk mit 95,3 Prozent als CSU-Kreisvorsitzender wiedergewählt
28. Mai 2011
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Mit 141 von 148 Stimmen ist der Parlamentarische Finanzstaatssekretär Hartmut Koschyk am Freitagabend in Altenplos als Vorsitzender des CSU-Kreisverbandes Bayreuth-Land bestätigt worden. Eine Änderungen gab es bei seinen vier Stellvertretern: Während Günter Dörfler aus Weidenberg mit 105, Lissi Weigel aus Goldkronach mit 83 und Richard Müller aus Hummeltal mit 81 Stimmen ebenfalls in ihren Ämtern bestätigt wurden, reichten beim Pegnitzer Manfred Vetterl die 77 Stimmen nicht. An seiner Stelle wählten die Delegierten überraschend den Hollfelder Studenten und Kreisvorsitzenden der Jungen Union (JU) Markus Täuber mit 110 Stimmen zum neuen Stellvertretenden Vorsitzenden des Kreisverbandes Bayreuth-Land. Dem engeren Vorstand gehören weiterhin Berthold Just und Waltraud Pfaunsch als Schriftführer sowie Sabine Habla als Schatzmeisterin und Kreisgeschäftsführerin an.

Der neugewählte engerer CSU-Kreisvorstand

V.l.n.r.: Schriftführer Berthold Just, Stellv. Kreisvorsitzender Markus Täuber, Schriftführerin Waltraud Pfauntsch, Stellv. Kreisvorsitzende Lissi Weigel, CSU-Kreisvorsitzender und Parl. Staatssekretär Hartmut Koschyk MdB, Stellv. Kreisvorsitzender und Vorsitzender der CSU-Kreistagsfraktion Günter Dörfler, Kreisschatzmeisterin und Kreisgeschäftsführerin Sabine Habla und Stellv. Kreisvorsitzender Richard Müller.

Mit der Wahl des 23-Jährigen senkt die CSU zumindest auf Vorstandsebene ihren Altersdurchschnitt, der innerhalb der Mitglieder neben dem Frauenanteil als eine der großen Herausforderungen gilt. So war der Altersdurchschnitt innerhalb des zurückliegenden Jahres von 56,5 auf exakt 57 Jahre angestiegen. Leicht gesteigert werden konnte dagegen dem Bericht Koschyks zufolge der Anteil weiblicher Mitglieder um einen halben Prozentpunkt auf 14 Prozent. Insgesamt hat die CSU im Bayreuther Landkreis 1.665 Mitglieder, 42 weniger als noch vor einem Jahr. „Wir müssen dafür sorgen, dass mehr Frauen Mitglieder in den Ortsverbänden werden“, forderte Koschyk die Mitglieder auf. Gleiches gelte für die Heranführung der jüngeren Generation.

Inhaltlich bestimmten drei Themen die Kreisvertreterversammlung: der Rücktritt Karl-Theodor zu Guttenbergs, die geplante Stimmkreisreform sowie der Energieumstieg. Koschyk nannte zu Guttenbergs Rücktritt als unausweichlich. Wenn allerdings jemand einen schweren Fehler begangen, ihn eingesehen und daraus die Konsequenzen gezogen hat, dann müsse er auch ein Recht auf eine zweite Chance bekommen. „Er ist einer von uns und er bleibt einer von uns, die Tür steht für ihn weit offen.“

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In jedem Fall verhindert werden soll die Reduzierung der Landtagsstimmkreise in Oberfranken. „Wir haben gute Argumente von hervorragenden Rechtslehrern gesammelt und kommen zu dem Schluss, dass es ernste verfassungsrechtliche Bedenken gegen die Streichung eines Stimmkreises in Oberfranken gibt“, sagte Koschyk. Auch in Landesteilen, die mehr als andere von Bevölkerungsrückgängen bedroht sind, müsse eine angemessene Zahl an Abgeordneten möglich sein.

Als eine der größten Herausforderungen der Zukunft bezeichnete der Kreisvorsitzende die anstehende Energiewende. Man mache sich auf keinen einfachen Weg, allerdings biete die Energiewende auch viele Chancen, wie etwa die Möglichkeit, Wertschöpfung durch dezentrale Energieerzeugung im ländlichen Raum zu generieren. Dieser Weg muss allerdings auch sicher und bezahlbar sein, wobei speziell der Landkreis Bayreuth dafür bestens gerüstet sei.

Bei den Ansprachen der Mandatsträger stellte die oberfränkische Europaabgeordnete Monika Hohlmeier unter anderem die große Bedeutung der EU-Agrarförderung heraus. Nur mit der Förderung könne man die Lebensmittelversorgung aus eigener Kraft sicherstellen und die Abhängigkeit von Importen verhindern. Gegen die Stimmkreisreform protestierte der Kulmbacher Oberbürgermeister und Bezirksrat Henry Schramm: „Mir wäre es am liebsten, wenn alles so bleiben würde, wie es ist“, sagte er. Im Zuge der Energiewende sollten vor allem die Landwirte profitieren und unternehmerisch tätig werden können, forderte die Landtagsabgeordnete Gudrun Brendel-Fischer, die für ihre 25-jährige CSU-Mitgliedschaft geehrt wurde.

Ehrung von Gudrun Brendel-Fischer MdL

Ehrung von Gudrun Brendel-Fischer MdL (Bildmitte) für 25-jährige Mitgliedschaft in der CSU durch den CSU-Kreisvorsitzenden und Parl. Staatssekretär Hartmut Koschyk und der CSU-Ortsvorsitzenden und Gemeinderätin Simone Kirschner.

Die Nahrungsmittelproduktion dürfe davon allerdings nicht gefährdet werden. MdL Walter Nadler forderte ein Fraunhofer-Institut für Bayreuth, da mit einer solchen Einrichtung die Region einen gewaltigen Schritt nach vorne gebracht werden könnte und Landrat Hermann Hübner zog eine positive Halbzeitbilanz seiner bisherigen Amtszeit. Er kündigte an, „wie ein Löwe“ zu kämpfen, um alle Grundschulen im Bayreuther Landkreis erhalten zu können. Bei den Hauptschulen werde dies allerdings nicht möglich sein. Das Konstrukt der neuen Mittelschule sei dabei aber eine hervorragende Alternative.

Der Kreisvorstand mit den Mandatsträgern der CSU.

Der CSU-Kreisvorstand zusammen mit dem Landtagsabgeordneten Walter Nadler (1.v.l.), Landrat Hermann Hübner (2.v.l.), der Europaabgeordneten Monika Hohlmeier (2.v.r.) und der Landtagsabgeordneten Gudrun Brendel-Fischer (1.v.r.).

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