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Hermes-Stipendiat Florian Wallner im Gespräch mit Hartmut Koschyk
17. Januar 2014
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Hermes-Stipendiat Florian Wallner gemeinsam mit Hartmut Koschyk MdB

Landwirtschaftsmeister Florian Wallner, der gemeinsam mit seinen Eltern in Pertenhof bei Pegnitz einen landwirtschaftlichen Voller-werbsbetrieb führt, nimmt noch bis zum 3. März am sogenannten „TOP Kurs“ der Andreas Hermes Akademie in Bonn teil.

Nach seinem Realschulabschluss lernte Florian Wallner auf den landwirtschaftlichen Vollerwerbsbetrieben der Familie Ponfick in Unterölschnitz und der Familie Sendelbeck in Gottsfeld. Er besuchte die Landwirtschaftsschule Bayreuth, wo er seine Ausbildung zum Landwirtschaftsmeister abschloss. Aufgrund seiner hervorragenden Ausbildungsergebnisse bekam er ein Stipendium für den „Grainauer Grundkurs“. Dieser richtet sich speziell an junge Erwachsene mit landwirtschaftlichem Bezug. Hauptziel ist es, die Persönlichkeit und die Allgemeinbildung zu stärken.

Der TOP Kurs der Andreas Hermes Akademie richtet sich an junge Nachwuchskräfte für Führungspositionen der landwirtschaftlichen Interessenvertretung. Hierzu durchlaufen die Teilnehmer ein zwei-monatiges Programm, in dem verschiedene Inhalte, wie beispiels-weise Präsentationen und Kommunikation, Leitung und Führung, aber auch Medienkompetenz vermittelt werden. Unterstützend werden verschiedene Bildungsreisen nach Brüssel, Rom, Istanbul und auch nach Berlin durchgeführt. Vor allem mit dem Dialog mit Gesprächspartnern aus Politik und Wirtschaft können die Teilneh-mer ihren Horizont erweitern.

Im Rahmen des TOP Kurses der Andreas Hermes Akademie traf sich Landwirtschaftsmeister Florian Wallner im Deutschen Bundestag mit seinem direkt gewählten Bundestagsabgeordneten aus dem Wahlkreis Bayreuth-Forchheim und Beauftragten der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Hartmut Koschyk, um sich unter anderem über aktuelle Fragen der Landwirtschaftspolitik auszutauschen.

Florian Wallner zeigte sich sehr daran interessiert, wie MdB Koschyk dazu kam, von Kindesalter an ehrenamtlich tätig zu sein. Auch wurde der Frage nachgegangen, wie der ländliche Raum nachhaltig gestärkt werden könnte. Dabei betonte MdB Koschyk, dass es unerlässlich sei, die Infrastruktur und den Breitbandausbau im ländlichen Raum voranzutreiben, um damit auch die Zukunft unserer landwirtschaftlichen Betriebe sicherzustellen. Handwerk und Mittelstand seien schließlich das Geheimnis des Erfolges der Deutschen Wirtschaft, wozu für ihn auch die Land- und Forstwirtschaft zähle.

Das Image der Landwirtschaft beschäftigt den Jungunternehmer Florian Wallner sehr. Trotz allen Bemühungen gebe es auch im Agrarbereich die „schwarzen Schafe“, die schnell das Ansehen die-ses Berufsfeldes verschlechtern, so Florian Wallner.

Im Hinblick auf eine nachhaltige ökologische Landwirtschaft zeigte sich Florian Wallner sehr interessiert an der Becherpflanze als Alternative zum Mais für die energetische Nutzung in Biogasanlagen. Die Becherpflanze liefert ähnlich hohe Energieerträge wie Mais, hat aber bei weitem weniger negative Umweltauswirkungen im Hinblick auf Bodenerosion und Humusabbau. Koschyk erklärte, dass er sich daher in der Vergangenheit für ein Forschungsvorhaben zur Becherpflanze in Zusammenarbeit mit der Universität Bayreuth eingesetzt habe. Des Weitereren diskutierte man auch Fragen zu finanziellen Förderungen für landwirtschaftliche Betriebe, die sich ein „zweites Standbein“ aufbauen wollen sowie Fragen zum geplanten Freihandelsabkommen zwischen den USA und der Europäischen Union.

Florian Wallner dankte seinem Bundestagsabgeordneten Hartmut Koschyk für die gemeinsame Diskussion in seinem Bundestagsbüro, die man gemeinsam bei einem Besuch des elterlichen Betriebes von Florian Wallner in Pertenhof fortsetzen wolle.

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