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Humboldt-Exkursion zum Haidberg und zur Quelle der Sächsischen Saale
8. Juli 2024
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Gemeinsam mit der Katholischen Erwachsenenbildung Bayreuth, dem Evangelischen Bildungswerk Oberfranken-Mitte, der Frankenbund-Gruppe Bayreuth und dem Historischen Verein für Oberfranken hatte das Alexander von Humboldt-Kulturforum Schloss Goldkronach e.V. auch in diesem Jahr wieder  zu einer Exkursion auf den Spuren Alexander von Humboldts zum Haidberg und der Quelle der Sächsischen Saale eingeladen.

Der Reisebus des Unternehmens Bustouristik Krieg aus Pegnitz war mit 50 Teilnehmern voll besetzt und steuerte über Pegnitz, Bayreuth und Goldkronach zunächst den Haidberg bei Zell an. Hier war Alexander von Humboldt in seinen fränkischen Jahren auf das Phänomen des Magnetismus gestoßen, das er „die Entdeckung meines Lebens“ nannte.

Dagmar Bauer vom Humboldt-Kulturforum gab eine prägnante Einführung über Humboldts magnetische Erfahrungen am Haidberg, dessen bis heute andauernde magnetische Wirkung die Exkursionsteilnehmer anhand mitgebrachter Kompasse selbst testen konnten.

Dagmar Bauer vom Humboldt-Kulturforum berichtet über Alexander von Humboldts Forschungen zum Thema „Magnetismus“ am Haidberg bei Zell

zahlreiche Exkursionsteilnehmer hatten ihren Kompass mitgebracht, der auf die magnetische Wirkung der Haidberg-Gesteine (Serpentinit) reagierten.

Nach einer Mittagspause in dem urfränkischen Wirtshaus „Grüner Wald“ in Walpenreuth mit exzellenter fränkischer Küche erwartete der populäre Heimatforscher des Fichtelgebirges, Dr. Adrian Roßner, die Fahrtteilnehmer unweit der Quelle der Sächsischen Saale und gab eine Einführung über Alexander von Humboldts Beziehung zu diesem Ort: als Chef der preußischen Bergbauverwaltung gab er den Ausschlag, das dortige Gelbkreide-Bergwerk „Hülfe Gottes“ weiter auszubauen, um den weiteren Abbau von Gelbkreide zu ermöglichen. Adrian Roßner hat durch eigene Forschungen herausgefunden, dass die Quelle der Sächsischen Saale in ihrer heutigen Form durch einen Teil des Stollens fließt, dessen Ausbau Alexander von Humboldt seinerzeit veranlasst hatte. Er wies darauf hin, dass der Fichtelgebirgsverein ein Gerät in Selbstbauweise entwickelt, welches in den Schacht eingeführt werden und von dort Bilder senden soll.

Dr. Adrian Roßner „lüftet“ das Geheimnis der Quelle der Sächischen Saale bei Zell

Für die Exkursionsteilnehmer war es ein besonderes Erlebnis, unter Führung von Adrian Roßner zur Quelle der Sächsischen Saale zu wandern und dort von ihm das „Geheimnis“ der Quelle und den Bezug zu Alexander von Humboldt ebenso kompetent wie fränkisch-gewitzt erläutert zu bekommen.

Dr. Adrian Roßner mit Dagmar Bauer und Hartmut Koschyk an der Quelle der Fränkischen Saale

Zum Dank für seinen engagierten Vortrag überreichte der Vorsitzende des Humboldt-Kulturforums Hartmut Koschyk unter dem Beifall der Exkursionsteilnehmer den schmackhaften „Humboldt-Trunk“ der Brauerei Hütten sowie ein Buch von Oliver Lubrich zu Humboldt.

zur Quelle der Fränkischen Saale führt ein „Humboldt-Weg“

Zum Ende der Exkursion kehrten die Humboldt-Interessierten kurz vor dem Einsetzen eines Gewitterregens noch trocken im Gasthaus Kornbachtal bei Gefrees ein, wo sie köstlich selbstgebackene Kuchenspezialitäten genießen konnten.

Die Humboldt-Exkursion zum Haidberg und zur Quelle der Fränkischen Saale wurde vom Regionalmanagement Bayern gefördert.

Hier gelangen Sie zu den Ausführungen von Dagmar Bauer zum Haidberg, dem Magnetismus und Alexander von Humboldt:
Alexander von Humboldt und der Haidberg

Hier gelangen Sie zum Beitrag des Bayerischen Fernsehens über Adrian Roßners Forschungen zur Quelle der Sächsischen Saale.

Hier gelangen Sie zu einer Abhandlung von Adrian Roßner über das Gelbkreide-Bergwerk „Hüllfe Gottes“:

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Sebastian Machnitzke

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