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Humboldt-Kosmos ging von Franken aus – Buchvorstellung auf Schloss Goldkronach zieht viele Besucher an
12. November 2012
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Frank Holl und Eberhard Schulz-Lüpertz haben sich auf die Spuren Alexander von Humboldts begeben – Zum ersten Mal beschreibt ein Buch das Wirken des Universalgelehrten in der Region. Alle wissenschaftlichen Arbeiten des Universalgelehrten Alexander von Humboldt haben in Franken ihren Anfang genommen. Zu diesem Schluss kommen die renommierten Humboldt-Experten Frank Holl und Eberhard Schulz-Lüpertz in ihrem neuen Buch „Ich habe so große Pläne dort geschmiedet … – Alexander von Humboldt in Franken“. Die umfangreiche Publikation ist die erste, die Humboldts Wirken in der Region detailliert beschreibt. Vorgestellt haben die beiden Autoren ihr Werk am Samstagabend in Goldkronach.

Dr. Frank Holl (Autor des Buches).

Alexander von Humboldt (1769-1859) war von 1792 bis 1797 als Bergwerkinspektor und Königlicher Oberbergmeister in den beiden Fürstentümern Brandenburg-Bayreuth und Brandenburg-Ansbach tätig. „Alle seine späteren wissenschaftlichen Arbeiten haben hier ihren Anfang genommen, alle seine Erkenntnisse gehen auf die Zeit in Franken zurück“, sagt  Eberhard Schulz-Lüpertz.

Als eines der bislang von der Forschung wenig beachteten Beispiele dafür nennt der Co-Autor die Feststellung Humboldts, dass das Abholzen von Wäldern dramatische Folgen für die Umwelt und das Klima hat. Alexander von Humboldt hatte darauf bereits hingewiesen, als während seines Aufenthalts im Fichtelgebirge immer wieder große Waldflächen gerodet wurden, weil das Holz als Energielieferant benötigt wurde.

Ausführlich gehen Holl und Schulz-Lüpertz auf die drei Orte ein, die in besonderem Zusammenhang mit Alexander von Humboldt stehen: Arzberg, Bad Steben und Goldkronach. An allen drei Orten gibt es noch Spuren des einstigen Bergbaus und Hinweise auf das Wirken des Universalgelehrten. So stehe noch heute das Gebäude in Bad Steben, in dem Humboldt nicht nur gewohnt, sondern auch die erste Schule für Bergleute gegründet hatte. Das Haus steht aktuell zum Verkauf, es zeichne sich bereits eine Nutzung im Sinne des Gedenkens an Alexander von Humboldt ab, sagt Schulz-Lüpertz.

Dr. Eberhard Schulz-Lüpertz (Co-Autor) bei der Vorstellung des Buches.

Eine besondere Rolle spiele auch Goldkronach, denn so der Autor: „Alexander von Humboldt war vom Goldfieber gepackt.“ Tatsächlich war es ihm auch hier gelungen, die Bergwerke wieder in Schwung zu bringen. Doch, so mussten beide Autoren nach ihren umfangreichen Forschungsarbeiten offen einräumen: „So richtig profitabel waren die hiesigen Bergwerke nie.“ Humboldt hatte sie zwar vorübergehend zu neuer Blüte geführt, doch wenige Jahrzehnte später gingen sie nach und nach ein. Humboldt habe vieles in Gang gebracht, doch aufgrund der letztlich doch relativ geringen Vorkommen und der weitaus größeren Produktion andernorts hätten die Bergwerke schließen müssen. Vor allem die Gruben in England, in Polen und in Amerika hätten den Bergwerken in Franken den Rang abgelaufen.

Das zurückliegende Jubiläumsjahr „220 Jahre Alexander von Humboldt in Franken“ habe die Grundlagen für ein neues gesamtoberfränkisches Humboldt-Bewusstsein geschaffen, sagte der Parlamentarische Finanzstaatssekretär Hartmut Koschyk bei der Buchvorstellung. „Wir hoffen, dass die Humboldt-Stätten künftig enger zusammenarbeiten“, so Koschyk. Der Politiker zog eine positive Bilanz über das Jubiläumsjahr, in dem das Humboldt-Kulturforum unter anderem eine große literarisch-musikalische Spazierfahrt, eine Lichtinstallation und einen eigenen Humboldt-Tag mit Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich veranstaltet hatte und das weit über die Region hinaus Beachtung fand.

Dr. Johann Schrenk (Verleger des Buches).

Das Buch ist in der Reihe „Fränkische Geschichte“ im Schrenk-Verlag erschienen. Es enthält auf 184 Seiten unter anderem zahlreiche historische Abbildungen, Dokumente und Pläne sowie jede Menge touristische Hinweise. Der Autor Frank Holl ist ein weithin anerkannter Humboldt-Forscher und durch zahlreiche Publikationen bekannt. Er ist außerdem Leiter der Münchner Wissenschaftstage. Co-Autor Eberhard Schulz-Lüpertz hat sich ebenfalls viele Jahre mit Humboldts Wirken in Franken beschäftigt. Er ist Leiter der Forschung und Entwicklung Deutschland beim europäischen Raumfahrtunternehmen EADS.

Auch Landrat Hermann Hübner erhielt eines der ersten Bücher des Werkes „Alexander von Humboldt in Franken“

Das Buch „Ich habe so große Pläne dort geschmiedet… – Alexander von Humboldt in Franken“ von Frank Holl und Eberhard Schulz-Lüpertz kann beim Alexander von Humboldt-Kulturforum Schloss Goldkronach e. V., Schlossweg 5 in 95497 Goldkronach bestellt werden.

Das Buch hat die ISBN-Nummer: 978-3-924270-74-2 und kostet 19,90 Euro.

Zum ersten Mal wird das Wirken des Universalgelehrten Alexander von Humboldt in Franken ausführlich beschrieben. Vorgestellt wurde das Buch am Samstag vom Parlamentarischen Staatssekretär Hartmut Koschyk, Petra Meßbacher vom Humboldt-Kulturforum, den beiden Buchautoren Frank Holl und Eberhard Schulz-Lüpertz sowie dem Verleger Johann Schrenk aus Gunzenhausen (von links).

Im Anschluss an die Buchvorstellung konnten die Besucher im Rahmen eines Stehempfanges auch den „Alexander von Humboldt Likör“ testen, den der Brennerei-Chef Werner Ott (Bild) selbst servierte. Der Goldkronacher „Alexander von Humboldt Likör“ der Brandholzer Brennerei Ott wurde eigens für das Jubiläumsjahr „220 Jahre Alexander von Humboldt in Franken“ hergestellt. Es handelt sich bei diesem Likör um einen würzig-milden Kräuterlikör mit 35% Alkohol, der  der überlieferten Trinkkultur aus der Zeit des Goldkronacher Goldbergbaus entspricht. Der Likör kann über die Brennerei Ott bezogen werden.

Zur Berichterstattung der Frankenpost gelangen Sie HIER.

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There is 1 comment

  • victor bologov sagt:

    Liebe Freunde,
    habe das neue Buch “ Alexander von Humboldt in Franken“ geschenkt bekommen. Ich beschäftige mich schon lange Jahre mit der Biographie des grossen Forschers, der auch unsere Region während der Russlandsreise besucht hat. Über die Fachkenntnisse im Bergbau , die von Humboldt in Franken gesammelt hatte, teilte der Forschungsreisende auch den Bergbauleuten im Altai mitgeteilt. Er hat die Bergbaugruben und die Silberhütten in Barnaul und Schlangenberg besichtigt und gab nützliche Ratschläge, wie man die zu Silberfürderung erhöhen konnte. Mein grosser Wunsch ist es, Goldkronach und Bad Steben zu besuchen und mit eigenen Augen die Orte besichtigen ,die mit dem Namen von Humboldt verbunden sind.Am 23.04 2013 organisiere ich die Präsentation des Buches an der Technischen Universität Barnaul. Ich möchte gerne die Studenten und die Lektoren der deutschen Sprache mit den neuen Fakten aus der Biographie des Gelehrten bekannt machen.Gerne moechte ich von den Autoren des Buches das Grusswort bekommen.

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