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Humoristisch und historisch: „Der Anfang einer langen Reise“ / Premiere des Theaterstück über Humboldt auf Teneriffa in Bayreuth und Goldkronach
7. Juli 2013
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Mit einer Open-Air-Aufführung des Theaterstücks „Der Anfang einer langen Reise“ im Barockgarten von Schloss Goldkronach hat das Alexander-von-Humboldt-Kulturforum am Wochenende den Kultursommer 2013 fortgesetzt. Das Stück, das den einwöchigen Aufenthalt des Universalgenies Alexander von Humboldts auf der Kanareninsel thematisiert wurde bereits am Freitag im Graf-Münster-Gymnasium (GMG) in Bayreuth vor rund 150 Schülern gezeigt.


In dem Zwei-Personen-Stück lässt die spanische Theatergruppe Jasteatro unter der Leitung von Antonia Jaster den einwöchigen Aufenthalt Alexander von Humboldts auf Teneriffa im Jahr 1799 aufleben. Kurz darauf hatte Humboldt damals zusammen mit dem französischen Naturforscher Aimé Bonpland seine Südamerika-Reise angetreten. Die Dialoge des bekannten Forschers und seines kanarischen Begleiters Domingo basieren zum Teil auf Originaltexten von Alexander von Humboldt. Sie sind gleichermaßen historisch interessant wie humoristisch unterhaltsam.

Verkörpert werden Alexander von Humboldt und seine Zeitgenossen auf Teneriffa von Antonia Jaster und Ulises Hernández, die auch gleichzeitig Autoren und Regisseure des Theaterstücks sind, dessen wichtigstes Ziel es ist, Kulturen zu verbinden.


Die bisher bereits rund 60 Vorstellungen auf Teneriffa und den anderen Kanareninseln zeugen von der Qualität dieses Stücks, urteilte der Kanaren-Express im vergangenen Jahr. Das Kleine Ensemble war bereits an mehreren Orten in Deutschland und in Madrid zu Gast. Mittlerweile hat der Verlag Baile del Sol das Stück auch als Buch verlegt.


Es lebt vor allem von den historischen Fakten und der zweisprachigen Präsentation. Es ist ein Schauspiel an sich, wie die Dialoge auf der Bühne in Deutsch und Spanisch das Publikum für sich gewinnen: Dabei muss man nicht einmal beide Sprache sprechen. Wer beide kann, hat das volle Vergnügen, aber auch wer nur eine der beiden Sprachen beherrscht, konnte dem Geschehen auf der Bühne folgen und es genießen.


Für die 150 Kollegiaten des GMG stellte die Aufführung am Freitag nicht nur eine willkommene Abwechslung im Schulalltag dar, die Schüler konnten außerdem ihre Spanischkenntnisse aufbessern. Sowohl im schulischen Umfeld, als auch im Goldkronacher Barockgarten konnte das Stück durch Wortwitz, Szenenkomik, tiefgründigen Humor und vor allem durch die schauspielerische Leistung von Antonia Jaster und Ulises Hernandez begeistern. Ulises Hernandez kam in zahlreichen wechselnden Rollen mächtig ins Schwitzen und fand auf seiner Forschungsreise sogar fremdartige Moose (in den Haaren der Zuschauer), Steine und vor allem seinen geliebten Drachenbaum, den er einer ausführlichen Vermessung unterzog.


Alexander von Humboldt habe eine neue Dimension der Wissenschaft begründet, das werde in dem Theaterstück deutlich, sagte Hartmut Koschyk, Parlamentarischer Finanzstaatssekretär und Motor des Humboldt-Kulturforums Schloss Goldkronach. Unter den zahlreichen Zuschauern, die bei hochsommersommerlichen Temperaturen in den Barockgarten gekommen waren, konnte der Abgeordnete unter anderem Jose Franco, den Präsidenten der Akademie der Wissenschaften in Mexico, den früheren niedersächsischen Landtagsabgeordneten Alfred Reckhmann aus Schaumburg und Professor Dr. Richard Nebel, den Vorsitzenden der Deutsch-Spanischen Gesellschaft Bayreuth begrüßen.

Auch die beiden Buchautoren Frank Holl und Eberhard Schulz-Lüpertz waren nach Goldkronach gekommen. Beide hatten erst vor wenigen Monaten ihr Forschungsergebnisse über Alexander von Humboldts Wirken im Fichtelgebirge unter dem Titel “Ich habe so große Pläne dort geschmiedet – Alexander von Humboldt in Franken” vorgestellt.

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