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Interkultureller Diskurs zur deutsch-kolumbianischen Zusammenarbeit mit Staatssekretär Koschyk an der Universität Bayreuth
9. Mai 2011
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Trafen sich zum interkulturellen Diskurs an der Universität Bayreuth: Parlamentarischer Staatssekretär Hartmut Koschyk (Mitte) und Jurastudenten der Universität Sergio Arboleda (Bogotá/Kolumbien) zusammen mit Prof. Dr. Stefan Leible (links neben Hartmut Koschyk) und Prof. Dr. José Hernán Muriel Ciceri (rechts neben Hartmut Koschyk).

„Die Krisenstaaten Europas sollten sich an Kolumbien ein Beispiel nehmen“ – dies war ein wichtiges Statement, das der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesministerium der Finanzen Hartmut Koschyk im Rahmen eines interkulturellen Diskurses mit kolumbianischen Studenten am 5. Mai 2011 an der Universität Bayreuth abgab. Anlass der Veranstaltung war eine von Prof. Dr. José Hernán Muriel Ciceri (Universität Sergio Arboleda, Bogotá/Kolumbien) geleitete und vom DAAD finanzierte Studienreise kolumbianischer Jurastudenten, die sie Universitäten Göttingen und Bayreuth führte. Der Lehrstuhl Zivilrecht IV (Prof. Dr. Stefan Leible) hatte die Organisation des Aufenthaltes in Bayreuth übernommen und u.a. das Treffen mit Staatssekretär Koschyk vorbereitet.

Nach einem kurzen Einführungsvortrag, in dem Hartmut Koschyk das deutsch-kolumbianische Verhältnis beleuchtete und über den Staatsbesuch des kolumbianischen Präsidenten Juan Manuel Santos in Berlin im April 2011 berichtete, stand der Staatssekretär den kolumbianischen Studenten anschließend in einer ausführlichen Frage- und Diskussionsrunde Rede und Antwort. Thematisiert wurden sowohl aktuelle politische Entwicklungen in den deutsch-kolumbianischen Beziehungen als auch Zukunftspläne. Koschyk betonte den politischen Wunsch nach einem weiteren Ausbau der wirtschaftlichen kontakte, da Kolumbien eine wichtige Rolle innerhalb der sog. Anden-Staaten zukomme. Angestrebt werde aber auch eine Ausweitung der akademischen Begegnungen und – quasi eine Stufe zuvor – eine Intensivierung des Schüleraustausches.
Koschyk hob im Verlauf der Diskussion mehrfach das überaus gute Ansehen, dass Kolumbien in Deutschland genieße, hervor. Kolumbien habe die Krise Lateinamerikas in den 1980er Jahren, das sog. „verlorene Jahrzent“ („década perdida“), sehr gut überwunden und sich wieder als starke Wirtschaftsnation etabliert. Das Land sei heutzutage ein wichtiger Handelspartner Deutschlands. Die sich derzeit in einer Krise befindlichen Staaten Europas, insbesondere Portugal und Griechenland, könnten sich an Kolumbien ein Beispiel nehmen und sich bei der Krisenbewältigung auch an den in Kolumbien getroffenen Maßnahmen orientieren.

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