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Internationale Jugend- und Friedensarbeit im Focus / Festival Junger Künstler sollte auch künftig uneingeschränkt vom Bund gefördert werden
24. August 2011
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Für eine Förderung des Festivals junger Künstler in Bayreuth in unveränderter Höhe will sich die stellvertretende CSU-Generalsekretärin im Vorfeld der kommenden Haushaltsberatungen Dorothee Bär stark machen. Das Festival leiste hervorragende Arbeit, sowohl im Jugendbereich als auch im Kulturbereich, sagte Bär nach einem Besuch zusammen mit dem Parlamentarischen Finanzstaatssekretär und Bayreuther Bundestagsabgeordneten Hartmut Koschyk. Hintergrund des Besuches war die Tatsache, dass die Förderung durch das Bundesfamilienministerium heuer erstmals von ursprünglich 120000 Euro auf 80000 Euro heruntergefahren wurde.

FJK Dorothee Bär (2)

Bereits zur Eröffnung hatte Intendantin Sissy Thammer in einer sogenannten „ungehaltenen Rede“ scharfe Kritik an der plötzlichen Kürzung geübt. Das Festival sei stets seinem Auftrag der internationalen Jugend- und Friedensarbeit nachgekommen und zwar unter ganz unterschiedlichen weltpolitischen Geschehnissen und Anforderungen, beginnend von der Unterstützung des Aufbaus neuer Demokratien in Osteuropa nach 1989 bis hin zur Begegnung von Palästinensern, Deutschen und Israelis unter dem ganz besonderen internationalen Schutzschirm Bayreuths.

FJK Dorothee Bär (1)

Darüber hinaus habe das Festival Junger Künstler in den zurückliegenden 20 Jahren keine Erhöhung der Fördermittel erhalten. Bei gleicher Aufgabenstellung hätten Kostensteigerungen stets durch neue Finanzierungswege aufgefangen werden können. Thammer bezifferte den Jahresetat des Festivals auf 450.000 Euro. Dieser „preiswerte Etat“ sei nur durch ein außerordentliches bürgerschaftliches Engagement von privaten Personen, Unternehmen und Wirtschaftsbetrieben möglich. „Es ist eines der Alleinstellungsmerkmale dieses Festivals, dass junge Kulturmanager an der Schwelle zum Berufsleben für junge internationale Künstler dieses Festival veranstalten, und dies wird nur möglich dank der Seniorpartner und Mentoren, die mit hoher Qualifikation und Einsatz die Arbeit ehrenamtlich verrichten.“
Staatssekretär Koschyk nannte das Festival ein erstklassiges internationales Aushängeschild und eines der traditionsreichsten Festivals in ganz Europa. Viele Einrichtungen müssten derzeit Sparmaßnahmen akzeptieren. Die gewünschte Förderung des Ehrenamts könne allerdings nur dann erfolgreich sein, wenn ein gerechter Ausgleich zwischen staatlicher Leistung und Eigenleistung erfolge. Koschyk zeigte sich zuversichtlich, dass der Einsatz der stellvertretenden Generalsekretärin Bär für Bayreuth von Erfolg gekrönt sei, da Dorothee Bär auch als Vorsitzende der für Jugendpolitik zuständigen Facharbeitsgruppe der CDU/CSU-Fraktion wesentlichen Einfluss an der Ressortpolitik des Familienministeriums hat.

FJK Dorothee Bär (3)

Zuvor konnten die Gäste aus der Politik einen Einblick in die Probenarbeit des Festivals nehmen. Unter anderem besuchten Bär und Koschyk eine Probe des Symphonieorchesters, bei der der prominente Dirigent Karl Anton Rickenbacher zusammen mit rund 120 Musikern Ausschnitte aus Richard Wagners Ring des Nibelungen einstudierte. Als herausragendes Beispiel für die internationale Friedensarbeit des Festivals konnten die beiden Politiker auch an den Vorbereitungen des Projekts „Orient meets Okzident“ teilnehmen. Dabei wird nicht nur traditioneller Jazz mit orientalischer Musik verquickt, sondern auch auf die politischen Umwälzungen im Nahen Osten eingegangen.

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