Allgemein Für Deutschland
„Internationaler Medientreff“ zum Thema „Die Brückenfunktion der deutschsprachigen Medien im Ausland am Beispiel von Dänemark“
14. September 2012
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v.l.: Der ehemalige Generalsekretär des Bundes der Nordschleswiger und VDA-Verwaltungsratsvorsitzende Peter Iver Johannsen, der Botschafter des Königreichs Dänemark,  S.E. Per Poulsen-Hansen, der Chefredakteur des „Nordschleswigers“, der deutschsprachigen Tageszeitung Dänemarks, Siegfried Matlok, der Geschäftsführer der Internationalen Medienhilfe, Björn Aktinat und Finanzstaatssekretär Koschyk, Stiftungsratsvorsitzender der Stiftung Verbundenheit und VDA-Bundesvorsitzender

In der Hauptstadtrepräsentanz der British American Tobacco Industrie GmbH luden die Internationalen Medienhilfe (IMH), die Stiftung Verbundenheit mit den Deutschen im Ausland und der Verein für Deutsche Kulturbeziehungen im Ausland (VDA) zu einem „Internationalen Medientreff“ zum Thema „Die Brückenfunktion der deutschsprachigen Medien im Ausland am Beispiel von Dänemark“ ein, um auf die Bedeutung deutschsprachiger Zeitungen im Ausland hinzuweisen. Bei einer Gesprächsrunde mit ausgewählten Gästen aus dem Medien-, Kultur- und Politikbereich, darunter dem Botschafter des Königreichs Dänemark, S.E. Per Poulsen-Hansen, und dem ehemaligen Generalsekretär des Bundes der Nordschleswiger und VDA-Verwaltungsratsvorsitzenden, Peter Iver Johannsen, referierte der Chefredakteur des „Nordschleswigers“, der deutschsprachigen Tageszeitung Dänemarks, Siegfried Matlok, über die Bedeutung seiner Tageszeitung und die deutsch-dänischen Beziehungen. Siegfried Matlok ist seit 1979 Redaktionsleiter der deutschsprachigen Tageszeitung „Nordschleswiger“ in Apenrade und einer der führenden Repräsentanten der deutschen Minderheit in Dänemark. Für seine Verdienste um die Verbesserung des deutsch-dänischen Verhältnisses wurde er mit dem Dannebrogorden und dem Großen Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.

Chefredakteur Siegfried Matlok referierte über die Bedeutung seiner Tageszeitung und die deutsch-dänischen Beziehungen

Die Gastgeber und Gesprächsleiter, der Geschäftsführer der Internationalen Medienhilfe, Björn Aktinat und Finanzstaatssekretär Koschyk, Stiftungsratsvorsitzender der Stiftung Verbundenheit und VDA-Bundesvorsitzender, verwiesen einleitend auf die beispielhafte Arbeit der weit über Dänemark hinaus bekannten deutschsprachigen Zeitung „Der Nordschleswiger“. Finanzstaatssekretär Koschyk hob auch die vorbildliche Minderheitenpolitik zwischen Deutschland und Dänemark hervor, die beispielgebend für andere europäischen Staaten sei, in denen nationale Minderheiten leben.

Der Chefredakteur des „Nordschleswigers“, Siegfried Matlok, und Finanzstaatssekretär Koschyk, Stiftungsratsvorsitzender der Stiftung Verbundenheit und VDA-Bundesvorsitzender, kennen sich bereits seit vielen Jahren

Chefredakteur Matlok verwies darauf, dass der „Nordschleswiger“ nach den Schrecken des Zweiten Weltkrieges 1946 als erste freie deutschsprachige Zeitung in Westeuropa gegründet wurde und „aus eigener Kraft“ erwachsen sei. Ziel der Zeitung sei es von Anbeginn gewesen, die deutsche Sprache und Kultur der deutschen Volksgruppe in Nordschleswig am Leben zu erhalten, aber auch einen Beitrag zur deutsch-dänischen Aussöhnung nach dem Krieg und zur nachhaltigen Entwicklung der deutsch-dänischen Freundschaft zu leisten. Der „Nordschleswiger“, der heute in einer Auflage von rund 3000 Exemplaren erscheint, rund 5000 Rundfunkhörer in den dreimal täglich ausgestrahlten Radionachrichten auf Radio Mojn erreicht und deren Online-Ausgabe täglich von rund 30 bis 40 Tausend Internet-Benutzern in 370 Ländern aufgerufen wird, berichtet politisch unabhängig und objektiv über Deutschland und Dänemark. Aus diesem Grund habe der „Nordschleswiger“ einen „hohen Medieneffekt“ in Dänemark und werde oft von anderen dänischen Zeitungen sowie Rundfunk- und Fernsehsendern zitiert, so Chefredakteur Matlok. Im Hinblick auf die zunehmende Nutzung des Internets und der zu beobachtenden abnehmenden Zahl von verkauften Printmedien in Europa komme der Online-Ausgabe des „Nordschleswigers“ eine zunehmend wichtige Rolle zu, um auch in Zukunft eine breite Leserschaft zu erreichen.

Auch werde der „Nordschleswiger“ von der Bundesregierung gefördert und der dänische Staat gewährt einen Zuschuss für die dreimal täglich ausgestrahlten Rundfunksendungen und die Printausgaben. Chefredakteur Matlok dankte Finanzstaatssekretär Koschyk als Mitglied der Bundesregierung für die andauernde finanzielle Förderung des „Nordschleswiger“ und zeigte Verständnis dafür, dass aufgrund der haushaltspolitischen Lage in Deutschland die Zuschüsse um 10 Prozent gekürzt werden mussten. Man sei sich des mit der finanziellen Förderung verbundenen kulturpolitischen Auftrags bewusst, so Chefredakteur Matlok. So gibt der „Nordschleswiger“ beispielsweise eigens eine Schulausgabe mit dazugehöriger Vokabelliste und Lernaufgaben heraus, die von rund 400 Schulen in Dänemark für den Deutschunterricht verwendet wird. Dies trägt auch dazu bei ein modernes Bild über Deutschland zu vermitteln und Jugendliche für die Geschichte der deutschen Minderheit in Nordschleswig zu sensibilisieren. Der „Nordschleswiger“ sei gegenwärtig die einzige ihm bekannte deutschsprachige Zeitung im Ausland, die ein derartiges Angebot für Schulen anbiete. Im Hinblick auf die grenzüberschreitende Zusammenarbeit des „Nordschleswigers“ verwies Matolk auf die Medienpartnerschaft mit dem Schleswig-Holsteinischem Zeitungsverlag in Flensburg sowie mit der Zeitung der dänischen Minderheit „Flensborg Avis“ sowie der dänischen Tageszeitung „JyskeVestkysten“, die wöchentlich unter der Überschrift „Unter Nachbarn” auf Sonderseiten in deutscher und dänischer Sprache grenzüberschreitend deutsch-dänische Themen aufgreift.

Die Gesprächsrunde mit ausgewählten Gästen aus dem Medien-, Kultur- und Politikbereich, beim „Internationalen Medientreff“

Der ehemaligen Generalsekretär des Bundes der Nordschleswiger und VDA-Verwaltungsratsvorsitzenden, Peter Iver Johannsen, betonte ebenfalls die Bedeutung des „Nordschleswigers“ zur Bewahrung der deutschen Sprache und Kultur und seine Verdienste bei der Entwicklung der deutsch-dänischen Nachbarschaft. Dabei verwies er auf den jüngsten Besuch von Bundespräsident Gauck in Kopenhagen, wo dieser bewusst mit Vertretern des Bundes der Nordschleswiger und Chefredakteur Matlok zusammengetroffen ist. Bundespräsident Gauck würdigte bei seinen Besuch ausdrücklich die Minderheitenregelung im deutsch-dänischen Grenzland, die Vorbildcharakter in Europa habe. Dänemarks Botschafter Poulsen-Hansen lobte ausdrücklich die vorbildliche Arbeit des „Nordschleswigers“. Die Zeitung habe in der dänischen Medienlandschaft und auch bei dänischen Politikern einen hohen Stellenwert. So erhält auch die dänische Botschaft in Berlin täglich neben der Zeitung der dänischen Minderheit „Flensborg Avis“ den „Nordschleswiger“.

Zur Berichterstattung im „Nordschleswiger“ gelangen Sie hier.

 

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