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Jean-Paul-Ausstellung „Dintenuniversum“ im Max Liebermann Haus beim Brandenburger Tor
22. November 2013
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Finanzstaatssekretär Koschyk bei seinem Besuch der Jean-Paul-Ausstellung „Dintenuniversum“ im Max Liebermann Haus beim Brandenburger Tor

Am 21. März 2013 jährte sich der Geburtstag Jean Pauls, des oberfränkischen Autors von Weltniveau, zum 250. Mal. Jean Paul (1763-1825) gehört zu den Größten der deutschen Literatur: Als Erzähler und Philosoph hat er wie Goethe, Schiller, Kleist oder Hölderlin ihren goldenen Jahrzehnten als Sprachmagier und Spracherfinder ohnegleichen einen eigenen Stempel aufgedrückt.

Anlässlich des 250. Geburtstages von Jean Paul findet unter dem Namen „Jean Paul – Dintenuniversum“ vom 12. Oktober bis 29. Dezember 2013 im Max Liebermann Haus beim Brandenburger Tor die erste große Einzelausstellung statt, die das Werk des deutschen Dichters umfassend präsentiert.

Der wissenschaftliche Leiter der Ausstellung, Prof. Dr. Markus Bernauer von der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, führteFinanzstaatssekretär Koschyk durch die Ausstellung

Der wissenschaftliche Leiter der Ausstellung, Prof. Dr. Markus Bernauer von der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, führte den Parlamentarischen Staatssekretär beim Bundesminister der Finanzen und Bayreuther Bundestagsabgeordneten, Hartmut Koschyk, durch die Ausstellung in Berlin.

Berlin war eine wichtige Wegmarke im Leben Jean-Pauls. Im Frühjahr 1800 lernte Jean Paul in Berlin Karoline Mayer kennen, die er 1801 heiratete. Die Berliner Zeit von 1800 bis 1801 stellte den Höhepunkt des literarischen Ruhmes von Jean Paul dar. Auch die preußische Königin Luise, die ihn am „Kleinen Musenhof“ ihrer Schwester Charlotte in Hildburghausen kennengelernt hatte, zeigte sich ihm als begeisterte Leserin seiner Werke. Auf Initiative von Finanzstaatssekretär Koschyk fand bereits im April dieses Jahres in der Bayerischen Landesvertretung in Berlin eine Feierstunde unter dem Motto „Ein Abend mit Literatur und Musik“, statt, um das Wirken von Jean Paul zu würdigen.

Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes wurde die Ausstellung durch die „Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz“ und die „Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften“ in Kooperation mit der „Stiftung Brandenburger Tor“ und mit Mitteln der „Stiftung Joseph Breitbach“ realisiert. Die Veranstalter kooperieren zudem mit dem Literaturhaus Berlin sowie mit dem Deutschen Literaturarchiv Marbach, deren Ausstellung „Zettelkästen. Maschinen der Phantasie“ mit einigen Exponaten in der Berliner Jean-Paul Ausstellung „Dintenuniversum“ vertreten ist.

Jean Paul schuf sich seine eigene Literaturwelt, sein eigenes Universum aus Tinte, sein „Dintenuniversum“. 40.000 Seiten dieses nachgelassenen Universums liegen in der Berliner Staatsbibliothek. Mit einer erstmals gezeigten repräsentativen Auswahl daraus gibt die Ausstellung nun erstmals umfangreiche Einblicke in das Wirken von Jean Paul.
Unter Mitwirkung des Deutschen Literaturarchivs in Marbach zeigt die Ausstellung darüber hinaus neben den Zettelkästen Jean Pauls einige Zettelkästen des 20. Jahrhunderts sowie Maschinen der Phantasie u.a. von Eckhard Henscheid, Peter Rühmkorf und Arno Schmidt. In die Moderne führt auch der Epilog der Ausstellung, der Jean Pauls deutsche und europäische Nachwirkung verfolgt.

Ziel von „Dintenuniversum“ ist es, Werk und Dichter aus Perspektive der heutigen Wissenschaft und Literatur neu zu erschließen und seine besondere Stellung als Wegbereiter der europäischen Moderne sichtbar zu machen. Begleitet wird die Schau durch Schülerlabore und eine Lehrerfortbildung. Ein umfangreiches Begleitprogramm mit Vorträgen, Gesprächen und Lesungen von Wissenschaftlern und renommierten Autoren befasst sich in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, in der Staatsbibliothek zu Berlin, im Max Liebermann Haus der Stiftung Brandenburger Tor und im Literaturhaus Berlin in der Fasanenstraße mit Jean Paul und seiner Rezeptionsgeschichte bis in die Moderne.

Weitere Fotos von der Ausstellung finden Sie hier.

Weiterführende Informationen zur Ausstellung finden Sie hier.

Weiterführende Informationen zur Feierstunde anlässlich des 250. Geburtstages im April dieses Jahres in der Bayerischen Landesvertretung in Berlin finden Sie hier.

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