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Jedes Ende kann ein neuer Anfang sein / Creußen verabschiedete mit einer Festsitzung seinen langjährigen Bürgermeister Harald Mild
24. Januar 2013
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Nach zwölf Jahren im Amt ist der 1. Bürgermeister von Creußen, Harald Mild (CSU), am Mittwoch mit einer Sondersitzung des Stadtrates im Alten Rathaus feierlich verabschiedet worden. Zahlreiche Grußwortredner würdigten Mild dabei als eine Persönlichkeit, die mit Blick über den Tellerrand hinaus die Geschichte der Stadt überaus positiv geprägt habe. Mild war im November des vergangenen Jahres seinem Gegenkandidaten Martin Dannhäußer von den Freien Wählern knapp unterlegen.

Großer Bahnhof bei der Verabschiedung von Bürgermeister Harald Mild (Mitte) mit seiner Frau (3. von links). Harald Mild wurde von vielen Weggefährten verabschiedete: Altlandrat Dr. Klaus-Günther Dietel (links), Stellv. Landrat Manfred Thümmler (2. v. links), dem Parlamentarischern Staatsselretär beim Bundesminister der Finanzen, Hartmut Koschyk MdB, (4. v. rechts), Landrat Hermann Hübner (3. v. rechts) und Bürgermeister Manfred Porsch (2. v. rechts).

Selbstbestimmte und dezentrale Lösungen hätten bei Mild stets im Mittelpunkt seiner Arbeit für die Stadt gestanden, sagte 2. Bürgermeisterin Marianne Abel. So sei dies auch bei einem seiner wichtigsten Anliegen, der Umsetzung der Energiewende vor Ort, lange vor Fukushima, gewesen. Sichtbare Zeichen davon seien die Hackschnitzelheizung für das Rathaus oder der Windpark Neuhof. Abel bezeichnete Mild als unkompliziert, begeisterungsfähig und mutig. Mild habe stets offen seine Meinung vertreten und Creußen während der zurückliegenden zwölf Jahre zu einer modernen und liebenswerten Stadt gemacht.


Hohen Respekt zollte Landrat Hermann Hübner dem ausscheidendem Bürgermeister. Mild werde in der Chronik der Stadt Creußen einmal nicht mit Problemen, sondern mit Lösungen in Verbindung gebracht werden, sagte er. Hübner beschrieb Mild als einen Politiker, der nicht immer bequem gewesen sei und der Ecken und Kanten gehabt habe. Dabei sei er aber stets fair geblieben und sei nie nachtragend gewesen. Hübner: „In politischen Auseinandersetzungen hat Harald Mild stets Format bewiesen und selbst in der Stunde der Niederlage hat er Größe gezeigt.“ Auch der Landrat erinnerte an Milds unablässiges Bemühen um neue Energien. Mit den Ergebnissen habe Mild Maßstäbe in der Region gesetzt.


„Wenn er etwas für Creußen als wichtig und richtig erkannt hat, dann habe es Harald Mild auch verstanden, dies mit Energie und Durchsetzungskraft einzufordern“, sagte der Parlamentarische Finanzstaatssekretär Hartmut Koschyk. Mild habe es immer geschafft, maßgebliche Entscheidungsträger nach Creußen zu holen, wenn dringende Anliegen anstanden und er habe es nicht versäumt, ihnen auch gleich ein Folgeanliegen mit auf den Weg zu geben. So etwa dem damaligen Ministerpräsidenten Günther Beckstein, dem Mild auf einer sanierungsbedürftigen Straße nach Creußen gelotst habe, um ihm die Dringlichkeit der Sanierung deutlich vor Augen zu führen.
Harald Mild selbst überraschte mit der Aussage, dass er die Zeit als Erster Bürgermeister zwar nicht missen möchte, er ihr aber auch nicht nachweine. „Jedes Ende kann ein neuer Anfang sein“, sagte Mild. Gleichwohl bezeichnete er das Bürgermeisteramt als eine der schönsten Aufgaben, die man sich überhaupt vorstellen könne.


Vor seiner Zeit als Erster Bürgermeister war Mild bereits als Dritter Bürgermeister und seit 1990 als Stadtrat von Creußen tätig. Der gebürtige Lindenharter wird weiterhin Mitglied des Bayreuther Kreistages und des Kreisausschusses bleiben. Darüber hinaus steht Mild als Vorsitzender an der Spitze der Creußener CSU.

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