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Johannes-Kepler-Realschule plant deutsch-chinesische Schulpartnerschaft / Koschyk zeichnete Sechstklässler für Bundessieg bei Medienprojekt aus
16. Februar 2012
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Die Johannes-Kepler-Realschule in Bayreuth plant eine Schulpartnerschaft mit China. Das hat Schulleiter Peter Thumann bei einem Besuch des Parlamentarischen Staatssekretärs und Bayreuther Bundestagsabgeordneten Hartmut Koschyk angekündigt. Bereits im Juli soll eine chinesische Schülergruppe an die Realschule kommen, für den Herbst ist dann ein Gegenbesuch angekündigt. Die Johannes-Kepler-Realschule wäre damit eine der ersten Schulen in Oberfranken, die eine deutsch-chinesische Partnerschaft unterhält.

Kepler-Realschule 1

Ein Foto des Bundestages überreichte Staatssekretär Koschyk (Mitte) an Schulleiter Peter Thumann von der Johannes-Kepler-Realschule in Bayreuth. Links Im Bild der Ministerialbeauftragte für die Realschulen in Oberfranken Heinrich Hausknecht.


Staatssekretär Koschyk sprach von einem tollen Projekt und nannte die beabsichtigte Schulpartnerschaft den richtigen Weg. Noch begegne man dem Land häufig mit Skepsis, doch auch China werde sich weiter öffnen und politisch wandeln. Schon heute gebe es eine Dialogebene, auf der man über alle Themen sprechen könne, wenn man auch nicht immer einer Meinung sei. Koschyk nannte es wünschenswert, dass die Chinesen mehr Freiheit genießen könnten, ein Schritt dazu sei die kommende Partnerschaft. „Politische Unterschiede sollten uns nicht daran hindern, Kontakte zu den Menschen zu suchen“, so Koschyk.
Die beabsichtigte Partnerschaft mit einer chinesischen Schule passt gut in den internationalen Schwerpunkt, den sich die Johannes-Kepler-Realschule schon seit Jahren gesetzt hat. So wird nach den Worten von Direktor Thumann großer Wert auf die Fremdsprachenkompetenz der Schüler gelegt. Angeboten werden dabei nicht nur bereits Erdkundeunterricht in englischer Sprache, auch die Französisch-Abschlussprüfung sei nach internationalen Maßstäben zertifiziert.

Kepler-Realschule 2

Ein weiterer Schwerpunkt an den oberfränkischen Realschulen soll laut Ministerialbeauftragten Heinrich Hausknecht der Tschechisch-Unterricht werden. An der Realschule in Wunsiedel sei Tschechisch bereits Pflichtfach. Angeboten werde der Tschechische Sprachunterricht auch bereits an Realschulen in Hof, Selb und Marktredwitz.
Staatssekretär Koschyk hatte sich für seinen Schulbesuch die Johannes-Kepler-Realschule deshalb ausgesucht, weil die Klasse 6a vor einigen Wochen für ihr Medienprojekt mit dem Namen „Tool Kids“ von Kulturstaatssekretär Bernd Neumann ausgezeichnet wurde. Für das Projekt hatte sich die Klasse mit Themen aus Kultur und Alltag crossmedial auseinandergesetzt und eine Schülerzeitung erstellt, ein Kochvideo gedreht und einen interaktiven Stadtplan von Bayreuth entwickelt. Als Anerkennung überreichte der Staatssekretär jedem beteiligten Schüler eine Sonderausgabe der Deutschen Jugendbriefmarke 2011. Diese Briefmarke, deren Erlös einem gemeinnützigen Jugendprojekt zukommt, hatte das Motto Astronomie. Damit war die Brücke zum Namensgeber der Realschule, dem bedeutenden deutschen Astronomen Johannes Kepler geschlagen.
Direktor Thumann, Ministerialbeauftragter Hausknecht und Staatssekretär Koschyk waren sich bei dem Besuch auch einig, dass die Realschule in Bayern sowohl bei Eltern als auch bei den Schülern wieder höchste Anerkennung genießt. Insgesamt gibt es nach den Zahlen des Ministerialbeauftragten in Oberfranken 28 Realschulen mit zusammen fast 22000 Schülern. Während die Zahl der Neuanmeldungen für die 5. Jahrgangsstufe im laufenden Jahr zwar um fast zehn Prozent zurückgegangen war, sei die Zahl der Schüler aufgrund von Übertritten zu einem späteren Zeitpunkt allerdings leicht angestiegen. Langfristig sei aufgrund des demographischen Wandels allerdings mit einem Rückgang der Schülerzahlen zu rechnen.
Über ein Drittel aller Realschulabsolventen in Oberfranken besuche danach eine weiterführende Schule, in der Regel die Fachoberschule (FOS), bereits an zweiter Stelle stünden nach der 10. Klasse Übertritte an Gymnasien. Dort müssten die Realschulabsolventen zunächst eine Einführungsklasse besuchen, ehe sie die Oberstufenreife erhalten und das Abitur ablegen können.

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