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„Johnny“-Klein-Preis für deutsch-tschechische Verständigung zum fünften Mal vergeben
26. November 2025
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Tomáš Lindner, Thomas Kirschner und Rosa Bort wurden am vergangenen Sonntag mit dem „Johnny“-Klein-Preis ausgezeichnet. Der Preis würdigt herausragende journalistische und publizistische Arbeiten.

Tomáš Lindner, Thomas Kirschner und Rosa Bort heißen die Preisträger des „Johnny“-Klein-Preises 2025, der am vergangenen Sonntag in Mährisch Schönberg (Šumperk) vergeben wurde. Mit dem Preis würdigt die Landesversammlung der deutschen Vereine in der Tschechischen Republik (LV) gemeinsam mit der Stiftung Verbundenheit mit den Deutschen im Ausland herausragende journalistische und publizistische Arbeiten, die das Verständnis zwischen Deutschland und Tschechien vertiefen.

Ermöglicht wurde die Verleihung, die seit 2016 im zweijährigen Rhythmus stattfindet, in diesem Jahr auch von der Hanns-Seidel-, sowie der Sudetendeutschen Stiftung, dem Institut für Auslandsbeziehungen (ifa), der Stadt Mährisch Schönberg, dem Bundesministerium des Innern, dem BGZ Mährisch Schönberg sowie durch Dr. Peter Küfner, der den Nachwuchspreis stiftete.

Eindrücke des Gedenkgottesdienstes

Neben einem Gedenkgottesdienst für Johnny Klein anlässlich seines 29. Todestages in der Pfarrkirche Johannes der Täufer in seiner Geburtsstadt Mährisch-Schönberg/Šumperk, der von Pfarrer Lothar Vierhock von der Deutschen Katholischen Gemeinde in Prag zelebriert wurde, hatte die Stiftung Verbundenheit zusammen mit der Landesversammlung der deutschen Vereine in Tschechien, der Hanns-Seidel-Stiftung und dem LandesEcho vor der eigentlichen Preisverleihung zu einer Konferenz eingeladen, um über „Die Rolle der Medien im deutsch-tschechischen Verhältnis“ zu diskutieren.

Der Geschäftsführer der Landesversammlung, Martin Dzingel, neben dem Chefredakteur des LandesEcho, Manuel Rommel, bei der wissenschaftlichen Konferenz „Die Rolle der Medien im deutsch-tschechischen Verhältnis“
Weitere Teilnehmer der Konferenz
Reportage über sudetendeutsche Instrumentenbauer auf Platz 1

„Journalismus, der sich zwischen zwei Kulturen, zwei Sprachen und zwei Öffentlichkeiten bewegt, trägt eine besondere Verantwortung. Er baut Brücken, wo Missverständnisse entstehen könnten, und öffnet den Blick für Geschichten, die unsere gemeinsame Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft verbinden“, eröffnete LV-Präsident Richard Neugebauer, für den es sich um einen seiner ersten Auftritte im Amt handelte, die Preisverleihung in der Kirche der Mariä Verkündigung (Klášterní kostel Zvěstování Panny Marie).

Der frishcgewählte neue Präsident der Landesversammlung, Richard Neugebauer, bei seiner Rede

Den Nachwuchspreis erhielt in diesem Jahr Rosa Bort für eine mehrteilige Videoreihe über Phänomene der deutschen und tschechischen Gesellschaft. Platz zwei belegte der Prager Journalist Thomas Kirschner, für seinen Beitrag über die böhmische Schriftstellerin Ossip Schubin. Besonders beeindruckte die Jury der Beitrag von Tomáš Lindner, den Leiter der Auslandsabteilung des tschechischen Magazins Respekt, der mit seiner Reportage über sudetendeutsche Instrumentenbauer aus Schönbach, und deren Einfluss auf die Musikwelt, den auf 5000 Euro dotierten ersten Preis entgegennehmen durfte.

Journalismus gibt es nicht umsonst

„Die Geschichte macht sichtbar, wie diese Gemeinschaft trotz des Verlusts von Heimat und Sicherheit ihre handwerklichen Traditionen, ihre Identität und ihre Liebe zur Musik rettete und damit nicht nur in Franken, sondern weltweit Spuren hinterließ — bis in den Popsound der Beatles“, urteilte Hartmut Koschyk, der Stiftungsratsvorsitzende der Stiftung Verbundenheit mit den Deutschen im Ausland, in seiner Laudatio.

Hartmut Koschyk, Stiftungsratsvorsitzender der Stiftung Verbundenheit

Für Tomáš Lindner handelte es sich nach 2016 bereits um die zweite Auszeichnung durch die Jury des Johnny-Klein-Preises. „Für Essen, Wohnen, Heizen, für jegliches Gut müssen wir bezahlen. Und da erwarten wir auch nicht, dass es umsonst ist. Mein Appell ist, dass sich die Menschen ein Medium suchen, das sie gut finden, und es abonnieren. Denn das ist es, was wir brauchen, um weiterzuarbeiten und guten Journalismus zu machen“, nutzte Lindner die mit der Preisverleihung verbundenen Aufmerksamkeit für einen Appell.

Dr. Markus Ehm, Leiter des Büros der Hanns-Seidel-Stiftung in Prag
Anna Harris, Mitarbeiterin in der Geschäftsstelle der Landesversammlung der deutschen Vereine in der Tschechischen Republik in Prag

Der Druck, unter dem Journalistinnen und Journalisten in Zeiten einer sich verändernden Medienwelt stehen, hatte bei der diesjährigen Preisverleihung eine besondere Aufmerksamkeit erfahren: Bereits im Vorfeld der Preisverleihung hatte sich eine Konferenz mit dem Titel Die Rolle der Medien im deutsch-tschechischen Verhältnis mit der Entwicklung des deutsch-tschechischen Journalismus in der letzten Dekade und dessen Potenzialen für die Zukunft beschäftigt.

Der Chor „Motyli Sumperk“ (übersetzt: Schmetterlinge Mährisch Schönberg) belgeitete die Festveranstaltung musikalisch.
Gruppenbild der Preisträger mit den Laudatoren und Unterstützern und Förderern des Preises

Quelle des Artikels: Lennard Halfmann (LandesEcho), https://landesecho.cz/forum-der-deutschen/johnny-klein-preis-zum-fuenften-mal-vergeben/0025194/

Lesen Sie hier noch einmal alle Gewinnerbeiträge:

Erster Platz: Tomás Lindner

Zweiter Platz: Thomas Kirschner

Nachwuchspreis: Rosa Bort

Lesen Sie hier die Laudatio des Stiftungsratsvorsitzenden Hartmut Koschyk.

Lesen Sie hier die Laudation des Geschäftsführers der Landesversammlung der deutschen Vereine in der Tschechischen Republik, Martin Dzingel.

Lesen Sie hier die Laudatio von Alexander Klein.

Einen Artikel der Sudetendeutschen Zeitung zur Verleihung des „Johnny“-Klein-Preises lesen Sie hier:

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