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Kirchenmusik und Kameras / Landkreisempfang 2014 mit Verleihung der Kulturpreise des Landkreises Bayreuth
2. August 2014
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„Wer in Pegnitz in der Kantorei ist, der braucht kein anderes Hobby mehr, denn dafür hätte er ohnehin keine Zeit.“ Dekanatskantor Jörg Fuhr brachte es in seiner Dankesrede augenzwinkernd auf den Punkt, was die hohe Qualität der Kantorei St. Bartholomäus ausmacht. Weil das genauso auch für den St.-Thomas-Chor und seinen Leiter Ottmar Schmitt aus Trockau gilt, wurden beide mit dem Kulturpreis des Landkreises ausgezeichnet. Landrat Hermann Hübner überreichte die beiden mit zusammen 3000 Euro dotierten Preise beim Landkreisempfang an die beiden Chorleiter. Der Kulturförderpreis ging an das Deutsche Kameramuseum in Plech, initiiert durch die „Stiftung Kameramuseum Kurt Tauber“ und vertreten durch den „Förderverein Deutsches Kameramuseum in Plech“.

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Landrat Hermann Hübner, Bernadette Fuhr, Jörg Fuhr, Ottmar Schmitt, Marianne Schmitt, Hartmut Koschyk und Karlheinz Escher.

Die Pflege der Kirchenmusik genießt seit jeher in Pegnitz als Mittelpunkt zwischen den Musikstädten Bayreuth und Nürnberg einen hohen Stellenwert. So ist es kein Zufall, dass mit der Kantorei unter Jörg Fuhr und dem St.-Thomas-Chor unter Ottmar Schmitt zwei Formationen geehrte wurden, die den Namen von Pegnitz, beziehungsweise von Trockau, weit in die Welt hinaus tragen.

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Landrat Hermann Hübner, Jörg Fuhr.

„Die Kantorei St. Bartholomäus Pegnitz mit ihrem Leiter Jörg Fuhr ist als Botschafter der Stadt Pegnitz und unseres Landkreises, weit über die Grenzen hinaus bekannt, Garant für hohes musikalisches Niveau und leistet einen bedeutenden Beitrag zur kulturellen Lebendigkeit in unserer Region“, sagte Landrat Hübner. Die Liebe zum Chor und zur Kirchenmusik stellten die Sängerinnen und Sänger schon dadurch eindrucksvoll unter Beweis, dass sie der Kantorei oft über Jahrzehnte die Treue halten. Dekanatskantor Fuhr leiste eine engagierte, weit über das normale Maß hinaus gehende kulturelle Arbeit, indem er jährlich zwei Oratorienaufführungen und mehrere Konzerte im Dekanat engagiert, sowie den Gospelchor „Bartl Singers“, den Posaunenchor und Kinderchöre für verschiedene Altersgruppen leitet. Fuhr ist außerdem Bezirkschorleiter für die Posaunenchöre des Dekanats.

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Landrat Hermann Hübner Ottmar Schmitt.

Noch relativ jung ist dagegen der St.-Thomas-Chor aus Trockau. Diese Formation wurde von ihrem Leiter Ottmar Schmitt 1989 gegründet. Schmitt habe sich mit Ablegung der D- und schließlich der C-Prüfung ein fundiertes musikalisches Wissen erworben, das er seitdem mit einer ansteckenden Begeisterung an die Chormitglieder weitergibt. „Ottmar Schmitts Können, aber vor allem seine Leidenschaft für die Musik tragen entscheidend zum hohen musikalischen Niveau des St.-Thomas-Chores bei“, sagte Landrat Hübner. Immer wieder bearbeite Schmitt Noten, die er aus alten Archiven ausgegraben hat und die darauf warten neu geweckt zu werden. Als Beispiel dafür nannte der Landrat die Aufführung der seltenen Humboldt-Kantate von Felix Mendelssohn Bartholdy im September des vergangenen Jahres, die der Bundestagsabgeordnete und Kreisrat Hartmut Koschyk angeregt hatte.

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Ottmar Schmitt und der St.-Thomas-Chor hatten bereits im Jahr 2001 den Kulturförderpreis des Bayreuther Landkreises erhalten. Diesmal ging der Förderpreis zwar ebenfalls in den südlichen Landkreis, aber nicht an eine musikalische, sondern museale Einrichtung. Als Förderpreisträger wurde das Deutsche Kameramuseum in Plech ausgezeichnet.

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Landrat Hübner und Karlheinz Escher, Bürgermeister von Plech und gleichzeitig Vorsitzender des Fördervereins Deutsches Kameramuseums.

Den Preis nahm Karlheinz Escher, Bürgermeister von Plech und gleichzeitig Vorsitzender des Fördervereins für den erkrankten Museumsinitiator Kurt Tauber entgegen. Tauber habe mit der nach ihm benannten Stiftung die Gründung dieser einmaligen Einrichtung in Plech ermöglicht, die inzwischen weit über die Landkreisgrenzen hinaus bekannt ist und einen ausgezeichneten Ruf genießt, sagte Landrat Hübner. Nach Auskunft von Fachleuten gilt das Museum als größte Einrichtung dieser Art in Deutschland. Zu sehen sind rund 15000 Exponate rund um die Fotografie, historische Fotos und Filme, Großbild- und Studiokameras, ein komplettes Fotofachgeschäft aus den 1950er Jahren sowie Reminiszenzen an die fränkische Fotoindustrie mit den Marken Franka, Foto-Quelle, Porst und Braun.

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Ottmar Schmitt, Landrat Hübner, Karlheinz Escher und Jörg Fuhr.

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Besuch aus Goslar – Oberbürgermeister Dr. Oliver Junk besuchte für drei Tage seine „alte Heimat“ – von links: Oliver Junk, Landrat Hermann Hübner, Hartmut Koschyk.

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