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„Vulkanausbruch“ bei der Regierung von Oberfranken
21. Juli 2025
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… nein, weder Vesuv noch Aetna sind gemeint, sondern ein von Kindergartenkindern aus Hof selbst gebasteltes und zum „Ausbruch“ gebrachtes Vulkan-Modell unter „Anleitung“ von Alexander von Humboldt.

Aber von vorne: das Alexander von Humboldt-Kulturforum Franken e. V. hat es sich seit seiner Gründung im Jahr 2008 zur Aufgabe gemacht, den großen Universalgelehrten, der von 1792 bis 1797 in der Region gelebt und gewirkt hat, noch bekannter zu machen und lebendig zu erhalten. Seit einigen Jahren liegt das Hauptaugenmerk darauf, auch Schülern den großen Forscher und Wissenschaftler näher zu bringen. Das hat sich bislang manifestiert in jeweils einer Handreichung für fränkische Grund- und Förderschulen sowie für Real- und Mittelschulen. Das neueste Projekt nun widmet sich den Jüngsten in unserer Gesellschaft, den Kindergärten- und Kita-Kindern. Für diese hatte sich das bewährte Autoren- und Grafikerteam, bestehend aus Carsten Kissinger, Michael Kaczmarski, Susanne Pötzsch und Katleen Ackers, unterstützt von David Zinke als beratendem Erzieher, der nicht einfachen Aufgabe gewidmet, die unzähligen Entdeckungen, Erfindungen und wissenschaftlichen Untersuchungen, die Humboldt Zeit seines Lebens angestellt hat, für Kinder aufzubereiten, um diese auf spielerische Art und Weise an die Welt der Wissenschaften heranzuführen.

Und das ist ihnen – wie allseits bestätigt wurde – auf das Beste gelungen! Auf gut 150 Seiten, orientiert am „Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan für Kinder in Tageseinrichtungen bis zur Einschulung (BEP)“, wird Erzieherinnen und Erziehern eine Fülle von Ideen und Inspirationen angeboten, wie man den großen Wissenschaftler und Entdecker Alexander von Humboldt in den Kita-Alltag einbinden und die Buchvorschläge aus allen nur erdenklichen Anwendungsgebieten von Naturwissenschaft und Technik über Umwelt, Gesundheit, Sprache, aber auch Werteorientierung (um nur einige zu nennen) umsetzen kann. David Zinke wies ausdrücklich darauf hin, dass schon „Kinder ein Recht auf Bildung“ haben.

David Zinke und Carsten Kissinger

Am vergangenen Freitag war es so weit: die fertige druckfrische Handreichung konnte vorgestellt werden und wurde auch gleich einem Praxistest unterzogen.

Die neue Handreichung des Alexander von Humboldt-Kulturforums für Kindertagesstätten neben der Humboldt-Büste und der Humboldt-Rose

Der Kindergarten der Christuskirche Hof, involviert in die Gruppe „Kinder forschen“ (ähnlich dem Projekt „Jugend forscht“), hatte sich aus der Handreichung die Versuchsanleitung für den Bau eines Vulkans ausgesucht. Da kamen Backpulver, Essig, Wasser und Spülmittel zum wirkungsvollen Einsatz, was die fünf Buben unter den prüfenden Augen ihrer Betreuer Nadine Bär und Sebastian Riedel in den vorgefertigten „Vulkankegel“ aus Pappmaché einfüllten. Und siehe da: unter Applaus der anwesenden Erwachsenen brodelte und qualmte es genau so wie bei einem richtigen Vulkanausbruch! Die Anerkennung dafür war dem Kindergarten schon mal sicher.

Als Ort der Präsentation der Handreichung hatte sich das Alexander von Humboldt-Kulturforum Franken e. V. einmal mehr den Landratssaal bei der Regierung von Oberfranken auserkoren, wo auch schon die beiden Vorgängerbücher vorgestellt worden waren.

Florian Prosch von der Rainer Markgraf Stiftung

In diesem ehrwürdigen Saal, den Hausherr Florian Luderschmid, Präsident der Regierung von Oberfranken, wiederum gerne zur Verfügung gestellt hatte, kamen alle an dem Projekt Beteiligten zusammen: die Geldgeber des Projektes, nämlich der Regierungspräsident als Vorsitzender der Oberfrankenstiftung, Bezirkstagspräsident Henry Schramm, der Vorstandsvorsitzende der Rainer Markgraf-Stiftung, Florian Prosch, sowie der Generalbevollmächtigte und künftige Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Bayreuth, Michael Albert, welche die Jugendarbeit des Kulturforums von Beginn an finanziell unterstützt haben.

In diesem ehrwürdigen Saal, den Hausherr Florian Luderschmid, Präsident der Regierung von Oberfranken, wiederum gerne zur Verfügung gestellt hatte, kamen alle an dem Projekt Beteiligten zusammen: die Geldgeber des Projektes, nämlich der Regierungspräsident als Vorsitzender der Oberfrankenstiftung, Bezirkstagspräsident Henry Schramm, der Vorstandsvorsitzende der Rainer Markgraf-Stiftung, Florian Prosch, sowie der Generalbevollmächtigte und künftige Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Bayreuth, Michael Albert, welche die Jugendarbeit des Kulturforums von Beginn an finanziell unterstützt haben.

Regierungspräsident Florian Luderschmid
Michael Albert von der Sparkasse Bayreuth
Bezirkstagspräsident Henry Schramm ermuntert die Kinder des Christuskindergartens Hof, sich als Forscher zu betätigen

Darüber hinaus war es gelungen, die Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin für Forschung und Raumfahrt, Dr. Silke Launert MdB, als Schirmherrin der Veranstaltung zu gewinnen, wofür der Vereinsvorsitzende Hartmut Koschyk sehr dankbar war.

Schirmherrin Parl. Staatssekretärin Dr. Silke Launert MdB und Vorsitzender des Alexander von Humboldt-Kulturforums Hartmut Koschyk

Jeder der Genannten hatte ein Grußwort vorbereitet und im Grundsätzlichen waren sich darin alle Redner einig: „wer wie was wieso weshalb warum“ sind Fragen, die Kinder nie aufhören dürfen zu stellen. Immer neugierig und wissensdurstig bleiben wie Humboldt selbst. Lernen bis ans Lebensende, Spaß haben an Bildung und Wissenschaft.

Dr. Silke Launert liegt nach ihren Worten in ihrem neuen Amt als Staatssekretärin im Forschungsministerium die frühkindliche Bildung besonders am Herzen; Bezirkstagspräsident Schramm begab sich in die Hocke „auf Augenhöhe“ mit den Kindern und riet ihnen eindringlich, neugierig zu bleiben, um vielleicht selbst einmal Forscher werden; Michael Albert berichtete von eigenen Erfahrungen mit seinem Nachwuchs und bot den Kindern einen Besuch bei der Sparkasse an, um sich den Tresorraum anzusehen, was laut bejubelt wurde; Florian Prosch konnte vom Engagement der Rainer Markgraf Stiftung berichten, die derzeit viel Geld in ein neues Bildungszentrum investiert.

Dr. Silke Launert, Florian Prosch, Henry Schramm und Michael Albert

Die Autoren der Handreichung dankten den Geldgebern, die es immer wieder ermöglichen, deren wissenschaftliche Arbeit zu finanzieren. Die größte Herausforderung bei der Kita-Handreichung habe darin bestanden, die Forschungsergebnisse Humboldts auf das Niveau von Kindergartenkindern „herunterzubrechen“ und dabei die Spannung hoch zu halten. Das ist gelungen! Als Anerkennung für ihre „wissenschaftliche Arbeit“ erhielten die fünf jungen Forscher ein kleines kreatives Spielzeug, das umgehend ausprobiert wurde.

Der Kindergarten der Christuskirche Hof stellte seinen Vulkanversuch bei der Regierung von Oberfranken vor

Neben dem „Vulkanausbruch“ hatte der Kindergarten noch Powerpoint-Präsentationen mitgebracht, welche zwei Projekte vorstellten: „Vom Ei zum Huhn“ und „Vom Samen zur Gemüsepflanze“. Die Begeisterung der Kinder beim spielerischen Lernen war mit den Händen zu greifen und alle waren sich einig: es ist gut, dass es Alexander von Humboldt in die fränkischen Kindergärten geschafft hat.

Hier gelangen Sie zu den Präsentationen:

„Vom Ei zum Huhn“ (pdf-Datei)
„Vom Samen zur Gemüsepflanze“(pdf-Datei)

Denn die Handreichung steht ab sofort zum Download auf der Seite www.humboldt-kulturforum.de zur Verfügung und wird zum Beginn des neuen Kindergartenjahres von Hans Eckert aus dem Sachgebiet 13 der Regierung von Oberfranken – Abteilung für Jugend und Soziales sowie Kita-Aufsicht in Oberfranken digital an alle oberfränkischen Kitas und Kindergärten verschickt.

Hartmut Koschyk zusammen mit Hans Eckert von der Regierung von Oberfranken

Vereinsvorsitzender Hartmut Koschyk signalisierte, dass es zwar den Gedanken gäbe, die Reihe der Handreichungen um eine solche für Gymnasien zu erweitern. Das stehe aber in unbestimmter Ferne, da die Anforderungen dafür immens hoch seien. Viel mehr wolle man sich auf die Produktion einer neuen mobilen Rollup-Ausstellung konzentrieren, welche die alte, in die Jahre gekommene ersetzen soll. Neben einer Aktualisierung der Fakten ist an die Einbeziehung eines QR-Codes gedacht, bei dem nähere eingesprochene Informationen zu hören sein sollen sowie Querverweise auf Veranstaltungen oder bereits produzierte Theateraufführungen.

Zum Download der Handreichung gelangen Sie hier

Zur Berichterstattung im Nordbayerischen Kurier gelangen Sie hier

Zur Berichterstattung in der Bayreuther Sonntagszeitung gelangen Sie hier

Zur Berichterstattung im Bayreuther Tagblatt gelangen Sie hier

Zum Beitrag bei Oberfranken TV gelangen Sie hier

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Sebastian Machnitzke

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