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Klimapartnerschaft der Stadt Goldkronach mit Falan in Kolumbien nimmt Formen an / Kooperation mit Universität Bayreuth gestartet
12. Dezember 2014
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Die Stadt Goldkronach hat eine Klimapartnerschaft mit Falan im Department Tolima in Kolumbien geschlossen. In enger Kooperation zwischen der Stadt Goldkronach, dem Alexander von Humboldt-Kulturforum Schloss Goldkronach e. V., der Universität Bayreuth und der Stadt Falan wird in den nächsten Monaten ein enger Austausch über mögliche Projekte beginnen und ein Handlungsprogramm ausgearbeitet. Die Kooperation mit der Universität Bayreuth wurde nun bei einem Gespräch zwischen Prof. Eberhard Rothfuß (Lehrstuhl für Sozial- und Bevölkerungsgeographie an der Universität Bayreuth), Bürgermeister Holger Bär, Hartmut Koschyk MdB sowie den beiden Vertretern der Klimapartnerschaft in den Netzwerktreffen des Entwicklungsministeriums Stadtrat Roland Musiol und Patrick Lindthaler weiter vertieft. Vereinbart wurde, dass die Entstehung des Handlungsprogrammes durch eine Masterarbeit auf kolumbianischer und deutscher Seite begleitet wird, umso wissenschaftliche Erkenntnisse zu gewinnen, die bei der weiteren Zusammenarbeit als Grundlage dienen werden.

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Das Bild zeigt von rechts nach links: Hartmut Koschyk MdB, Prof. Eberhard Rothfuß (Universität Bayreuth), Bürgermeister Holger Bär, Stadtrat Roland Musiol und Patrick Lindthaler.

Der Grundgedanke des Projekts „50 Kommunale Klimapartnerschaften bis 2015“ ist es, die fachliche Zusammenarbeit deutscher Städte mit Kommunen im globalen Süden in den Bereichen Klimaschutz und Klimaanpassung zu stärken. Der Klimaschutz soll systematisch in die bestehende kommunale Partnerschaftsarbeit integriert werden. Dazu erarbeiten die kommunalen Partnerschaften gemeinsame Handlungsprogramme mit Zielen, Maßnahmen und zugewiesenen Ressourcen. Das Projekt zählt derzeit 33 kommunale Klimapartnerschaften. Viele davon haben bereits mit der Umsetzung ihrer Handlungsprogramme begonnen und nutzen dabei verschiedene Angebote der „Engagement Global“. Zielgruppe des Projekts sind Akteure aus Kommunalverwaltung und -politik sowie ausgewählte zivilgesellschaftliche Akteure in den jeweiligen Partnerstädten. Hierbei sind unterschiedliche Fachbereiche wie Internationales/Partnerschaftsarbeit sowie Umwelt/Klima und Lokale Agenda angesprochen. Das vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung finanzierte Programm beginnt zum 1. Januar 2015. Die Handlungsprogramme dienen als strategischer Rahmen für die mittel- bis langfristige Ausgestaltung der Klimapartnerschaften. Sie sollen sowohl übergeordnete Ziele als auch konkrete Maßnahmen zu Klimaschutz und Klimaanpassung beschreiben, zum Beispiel in den Handlungsfeldern Erneuerbare Energien, Energieeffizienz, Abfallmanagement, Klimafolgenanpassung und Bildungsarbeit beinhalten. Sie sollten Aktivitäten in beiden Kommunen umfassen und außerdem kurz-, mittel- und langfristige Maßnahmen für die Umsetzung beschreiben. Die Erstellung der Handlungsprogramme erfolgt in einem partizipativen Prozess unter Beteiligung verschiedener kommunaler Akteure aus Verwaltung, Politik und Zivilgesellschaft.

Im Januar 2015 wird ein weiteres Netzwerktreffen der deutschen Kommunen in Göttingen stattfinden ehe dann im März 2015 der offizielle Startschuss der Klimapartnerschaften bei einer Konferenz aller teilnehmenden Kommunen in Nicaragua stattfinden wird.

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