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Koschyk: „Vorrang des bürgerschaftlichen und gesellschaftlichen Engagements!“
19. Februar 2009
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Anlässlich des „Welttages der sozialen Gerechtigkeit“ erklärt der Bayreuther Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Geschäftsführer der CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag, Hartmut Koschyk:

„Am 20.02.2009 wird erstmals der 2007 von den Vereinten Nationen proklamierte „Welttag der sozialen Gerechtigkeit“ begangen. Die Vereinten Nationen wollen damit die Bedeutung von sozialer Entwicklung und sozialer Gerechtigkeit für die Herbeiführung und Wahrung von Frieden und Sicherheit bewusst machen. Eine unverzichtbare Voraussetzung für soziale Entwicklung und soziale Gerechtigkeit ist ein freier und fairer Welthandel: ohne nationale Schutzzäune, aber mit weltweit wirksamen Regeln zum Schutz des geistigen Eigentums und für angemessene Standards etwa im Umweltschutz oder in sozialen Fragen. Solche Standards, wie etwa das Verbot von Kinderarbeit, sind auf den Weg gebracht, müssen aber auch Schritt für Schritt durchgesetzt werden.

Der Welttag der sozialen Gerechtigkeit ermutigt, offen und aufmerksam zu sein, damit alle, die Hilfe brauchen, auch eine passende Hilfe finden. Schwächeren die Hand reichen und sie begleiten, damit sie stärker werden, verwirklicht soziale Gerechtigkeit. Soziale Gerechtigkeit ist mehr eine Aufgabe für alle in der Gesellschaft als ein Anspruch aller an den Staat. Das Wirken des Staates weckt nur dann die Hoffnung auf eine menschlichere Gesellschaft, wenn es sich verbindet mit dem Engagement der Bürgerinnen und Bürger und starker gesellschaftlicher Gruppen. Deshalb gilt es, die Tarifhoheit von Arbeitgebern und Gewerkschaften gegen Staatslöhne zu verteidigen. Und deshalb müssen die rechtlichen Rahmenbedingungen für ehrenamtliches Engagement verbessert werden – wie aktuell durch die Initiative zur Begrenzung der Haftungsrisiken ehrenamtlicher Vereinsvorstände.

Der Welttag der sozialen Gerechtigkeit ruft in Erinnerung, dass Hilfsbereitschaft nur so weit trägt, wie sie sich auf Leistungsfähigkeit stützen kann. Nur eine Gesellschaft, die Leistung anerkennt und zu Leistung ermuntert, kann auch eine sozial gerechte Gesellschaft sein. Deutschlands Chancen, das zeigt sich auch in der gegenwärtig schwierigen wirtschaftlichen Lage, stecken vor allem in verantwortungsbewussten Familienunternehmern, die langfristig einen Betrieb aufbauen und gute Mitarbeiter durch eine gute Betriebsführung binden. Die Mitarbeiterkapitalbeteiligung, für die derzeit bessere Möglichkeiten geschaffen werden, bietet Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern einen fairen Anteil am von ihnen mit geschaffenen Erfolg der Unternehmen und stärkt so die soziale Partnerschaft in der Sozialen Marktwirtschaft.“

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