Die Deutsch-Koreanische Gesellschaft hat auf ihrer Mitgliederversammlung in Berlin den Parlamentarischen Staatssekretär beim Bundesminister der Finanzen, Hartmut Koschyk MdB, im Amt des Präsidenten bestätigt. Koschyk, der der Gesellschaft seit 2003 vorsteht, wurde einstimmig wiedergewählt. Vizepräsidenten der Gesellschaft wurden die Vorsitzende des Regionalverbandes Nordrhein-Westfalen, Frau Soun-Kyoung Beck (Bonn) und der ehemalige Deutsche Botschafter in Südkorea Michael Geier (Berlin). Im Amt des Schatzmeisters wurde Hubert Sieweke aus Dortmund, als Schriftführerin Frau Ursula Pätzhold (Bonn) und im Amt des Generalsekretärs wurde Tobias Stern (Hamburg) betätigt. Zu weiteren Vorstandsmitgliedern wurden Frau Jin-Ah Gesche Saupe (Berlin), Matin Hyun (Berlin), Bernd Giebner (Wegburg)und Prof. Dr. Guno Böse (Berlin) gewählt. Als Geschäftsführerin wurde Frau Rhan Gunderlach (Berlin) von der Mitgliederversammlung bestätigt.
Die Deutsch-Koreanische Gesellschaft wurde 1966 von Dr. Max Adenauer, Dr. Leo Wagner und Hermann Pfattheicher gegründet. Ziel ist die Förderung der Beziehungen zwischen Deutschland und Korea in allen Bereichen von Politik, Wirtschaft und Kultur. In den vier Jahrzehnten ihres Bestehens, hatte die Deutsch-Koreanische Gesellschaft großen Anteil an der Entwicklung der ausgezeichneten Beziehungen zwischen Deutschland und der Republik Korea.
Eine der nächsten Veranstaltungen der DKG ist eine Gedenkstunde zum 60. Todestag des koreanischen Schriftstellers Mirok Li am 30. Oktober 2010 in München. Der 1899 in Nordkorea geborene Schriftsteller beteiligte sich aktiv an der Unabhängigkeitsbewegung gegen die japanische Besatzungsmacht im Jahre 1919. Vor seiner drohenden Verhaftung floh Mirok Li 1920 über Shanghai nach Deutschland. Hier wandte er sich der Schriftstellerei zu. Seine Werke finden bis heute große Anerkennung. Von 1947 bis 1949 hatte Mirok Li einen Lehrauftrag für koreanische Sprache sowie chinesische Literatur und Geschichte am ostasiatischen Seminar der Universität München. In Gräfelfing bei München befindet sich seine letzte Ruhestätte.
Des Weiteren richtet die Deutsch-Koreanische Gesellschaft das im Jahr 2002 von den damaligen Präsidenten Johannes Rau und Kim Dae-Jung begründete Deutsch-Koreanische Forum aus, das alljährlich in einem der beiden Länder stattfindet und im Rahmen dessen Politiker, Wirtschaftsvertreter und Wissenschaftler beider Länder bilaterale und globale Themen diskutieren und Empfehlungen an die Regierungschefs beider Länder für die Entwicklung der bilateralen Beziehungen vorlegen.
There are 0 comments