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Koschyk bei Berliner Vorstandssitzung des „Verbandes der Deutschen Sozial-Kulturellen Gesellschaften“ (VDG) in der Republik Polen
12. März 2013
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Finanzstaatssekretär Hartmut Koschyk MdB gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Deutsch-Polnischen Parlamenariergruppe im Deutschen Bundestag, Georg Schirmbeck MdB, den Vorstandsmitgliedern des Verbandes der deutschen sozial-kulturellen Gesellschaften in Polen unter dem Vorsitz von Bernard Gaida und dem Vorsitzenden der Föderalistischen Union Europäischer Volksgruppen (FUEN), Jan Diedrichsen

Der Vorstand des Verbandes der Deutschen Sozial-Kulturellen Gesellschaften in Polen (VDG), der aus 8 Persönlichkeiten aus allen Gebieten mit deutschem Bevölkerungsteil in der Republik Polen besteht und der von Bernard Gaida geleitet wird, führte erstmals seine Vorstandssitzung in der Bundeshauptstadt Berlin durch. An der Sitzung nahmen auch der Vorsitzende der Föderalistischen Union Europäischer Volksgruppen (FUEN), Jan Diedrichsen, der Vorsitzende der Deutsch-Polnischen Parlamentariergruppe im Deutschen Bundestag, Georg Schirmbeck und der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister der Finanzen, Hartmut Koschyk, teil. Im Rahmen der Vorstandssitzung fanden unter anderem auch Gespräche mit dem Beauftragten der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Herrn Parlamentarischen Staatssekretär Dr. Christoph Bergner, sowie dem Vorsitzenden der Gruppe der Vertriebenen, Flüchtlinge und Aussiedler der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Herrn Klaus Brähmig MdB, statt. Der „Verband der Deutschen Sozial-Kulturellen Gesellschaften“ (VDG) in der Republik Polen verabschiedete in Berlin eine Erklärung, die für die erste in der Geschichte des Verbandes stattfindende Vorstandssitzung in Berlin erarbeitet wurde.

Der Vorsitzende des Verbandes der deutschen sozial-kulturellen Gesellschaften in Polen, Bernard Gaida, überreichte Finanzstaatssekretär Koschyk die Erklärung, die für die erste in der Geschichte des Verbandes stattfindende Vorstandssitzung in Berlin erarbeitet wurde

In der Erklärung bedankt sich der Vorstand des VDG für die bisherige Unterstützung der Bundesrepublik Deutschland und informiert über die Situation der Deutschen Volksgruppe in Polen. Der Verband der Deutschen Sozial-Kulturellen Gesellschaften weist jedoch deutlich auf bestehende Defizite hin, gerade wenn es um das Schulwesen geht: „Die erreichten Formen sind nicht ausreichend im Hinblick auf die erwartete Wiederbelebung der deutschen Sprache als Alltagssprache (…) Es gibt bis heute keine einzige Schule mit Deutsch als Unterrichtssprache in den Siedlungsgebieten der Minderheit“, heißt es in der Erklärung. Verbesserungsbedarf sieht der VDG ebenfalls bei der Aufarbeitung der Geschichte: „Deutsche Kultur und Geschichte sind nicht aufgearbeitet worden, was in Verbindung mit der fehlenden Akzeptanz immer wieder zu Missverständnissen mit der Mehrheitsbevölkerung führt. Es gibt keine Kultureinrichtung und kein Forschungsinstitut, das sich damit beschäftigen würde“, unterstreichen die Verfasser.

Im Rahmen der Erklärung appelliert der VDG an die Entscheidungsträger in Deutschland, die bisherige finanzielle Unterstützung nicht nur fortzusetzen, sondern auch um neue Strategien zu ergänzen. Schließlich trage „die deutsche Minderheit als ein fester Bestandteil der polnischen Gesellschaft zu einer weiteren Verbesserung der deutsch-polnischen Verhältnisse, der Bindung des Landes innerhalb der EU aber auch der Verbreitung der deutschen Sprache und Kultur im Ausland bei, was unseres Erachtens im Interesse der Bundesrepublik Deutschland liegt.“

Finanzstaatssekretär Hartmut Koschyk, der von 1987 bis 1991 Generalsekretär des Bundes der Vertriebenen und über 12 Jahre Vorsitzender der Arbeitsgruppe „Vertriebene und Flüchtlinge“ der CDU/CSU-Bundestagsfraktion war und sich nach wie vor für die Heimatvertriebenen und als Vorsitzender des Vereins für deutsche Kulturbeziehungen im Ausland (VDA) für die deutschen Gemeinschaften in aller Welt einsetzt, sagte den Vorstandsmitgliedern des Dachverbandes der deutschen Minderheit in Polen seine volle Unterstützung zu. Koschyk betonte, dass für eine Intensivierung der Spracharbeit eine enge Abstimmung des Verbandes der Deutschen Sozial-Kulturellen Gesellschaften in der Republik Polen mit dem Auswärtigen Amt und dem Bundesinnenministerium notwendig sei. Koschyk regte einen engen Meinungsaustausch mit dem neuen Leiter der Abteilung Kultur und Kommunikation des Auswärtigen Amts, Herrn Ministerialdirektor Dr. Hans-Ulrich Seidt an.

VDG-Vorsitzender Beranrd Gaida gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Deutsch-Polnischen Parlamenariergruppe im Deutschen Bundestag, Georg Schirmbeck MdB

Koschyk zeigte auch Verständnis für die Forderung des VDG nach finanzieller Planungssicherheit. Trotz der zwingend notwendigen Konsolidierung des Bundeshaushaltes sei es Staatssekretär Dr. Bergner gelungen, dass zusätzliche Haushaltsmittel für die deutsch Minderheit in Polen bereitgestellt wurden, so Koschyk. Auch nach der Bundestagswahl müsse es Ziel der künftigen Bundesregierung sein, dass ausreichend finanzielle Mittel für die deutschen Minderheiten im Ausland bereitgestellt werden. Die Solidarität Deutschlands mit den im Ausland lebenden Deutschen, vor allem den deutschen Minderheiten in Mittel- und Osteuropa sollte in künftigen Koalitionsvereinbarungen klar festgeschrieben werden. Koschyk zeigte sich überzeugt, dass diese Forderung des Verbandes der Deutschen Sozial-Kulturellen Gesellschaften in Polen eine breite Unterstützung finden könne und ermutigte die VDG-Vertreter zu entsprechenden politischen Gesprächen mit den Bundestagsfraktionen und Parteien. Insgesamt gelte es, den Erhalt der deutschen Sprache und Kultur der deutschen Landsleute in aller Welt durch die Bundesrepublik Deutschland nachhaltig zu unterstützen. Hierfür bedürfe es einer angemessenen finanziellen Unterstützung der Verbände der deutschen Minderheiten aus dem Bundeshaushalt, so Finanzstaatssekretär Koschyk.

Zur Erklärung des Vorstandes des Verbandes der Deutschen Sozial-Kulturellen Gesellschaften in Polen (VDG) gelangen Sie hier.

Zur Internet-Seite des Verbandes der Deutschen Sozial-Kulturellen Gesellschaften in Polen (VDG) gelangen Sie hier.

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