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Koschyk besucht Einrichtungen der deutschen Minderheit in Nordschleswig
26. November 2014
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Bundesbeauftragter Hartmut Koschyk MdB mit dem Vorsitzenden Hinrich Jürgensen (rechts) und Generalsekreär Uwe Jesse vor dem Vereinszentrum DSCF0441

Bundesbeauftragter Hartmut Koschyk MdB mit dem Vorsitzenden Hinrich Jürgensen (rechts) und Generalsekretär Uwe Jessen vor dem Vereinszentrum des Bundes Deutscher Nordschleswiger in Apenrade/Aabenraa

Nach seinen politischen Gesprächen in Kopenhagen besuchte der Beauftragte der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Hartmut Koschyk MdB, gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Bundes Deutscher Nordschleswiger, Hinrich Jürgensen, und Generalsekretär Uwe Jessen Einrichtungen der deutschen Minderheit in Nordschleswig.

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In Rothenkrug (Rødekro) besichtigte Koschyk zunächst die dortige deutsche Grundschule und den deutschen Kindergarten. Der Kindergarten zeichnet sich dadurch aus, dass bereits Kinder unter drei Jahren ein zweisprachiges Betreuungsangebot erhalten und somit bereits im Vorschulalter bilingual geprägt werden.

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 Der deutsche Kindergarten in Rothenkrug/Rødekro

Das deutsche Schulzentrum RothenkrugDSCF0416 (500x296)

Das deutsche Schulzentrum Rothenkrug/Rødekro in Nordschleswig

Bundesbeauftragter Koschyk zeigte sich sehr beeindruckt von der durchgängigen zweisprachigen Erziehung, die bereits bei den unter Dreijährigen Kindern beginnt und sich in der Grundschule fortsetzt, wo Deutsch und Dänisch nach muttersprachlichen Gesichtspunkten unterrichtet werden. Alle Schüler der Schule wachsen mit zwei Hauptsprachen auf und werden mit der deutschen Sprache und Kultur vertraut gemacht.

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Die deutsche Schule in Rothenkrug/Rødekro

Zur Internetseite der Deutschen Schule Rothenkrug gelangen Sie hier

Chemieunterricht am Deutschen Gymnasium Nordschleswig DSCF0432 (500x209)

Chemieunterricht am Deutschen Gymnasium Nordschleswig 

Anschließend besuchte Bundesbeauftragter Koschyk in Apenrade (Abenraa) das Deutsche Gymnasium, das vom Deutschen Schul- und Sprachverein für Nordschleswig getragen wird. Die Unterrichtssprache am Deutschen Gymnasium für Nordschleswig ist Deutsch. Der Dänischunterricht findet auf Muttersprachenniveau statt und die Schülerinnen und Schüler erhalten gleichzeitig das dänische ”studentereksamen” und das deutschen „Abitur“. An die Schule angeschlossen ist ein Internat für die Schüler mit sehr weiten Schulwegen.

mit den Abiturientinnen Tanja Ludwigsen und Levka Backen DSCF0437 (500x407)

Bundesbeauftragter Koschyk gemeinsam mit den Abiturientinnen Tanja Ludwigsen und Levka Backen des Deutschen Gymnasiums Nordschleswig, die auch als „Schüler-Botschafterinnen“ fungieren

Ein besonderes Kooperationsprojekt des Deutschen Gymnasiums bilden die Schülerbotschafter, die in anderen Schulen in ganz Dänemark über die Besonderheiten des Minderheitenlebens im deutsch-dänischem Grenzland berichten. Das Deutsche Gymnasium arbeitet im Rahmen dieses Projektes eng mit den beiden Gymnasien der dänischen Südschleswiger, Duborg-Skolen in Flensburg und A. P. Møller-Skolen in Schleswig zusammen, wo ebenfalls Schülerbotschafter tätig sind.

die Schulbibliothek des Deutschen Gymnasiums in Nordschleswig DSCF0428 (500x250)

Die Schulbibliothek des Deutschen Gymnasiums in Nordschleswig 

Zur Internetseite des Deutschen Gymnasiums für Nordschleswig gelangen Sie hier.

Bundesbeauftragter Koschyk besuchte auch das Vereinszentrum des Bundes Deutscher Nordschleswiger in Apenrade/Aabenraa und tauschte sich mit dem Vorsitzenden Hinrich Jürgensen und Generalsekretär Uwe Jessen sowie weiteren Führungskräften über die laufende Förderarbeit aus. Koschyk berichtete, dass trotz Haushaltskonsolidierung die Haushaltsmittel des Bundes im Jahr 2015 für die anerkannten nationalen Minderheiten, aber auch für deutsche Minderheiten in Mittel-, Ost- und Südosteuropa einschließlich der nichteuropäischen Nachfolgestaaten der Sowjetunion nicht gekürzt werden. Darüber hinaus werden im Bundeshaushalt für 2015 400.000 Euro zusätzliche Personalmittel für die deutsche Minderheit in Nordschleswig bereitgestellt, um die Tariferhöhung im Personalbereich auszugleichen. Vorsitzender Hinrich Jürgensen erklärte, dass mit den zusätzlichen Personalmitteln nicht nur die Motivation der Mitarbeiter bei den Bildungseinrichtungen gefördert werde, sondern dokumentiere weiter, dass Bundestag und Bundesregierung ihrer Verantwortung für die deutsche Minderheit in Nordschleswig gerecht werden.

Zur Internet-Seite des Bundes Deutscher Nordschleswiger gelangen Sie hier.

Christian Andresen, Verlagsleiter Der Nordschleswiger, BDN-Generalsekreär Uwe Jessen, Bundesbeauftragter DSCF0443 (500x393)

Christian Andresen, Verlagsleiter „Der Nordschleswiger“, BDN-Generalsekreär Uwe Jessen, Bundesbeauftragter Hartmut Koschyk, BDN-Vorsitzendender Hinrich Jürgensen, Gwyn Nissen, Chefredakteur „Der Nordschleswiger“

Abschließend besuchte Bundesbeauftragter Koschyk das von dem nordschleswiger Unternehmer Hans-Michael Jepsen erworbene und sanierte Medienzentrum in Apenrade/Aabenraa, in dem sowohl die Zeitung „Der Nordschleswiger“, als auch die dänische Zeitung „JydskeVestkysten“ ihren Sitz haben. Koschyk zeigte sich sehr beeindruckt von der Zusammenarbeit der beiden Zeitungen. So übernimmt „Der Nordschleswiger“ Beiträge der dänischen Zeitung „JydskeVestkysten“ in deutscher Sprache und der „Nordschleswiger“ übergibt seinerseits Beiträge an „JydskeVestkysten“  für Beiträge in dänischer Sprache. Beide Zeitungen arbeiten zudem in gleicher Weise eng mit den beiden Zeitungen in Schleswig-Holstein „Flensborg Avis“ (Zeitung der dänischen Minderheit) und dem Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlag, zu dem die „Schleswiger Nachrichten“ gehören, zusammen.

in dem von dem nordschleswiger Unternehmer Hans-Michael Jepsen erworbenen und sanierten Medienzentrum DSCF0442 (284x500)

Zur Internetseite der Zeitung „Der Nordschleswiger“ gelangen Sie hier.

Zur Internetseite der Zeitung „JydskeVestkysten“ gelangen Sie hier.

Zur Internetseite des „Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlages“ gelangen Sie hier.

Zur Internetseite der Zeitung „ Flensborg Avis“ gelangen Sie hier.

Zu einen weiteren Artikel über den Besuch von Bundesbeauftragten Koschyk in der Zeitung „Der Nordschleswiger“ gelangen Sie hier.

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