Allgemein International
Koschyk: Deutsch-Russisches Haus in Barnaul kann seine Arbeit fortsetzen
10. Februar 2015
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Das Deutsch-Russische Haus in der westsibirischen Stadt Barnaul, um das es in den letzten Monaten Schließungsgerüchte gegeben hat, darf seine erfolgreiche Tätigkeit fortsetzen. Wie aus der Administration der Region Altai zu vernehmen ist, sind derartige, mit haushalterischen Sparzwängen begründete Ideen endgültig vom Tisch.

Das historische Gebäude im Stadtzentrum von Barnaul ist Ende der 1990er Jahre mit etwa paritätischen Finanzierungsanteilen der deutschen und der russischen Regierung von je rd. 400.000 € umfangreich saniert und ausgestattet worden, um als Zentrum der deutschen Kultur für die über 50.000 Russlanddeutschen der Region Altai zu dienen. Auch das gesamte kulturelle Angebot von über 40 weiteren, eng mit dem Haus zusammen arbeitenden Begegnungsstätten für die zahlreichen Russlanddeutschen in der Region Altai wäre durch eine Schließung nachhaltig beeinträchtigt worden.

Der Beauftragte der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Hartmut Koschyk MdB, dankte den Mitgliedern des Unterausschusses für auswärtige Kulturpolitik der Deutschen Bundestages, die sich im Dezember 2014 unter dem Vorsitz von Dr. Peter Gauweiler mit dem Kulturausschuss der Staatsduma der Russischen Föderation in Moskau zu Konsultationen getroffen und hierbei auch die Situation des Deutsch-Russischen Hauses in Barnaul ausgiebig erörterte. Koschyk dankte auch dem deutschen Botschafter in Moskau, Dr. Rüdiger von Fritsch, für sein beharrliches Engagement in dieser Angelegenheit. Auch Bundesbeauftragter Koschyk selbst hatte sich in die Diskussion eingeschaltet und namens der Bundesregierung Kontakt mit den verantwortlichen Stellen aufgenommen, so auch mit dem Gouverneur der Region Altai, Professor Alexander Karlin.

In besonderem Maße würdigte Bundesbeauftragter Koschyk den Einsatz des Vorsitzenden des Kulturausschusses der Staatsduma, Stanislaw Goworuchin, sowie den beiden weiteren Duma-Abgeordneten Marija Maksokowa-Igenbergs und Denis Woronenkow, die sich im parlamentarischen Raum und mit Schreiben an die staatliche Administration der Region Barnaul für den Erhalt der erfolgreich zum Nutzen der dort lebenden deutschen Minderheit und der deutsch-russischen Verständigung insgesamt eingesetzt hatten.

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