Allgemein Für die Region
Koschyk informierte sich vor Ort über die aktuellen Planungen der „Chorakademie des Fränkischen Sängerbundes“
26. Februar 2014
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Nach dem Eigentumsübergang des ehemaligen Benediktinerklosters Weißenohe an die „Chorakademie des Fränkischen Sängerbundes gGmbH“ lassen die Bemühungen der Verantwortlichen nicht nach, dieses Projekt alsbald zu verwirklichen. Nach Vorgaben des Wissenschaftsministeriums waren für entsprechende Förderanträge die Eigentumsfrage und die Frage der Kostensicherheit zu klären. Diese Themen wurden bislang geregelt.

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Das Eigentum ging auf die „Chorakademie gGmbH“ über, weitere, derzeit laufende bautechnische Untersuchungen werden bis April dieses Jahres Klarheit über die tatsächlich anfallenden Umbaukosten bringen. Die wichtige Frage der Absicherung der laufenden Betriebskosten einer derartigen, in Deutschland einmaligen Aus-, Fort- und Weiterbildungsstätte für Chorgemeinschaften und Chorleiter sowie Begegnungsstätte für den internationalen Choraustausch bleibt bis dato noch ungelöst. Um hier ein Stück weiterzukommen, hat der Förderverein nun den Bundestagsabgeordneten Hartmut Koschyk, den Landtagsabgeordneten Michael Hofmann und Kommunalpolitiker eingeladen, um ihre Vorstellungen der Kostenteilung zu präsentieren. Nach eingehenden Berechnungen mit dem Geschäftsführer des Bayerischen Musikrates Jürgen Schwarz wird das jährliche Betriebskostendefizit dieser Einrichtung bei rund 140.000 Euro liegen. Herbert Meier, der Geschäftsführer der Chorakademie gGmbH, und der Vorsitzende des Fördervereins Eduard Nöth haben daraufhin ein Verteilungskonzept entwickelt, das nun den Politikern auf Landes-, Bezirks- und kommunaler Ebene zur Entscheidung vorgelegt wird. Es
wird angestrebt, dass der Freistaat Bayern die Hälfte des Defizits übernimmt, der Bezirk Oberfranken sollte sich nach Auffassung von Meier und Nöth mit 30.000 Euro/Jahr beteiligen, die Bezirke Mittel-, Unterfranken und die Oberpfalz, die mit Oberfranken das Arbeits- und Verbreitungsgebiet des Fränkischen Sängerbundes bilden, sollten mit je 10.000 Euro dabei sein. Der Landkreis Forchheim als Sitz dieser überregionalen Einrichtung wird um eine Kostenbeteiligung von ebenfalls 10.000 Euro im Jahr gebeten.. Nach Zusammenführung dieser möglichen Kostenträger im Rahmen einer
Zweckvereinbarung könnten die Förderanträge gestellt werden. Bisherige Gespräche erbrachten, dass Fördermittel für den Umbau des Klosters über das Städtebauförderprogramm, den Kulturfonds Bayern, den Entschädigungsfonds, den Sparkassenfonds , die Oberfranken- und Bayerische Landesstiftung möglich sind. MdB Hartmut Koschyk signalisierte einen weiteren Fördertopf, der bei entsprechender Kofinanzierung des Freistaates aus Bundesmitteln zur Verfügung stünde. Es handelt sich hier um das „Denkmalschutz – Sonderprogramm III“, das beim Staatsminister für Kultur und Medien der Bundesregierung zu beantragen ist. Der Präsident des Fränkischen Sängerbundes Peter Jacobi betonte nochmals das Alleinstellungsmerkmal einer solchen Einrichtung. Der Kulturstaat Bayern würde mit dieser Chorakademie zum musikfreundlichsten Bundesland werden. MdL Michael Hofmann sagte seine Unterstützung zu, stellte jedoch klar, dass die Beteiligung des Freistaates Bayern nicht zu Lasten der drei bestehenden Musikakademien gehen dürfe. Hartmut Koschyk, Mitglied des Fördervereins und zuständiger Wahlkreisabgeordneter, betonte die hervorragende Eignung dieses Denkmals für diese gemeinnützige Einrichtung. Eduard Nöth mahnte ein noch stärkeres Engagement der rund 1800 Mitgliedschöre an. Er erwarte, dass die Hälfte
aller Chöre Mitglied im Förderverein mit einem Jahresbeitrag von mindestens 60 Euro werden. Hierüber könnte v.a. der laufende Betrieb dieser künftigen Einrichtung maßgeblich subventioniert werden. Es seien jedoch auch Benefizveranstaltungen der einzelnen Chorgemeinschaften zu Gunsten der Chorakademie willkommen.

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